Jeep-Ausflug: Wellness-Bummler tanzt auf dem Vulkan

Es geht den Ätna hinauf... per Jeepsafari

oder ein stolzer Vulkan, eine stolze Insel, ein stolzer Guide, ein stolzer Wellness-Bummler

Des Rätsels Lösung... der Wellness-Bummler tanzt auf dem Vulkan Ätna

Des Rätsels Lösung… der Wellness-Bummler tanzt auf dem Vulkan Ätna

Es ist kein Geheimnis, dass die Ausflüge, wie sie auf Kreuzfahrtschiffen angeboten werden, oftmals sehr teuer sind (gerade für Kinder) und schlichtweg in großen Bussen an Orte führen, wo noch viiiele andere große Busse auflaufen. Solche Touren sind mancherorts sinnvoll – jedoch nicht auf Routen, bei denen der Weg das Ziel ist.

So buchten wir für uns fünf, zwei Erwachsene, zwei Kinder und ein „Wellness-Bummler“, bereits von Deutschland aus bei Go-Etna eine individuelle Jeep-Tour.

Diesen Anbieter kann ich Euch allen absolut empfehlen: unkompliziert, professionell, mit Guides aus Leidenschaft – und bezahlbar.

…denn Wellness beginnt mit einem zufriedenen Gefühl

Es geht den Ätna hinauf... per Jeepsafari

Es geht den Ätna hinauf… per Jeepsafari

Als wir am frühen Morgen den Hafen von Catania/Sizilien erreichten, wussten wir noch nicht wirklich, was uns erwartet. Das Buchen einer privaten Tour war für uns bis dato nur eine Entscheidung gegen den Bordausflug und die Busse. Wie richtig, wie schön, wie besonders wertvoll diese Wahl war, wurde uns von Minute zu Minute bewusster. Diese Tour war mehr als eine Fahrt auf einen Vulkan, mehr als ein Ausblick in die Naturgeschichte Siziliens, es war ein wundervoller Ausflug zwischen Kastanienbäumen, Weinanbau, Lavagestein und stolzen, strahlenden und den Ätna überthronenden Augen der Guides.

Wir legten zwar pünktlich in Catania auf Sizilien an, kamen aber nicht pünktlich vom Schiff, weil wir einmal mehr ausgiebig frühstückten. Unser kleiner grüner Wellness-Bummler machte seinem Namen alle Ehre … 😉

Neugierig und erwartungsvoll ging es die Gangway runter: „Taxi, Ätna, Taormina“, „Taxi, Ätna, Taormina“, „Taxi, Ätna, Taormina“ – das war der erste Eindruck, den uns die „abgestellten“ Taxifahrer vermittelten. Lustig, aber irgendwann auch nervig, sorry – ist aber so!

Ein Blick auf die beeindruckende Natur Siziliens

Ein Blick auf die beeindruckende Natur Siziliens

Hinter dem Terminal 1, also direkt am Hafen, wurden wir bereits empfangen und zu „unserem“ Offroad-Jeep geführt. Wir hatten großes Glück, dass ein Übersetzer mit in unserem Wagen saß – Glück, weil so auch die Kinder alles verstehen konnten. Und weil es nichts Spannenderes gibt, als zwei Sizilianer zu erleben, die sich in impulsiven Erklärungen und Schilderungen gegenseitig hochschaukeln, stets mit diesem feurigen Glanz in den Augen, dem Feuer für ihre Insel, für ihren Vulkan.

Schon der Weg durch die Hafenstadt in Richtung Ätna war sehr erlebnis- und vor allem lehrreich, denn – ACHTUUUUNG! Laut Antonio, unserem Fahrer, heißt es korrekterweise nämlich DIE Ätna (italienisch Etna) und NICHT der Ätna. Die Ätna, weil sie DIE Mutter der Insel ist! Eine Mutter gebärt Leben – die Ätna gebar Sizilien!

Ich wünschte, ich könnte den Stolz Antonios mit Worten vermitteln. Er erzählte es nicht beiläufig, nicht wie ein Reiseführer, nicht wie ein Guide, sondern wie ein Sizilianer. Er lebte es, er lebte dieses Gefühl, diese Dankbarkeit, diesen Respekt für die „Mutter Siziliens“.

Wellness-Bummler besucht die Mutter Siziliens

Wellness-Bummler genießt den Tanz auf dem Vulkan

Wellness-Bummler genießt den Tanz auf dem Vulkan

Diese Einstellung erklärt auch, dass die Sizilianer im Grunde keine Angst vor einem Ausbruch haben, dass es ihnen ein Wichtiges ist, ihren Vulkan so zu zeigen, wie er ist, wie er für sie ist – nicht für bunt bedruckte Reiseführer.

Antonio fuhr über Off-Road-Strecken aus erkalteten Lavaströmen, durch alte, ehrfurchtsvoll strotzende Wälder immer weiter den Vulkan hinauf, um uns die schönsten Orte des Ätnas zu zeigen.

Wir fuhren durch den „letzten“, den höchstgelegenen Ort und ich fragte, was die Menschen hier arbeiten, wovon sie leben – so hoch oben.

Sie leben von Öl, Honig und Wein …“

Antonio, gibt es eine Möglichkeit, von diesem Leben zu kosten?“

Sicuramente.“ Er drehte mit dem Jeep und fuhr Augenblicke später in einen Innenhof!

Weiter ging es schließlich mit einem Wellness-Bummler voller Öl, Nuss-Honig und Melonen-Honig – den ich sicher so lange aufbewahre, bis er zu alt ist. 😉

Wellness-Bummler ist etwas berauscht von einer Weinprobe auf dem Ätna

Wellness-Bummler ist etwas berauscht von einer Weinprobe auf dem Ätna

Wir fuhren durch das malerische Hochtal Valle del Bove, suchten alte und neue Lavaströme auf und gingen anschließend ein paar Schritte zu einem Aussichtspunkt, dessen Ausblick mich bewegte und mich noch jetzt beim Schreiben nachhaltig verzaubert.

Manchmal, manchmal kommen erst hinterher ganz besonders kostbare Gefühle auf … verrückt, aber sicher hat das irgendwie seinen Sinn.

Über eine Hütte ganz weit oben sagte Antonio, dass der Bewohner sein Heim bei einem Ausbruch nicht verlassen wollte; dass er keine Angst hätte, dass die Lavawellen ganz sicher nicht sein Leben zerstören würden – die Steinmassen VOR diesem Haus untermalen seine Sicherheit.

Nach dem Besuch von mehreren Nebenkratern besichtigten wir eine Höhle, lauschten den Gefahren, die von so einer Höhle bei einem Vulkanausbruch ausgehen. Wir lauschten, auch oben angekommen, immer weiter den Erzählungen – und wir „lauschten“ den stolzen, strahlenden Augen …

Danke für einen wundervollen Tag!

Eure Stephanie

Ich möchte mich bei meiner Patin Stephanie für einen wundervollen Urlaub bedanken, mit ganz tollen Erlebnissen (beim Lesen bekomme ich immer noch eine kleine Gänsehaut) und natürlich möchte ich auch „Danke“ sagen, für die vielen tollen Bilder und diese mitreissenden Erlebnistexte. Dein/Euer Wellness-Bummler
 
___
 

Noch mehr vom Wellness-Bummler auf seiner Reise durch Europa:

Hier schreibt Taschenpate


Leider hat Taschenpate noch nichts über sich geschrieben.

Mehr von Taschenpate

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Kommentare
  1. Freue mich schon auf den Herbst, wenn wir dort sind – beim letzten mal waren die Kids noch deutlich jünger – diesmal wollen wir die gleiche Tour wie Ihr machen – ein toller Bericht, der Lust auf me(e)hr macht!

    Lieben Gruß Tine