Willkommen im Wellness-Paradies

Auch unser Nachlager sah nicht besonders sauber aus :-(

„Ach lieber kleiner Wellness-Bummler, wo haben wir dich da nur hingebracht… – jedenfalls nicht in ein Wellness-Paradies“ hörte ich meine lieben beiden Patinnen sagen. Ich blickte in traurige ja vielleicht sogar fast verzweifelte Augen. Es war mittlerweile 4 Uhr nachts und an Schlaf war gar nicht zu denken, dabei hatte doch alles so gut und voller Vorfreude angefangen. Doch dazu gehe ich jetzt mal ein paar Stunden zurück…

Türkei wir kommen – mit Wellness-Bummler

Dreckig war gar kein Ausdruck

Dreckig war gar kein Ausdruck

Bereits im Frühling hatten meine beiden Patinnen einen Urlaub in der Türkei (bei LMX) gebucht und sofort bei mir angefragt, ob ich sie begleiten möchte. Ich war sofort begeistert, denn im Land des originalen Hamams war ich ja noch gar nicht. Unsere Reise begann also an einem Tag im Spätsommer. Per Bahn ging es aus der Lüneburger Heide zum Hamburger Flughafen (leider wurde unser Flug von 11 Uhr morgens auf 15 Uhr am Nachmittag verschoben – darüber wurden wir aber glücklicherweise schon ein paar Tage vorher informiert – trotzdem war es natürlich schade, da wir so mitten in der Nacht erst im Hotel ankommen würden).

Hier wollten wir auch nicht duschen...

Hier wollten wir auch nicht duschen…

Der Flug startete auch pünktlich und rund 3,5 Stunden später landete unser Flieger in Antalya. Hier wollten und sollten wir aber nicht bleiben – sondern wir sollten mit dem Bus nach Alanya gebracht werden – eigentlich eine Fahrt von rund 2 Stunden. Leider kannte sich unser Fahrer aber nicht wirklich gut aus, mehrmals verfuhr er sich, mußte anhalten und nach dem richtigen Weg bzw. den Hotels der anderen Reisenden fragen.

So kamen wir tatsächlich erst 4 Stunden nach Abfahrt in Antalya in unserem Hotel an. Mittlerweile war es 1 Uhr mitten in der Nacht… müde, hungrig und total abgekämpft wollten wir einchecken. Doch leider teilte man uns mit, dass unser Zimmer nicht frei wäre und wir somit im Nachbarhotel übernachten müßten.

Wir mochten nichts wirklich anfassen

Wir mochten nichts wirklich anfassen

Glücklicherweise hatte eine meiner Patinnen vorher auf einem Hotelbewertungsportal geschaut und genau davon schon gelesen. Es schien hier Gang und Gebe zu sein, den überwiegenden Anteil der Gäste im Nachbarhotel Down Town abzuschieben. Auf dem Bewertungsportal hatte sie auch gelesen, dass es eine echte Bruchbude sein soll. Also gingen wir gegen diese Maßnahme an, was unsere Kräfte noch hergaben, denn immerhin waren wir nun gut 18 Stunden auf den Beinen. Daraufhin verstand der „nette“ Nachtportier plötzlich weder Deutsch noch Englisch… angeblich bemühte er sich noch ein anderes Hotel zu finden…

Total verzweifelt, denn gebucht und gefreut hatten wir uns ja nun einmal auf dieses Hotel, riefen wir die Notfallhotline des Reiseveranstalters an. Doch hier konnte man uns mitten in der Nacht auch nicht helfen.

Gegen 2 Uhr – war immer noch keine Lösung gefunden – und wir hatten die Wahl, auf der Straße zu landen oder aber das Nachbarhotel zu beziehen. Wir waren alle einfach nur noch müde und total kaputt, glücklicherweise haben wir wenigsten im Flugzeug (wir sind mit Air Berlin geflogen) noch eine Kleinigkeit zu Essen bekommen. Wir entschlossen uns also ins Nachbarhotel zu gehen – wer weiß, vielleicht waren die Bewertungen ja auch übertrieben und es war gar nicht so schlimm?!

Uns fehlten die Worte um dieses Hotel zu beschreiben…

So sahen die Fenster in unserem Horror-Zimmer aus...

So sahen die Fenster in unserem Horror-Zimmer aus…

Leider mußten wir feststellen, dass die Bewertungen im Internet nicht annährend das zeigen bzw. beschrieben, was wir da wirklich vorgefunden haben. Hotel Down Town – das Grauen hatte einen Namen: Die Klimaanlage ging nicht, was auch gut war, denn sie war total verdreckt. Die Fenster waren hauchdünn und so hörten wir den ganzen Straßenlärm des nächtlichen Alanya – schon darum konnten wir kein Auge zumachen.

Das Zimmer war dreckig, also richtig dreckig… das Bett sah benutzt aus, im Badezimmer klebten noch Haare und Zahnpasta unserer Vorgänger. Zusätzlich roch es einfach komisch in den Zimmern und Hotelfluren. In der Dusche war ein Loch, welches mit einem Gitter abgelegt war (war wohl der Abfluss). Auspacken mochten wir hier nicht und unter die Dusche wagten wir uns auch nicht, obwohl uns wirklich sehr nach einer Abkühlung gewesen wäre. Wir standen also im Zimmer und überlegten was wir tun sollten… Verzweifelung stieg in uns auf. Wir beschlossen, nun heute hier zubleiben (mittlerweile war es 2.30 Uhr). Gleich früh am Morgen wollten wir einen erneuten Versuch unternehmen in unser gebuchtes Hotel zu wechseln und ansonsten umgehend wieder abreisen.

Auch unser Nachlager sah nicht besonders sauber aus :-(

Auch unser Nachlager sah nicht besonders sauber aus 🙁

Um 7 Uhr nahmen wir also unseren Koffer und stiefelten immer noch ungeduscht in unser eigentliches Hotel. Da die Hotelchefin noch nicht im Hause war, sollten wir erst einmal frühstücken – der erste Lichtblick, endlich was zu essen.

So gestärkt platzierten wir uns gegen 8 Uhr mit Koffern vor der Rezeption. Wir fragten mehrmals nach der Hotelchefin und gaben auch zu verstehen, dass wir wirklich sehr böse über die gesamte Behandlung waren. Andere Hotelgäste schauten uns auch schon mitleidig aber auch fragend an und wir merkten, dass es den Hotelmitarbeitern nicht besonders angenehm mit uns war.

Gegen 9 Uhr hatte man dann ganz plötzlich und überraschend ein freies Hotelzimmer für uns und zur Entschädigung einen Gutschein für einen Bootsausflug (zu dem wir später noch mehr berichten). Wir zogen endlich in unser Zimmer. Hier war es freundlich und renoviert. Hier ließ es sich aushalten. Nun konnte der Urlaub im Wellness-Paradies doch noch beginnen – oder?!

Kann der Urlaub im Wellness-Paradies jetzt beginnen?

Einer unserer Vorgänger hatte etwas im Waschbecken vergessen... :-(

Einer unserer Vorgänger hatte etwas im Waschbecken vergessen… 🙁

Später trafen wir noch ein paar andere Gäste unseres Hotels, die berichteten, dass sie schon seit 3 Tagen im Bruchbuden-Hotel sitzen. Oder das sie nach 2 Tagen endlich ins richtige Hotel ziehen konnten, ohne Entschädigung übrigens. Wer mehr über unser „tolles“ Hotel Aytur Eftalia/Eftalya erfahren möchte, kann sich auch gern mal rüber klicken zum Bewertungsportal. Später erfuhren wir auch, dass unser Herr von der Nacht-Rezeption dann doch Deutsch konnte, denn mit anderen Gästen konnte er durchaus Deutsch sprechen und auch Englisch war kein Problem.

Da wir immer noch ziemlich erledigt waren vom Reisetag und der Nacht mit wenig Schlaf packten wir unsere Sachen und machten uns auf in Richtung Strand, wo wir glatt den restlichen Tag verschliefen. Aber das wundert wohl keinen… 😉

Dieser Artikel ist nach einem persönlichen Gespräch mit einer der beiden Patinnen entstanden, die immer noch ganz angeekelt von diesem Erlebnis war. Wir haben den Artikel dann anhand ihrer Angaben erfasst.

Ihr wollt wissen wie es für den Wellness-Bummler und die Mädels weiterging? Dann schaut hier unbedingt wieder vorbei, denn ein paar Berichte aus der Türkei werden hier noch für euch bereit gehalten. Ich möchte mich bei meinen Patinnen Ariane und Anja für die vielen Bilder und Eindrücke auf unserer gemeinsamen Reise bedanken.

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Weitere Berichte Reiseblogger-Berichte des Wellness-Bummlers:

Hier schreibt Tanja Klindworth


Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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