Whitehaven Beach: Weißer geht nicht!

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Sonnenbaden an einem der weißesten Strände der Welt und Schnorcheln bei den Whitsunday Islands: So muss Wellness!

Auf der Suche nach Wellness auf dem Roten Kontinent habe ich bisher einen unverstellte Blick auf Sydneys Skyline genossen, beim Tauchen am Great Barrier Reef Clownfische und Schildkröten bewundert, bin im Regenwald Baumkängurus und Schnabeltieren begegnet und habe im Billabong Sanctuary jede Menge über die australische Tierwelt gelernt. Nun geht meine Reise weiter Richtung Süden. Die nächste Station ist das quirlige Städtchen Airlie Beach, das als Gateway zu den Whitsunday Islands gilt. Diese idyllische und nur spärlich besiedelte Inselgruppe zeichnet sich vor allem durch glasklares Wasser, herrliche Strände und eine bunte Fischwelt aus. Außerdem gelten die Whitsundays als eines der besten Segelreviere der Welt. Auch Segelneulinge können die Inselgruppe an zwei- oder mehrtägigen Segeltrips erforschen, Anbieter gibt es in Airlie Beach zur Genüge. Wer spontan ist, findet auf der Seite www.bookme.com.au eventuell günstige Last Minute Deals.
Leider habe ich aufgrund der riesigen, imaginären Uhr, die über meinem Kopf zu ticken scheint und mir die drei Wochen in Australien viel zu kurz vorkommen lässt, keine Zeit für einen mehrtägigen Segeltrip. Dennoch kann ich mir einen ganz besonderen Ort mitten in den Whitsundays – auf Whitsunday Island, um genau zu sein – auf gar keinen Fall entgehen lassen: Whitehaven Beach. Dieser Strand gilt als einer der weißesten Strände auf der ganzen Welt und liegt ca. 30 km Luftlinie von Airlie Beach entfernt. Wenn das nicht Wellness schreit!

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Was will man mehr?

Für meinen Tagestrip habe ich mich für den Anbieter „Ocean Rafting“ entschieden, weil dieser recht kleine Touren mit nur 25 bis 35 Teilnehmern durchführt. Außerdem werden bei der von mir gewählten „Northern Exposure“-Tour unterwegs zwei Schnorchel-Stops eingelegt – dafür bin ich immer zu begeistern! Es gibt übrigens auch eine „Southern Lights“-Tour, bei der statt den Schnorcheleinheiten mehr Zeit am Strand eingeplant ist. Achtung allerdings bei der Preisgestaltung: Bei Ocean Rafting zum Beispiel ist es der Fall, dass optional Stinger Suits ausgeborgt werden können, diese sind im Standardpreis nicht inkludiert. Allerdings ist es in der Stinger-Saison von November bis April verboten und außerdem extrem leichtsinnig, ohne Stinger Suit ins Wasser zu gehen; aus „optional“ wird deshalb schnell „Must Have“!

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Geht es blauer…?

Kleiner Exkurs zur Anti-Wellness schlechthin: Den australischen Stingers

Als „Marine Stinger“ oder „Seewespe“ wird die gefürchtete Würfelqualle bezeichnet. Diese gilt als eines der gefährlichsten Tiere der Welt und erreicht einen Durchmesser von ca. 20 bis 30 Zentimetern. Ihre Tentakel allerdings können bis zu drei Meter lang werden. Wird man von einer Würfelqualle gestochen, sollte man so schnell wie möglich noch am Körper haftende Tentakel mit Essig abspülen und sofort ärztliche Hilfe holen. Noch furchteinflößender finde ich allerdings den winzigen „Irukandji“. Diese Qualle ist nur so groß wie ein Daumennagel, deshalb fast unmöglich zu sehen, hat aber bis zu 30 cm lange Tentakel. Das Irukandji-Gift verursacht starke Schmerzen, Übelkeit, Schweißausbrüche und Muskelkrämpfe – allerdings erst ca. 30 Minuten nach dem Stich. Zur (schwachen) Beruhigung: Ungefähr so lange brauchen auch die Rettungshubschrauber des Staates Queensland, die üblicherweise in einer halben Stunde vor Ort sind, wenn ein Quallenunfall passiert.

Schnorchelabenteuer

Trotzdem bin ich nicht ganz so entspannt, wie ich sein könnte, als ich mich beim ersten Schnorchel-Stop in meinen Stinger Suit zwänge – die Dinger können gar nicht unbequemer sein! – und ins Wasser plumpsen lasse. Aber angesichts der grellbunten Fische und der wunderschönen Korallen knapp unter der Wasseroberfläche schaffe ich es, meine Besorgnis ganz gut zu verdrängen. Trotzdem ziehe ich mir den Stingersuit sicherheitshalber auch noch über die Finger, damit sich auch wirklich kein Irukandji-Tentakel an meine Haut verirren kann. Beim nächsten Schnorchel-Halt bin ich dann aber schon viel ruhiger und kann deshalb die so lebendige und spezielle Unterwasserwelt in vollen Zügen genießen – und das zählt für mich als Wellness-Moment, der nur dann noch besser wäre, wenn ich immer noch eine Unterwasser-Kamera hätte!

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Real-life Postkartenstrand

Nach einer halben Stunde geht es dann schon weiter – nächster Halt: Whitehaven Beach. Meine Spannung steigt! Zügig schießen wir übers Wasser, vorbei an kleinen Inselchen mit felsigen Klippen, an Sandstränden und saftig grün bewaldeten Hügeln, und auch vorbei an Hamilton Island, wo sich das teuerste Ressort der Whitsundays befindet. Eine Nacht im günstigsten Zimmer kommt dort schon auf über 1000 australische Dollar. Brad Pitt, der bereits Jennifer Aniston und Angelina Jolie hierher mitgenommen hat, dürfte das allerdings wenig kümmern, und auch Johnny Depp, der sich gerne in den Whitsundays erholt, zählt wohl nicht zu den Sparfüchsen, was Hotels angeht. Wem es aber eher um die Location als um den Service geht, der kann sich auch auf der Nachbarinsel einquartieren – dort kann für gerade mal 10 Euro pro Nacht gecampt werden.

Und dann sind wir auch schon vorbei an Luxusressort und Campinginsel, das Boot wird langsamer und ankert schließlich an einem zwar recht nett, aber ansonsten eher unspektakulär aussehenden Strand. Nachdem die Gruppe das von Skipper Michael gerufene „Welcome to Whitehaven Beach“ mit einem geschlossenen unsicheren Lachen quittiert und wir alle für ein Gruppenfoto gepost haben (Social Media macht auch vor Bootstour-Veranstaltern nicht halt), geht es über einen kleinen Hügel, durch ein Waldstück, und dann, ganz plötzlich, breitet er sich vor mir aus: der Whitehaven Beach, der zusammen mit „Hill Inlet“ jenes Rund bildet, das auf Postkarten so perfekt aussieht. Und ja – es sieht in Wirklichkeit nicht weniger perfekt aus! Die Kombination aus türkisblauem Meer und strahlend weißem Sand scheint mir fast unwirklich schön – Wellness pur!

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Wellness in Australien

Sand mit Wirkung

Gleich darauf wird es dann noch ein bisschen wellnessiger, als ich meine Beine mit dem zu fast 99% aus Quarz bestehenden Sand einreibe – angeblich das beste Peeling der Welt. Auch angelaufener Schmuck soll wieder glänzen, wenn man ihn mit dem Quarzsand einreibt. Ich jedenfalls bin mehr als glücklich damit, für die nächsten eineinhalb Stunden einfach nur meine Zehen in den weißen Sand zu graben und mich von der australischen Sonne bräunen zu lassen – und dabei keinen Gedanken an den kalten Winter zuhause zu verschwenden!

Die Suche nach Wellness geht übrigens noch ein bisschen weiter; als nächstes werde ich mich auf Great Keppel Island nach Wohlfühlmomenten umsehen!

A big thank you goes to Ocean Rafting for cooperating with me!

Hier schreibt Rafaela Khodai


Rafaela Khodai ist leidenschaftliche Welten- und Wellness-Bummlerin, hat bis auf Australien schon alle Kontinente bereist und fährt ungerne zweimal ins gleiche Hotel. Sie studiert Journalismus und arbeitet als Texterin, Lektorin, Journalistin und Bloggerin. Ihre Spezialgebiete: Selbst organisierte abenteuerliche Individualreisen, gesunde vegetarische Ernährung und Gewichtsmanagement.

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