Wellness Bummler

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Wellness-Bummler auf den Kapverdischen Inseln (Teil 2)

Ein Hallo und erste Termine auf den Kapverdischen Inseln

Montag, den 11.

Ein Anblick der mein Herz höher schlagen lässt...
Ein Anblick der mein Herz höher schlagen lässt…

Viele kleine Begegnungen im Städtchen versüßen mir mein Ankommen auf den Kapverdischen Inseln. Noch scheint alles im Dorf intakt zu sein, auch wenn die zunehmenden großen Reisegruppen auf der Durchfahrt, meist aus Frankreich, den Flair nachteilig verändern. Ich hoffe, dass Carlas Projekt und noch andere Maßnahmen diesem etwas entgegen setzen können.

Ich mache mit Otmar einem Wanderwiederholungstäter, einen gemeinsamen Ausflug aus. Ich will einen etwas abseits gelegenen Weg, den ich vor Jahren mal gegangen bin, noch einmal gehen, um zu sehen, ob ich ihn für nächste Woche verwenden kann. Ich freue mich darauf.

Dienstag, den 12.: Letzte Absprachen vor Ort

Buntes Karnevaltreiben auf den Kapverdischen Inseln
Buntes Karnevaltreiben auf den Kapverdischen Inseln

Ich will nach Paul, zu Alfred, um mit ihm die letzten Einzelheiten der Reise durch zu sprechen. Zu spät merke ich, dass es Karnevals Dienstag, der Tag mit den Umzügen ist und gerate gleich 3 x (in Paul, Povacao und zuletzt in Ponta do Sol) in das bunte Treiben hinein.

Aber es ist alles gut abgesprochen, das herzliche Willkommen im Curral, und die gemeinsame Freude auf „den kleinen Jakobsweg“ tun einfach gut und lassen mich die etwas umständliche Heimfahrt auch genießen.

Auf dem Rückweg gehe ich noch in die kleine Bar von Carlas Familie um mit ihnen den Abend abzusprechen, den ich bei ihnen für die Tour vorgesehen habe. Essen, Musik und Tanz  live, direkt mit einer Familie zusammen.  Sie sind schon richtig aufgeregt, ob es ihnen wohl gefallen würde? Da bin ich ziemlich sicher. Dem Wellness-Bummler gefällts aus, er ist auch schon ganz neugierig und aufgeregt. Mit Grogue, kleinen Teigtaschen gut versorgt machen wir uns auf die letzte Etappe den Berg hinauf zur Wohnung.

Mittwoch, den 13.: Testlauf Cha Alfonso

So geht Karnveal auf den Kapverdischen Inseln
So geht Karnveal auf den Kapverdischen Inseln… und ich mittendrin! 🙂

Trotz Aschermittwoch bekommen wir doch noch ein Taxi zum Ausgangspunkt eines wunderbaren Wanderweges, treffen an dessen Ende auf Sr. Candido, der jahrelang unter holländischer Flagge zur See gefahren ist und uns in die Kunst der Schnapsbrennerei einweist und auf die die einzige Likörfabrik der Insel, die aus einheimischen Früchten wundervoll kreative Marmeladen und Liköre herstellt. Die nehme ich auf jeden Fall in mein Programm auf.

Das Beste gegen Muskelkater ist: neben Grogue, tanzen. Da tue ich auch im Gato, leider ohne meinen Lieblingssänger, denn der ist ja noch auf Familienbesuch, wie er mir in Mindelo erzählt hatte.

Donnerstag, den 14.: Ein Valentinstag für mich

Ich nehme einen weiteren Anlauf, einen bestimmten Weg zu finden und zu gehen. Diesmal alleine. Mein kleiner Jakobsweg für mich. Ich werde mit Hinweisen auf den richtigen Weg gut begleitet und führt mich durch nette Dörfer und einsame Täler, wo mir doch schon ein wenig mulmig ist, so einsam wie es da ist.

Begegnung der dritten Art... :-)
Begegnung der dritten Art… 🙂

Aber alles geht gut und ich genieße zauberhafte Ausblicke. Ein Fitnesstraining auf mehreren Ebenen für mich bevor es nächste Woche richtig losgeht.

Staubig, verschwitzt und zufrieden gehe ich noch bei Teresa vorbei. Müde sitzt sie an ihrem Tisch und wartet auf Gäste. Es ist nicht einfach hier als Ausländer zu leben und ein Geschäft zu betreiben. Die Uhren ticken hier schon ziemlich anders. Ich biete ihr den Schlüssel zu meiner Wohnung an, dass sie sich einfach mal eine Auszeit gönnen kann. Schließlich ist es ihr Haus und sie hatte es gebaut, um selbst mit ihrem damaligen Mann da zu wohnen. Aber auch Sonne und Palmen können Scherben nicht kitten.

Sie nimmt mein Angebot mit einem kleinen versuchten Lächeln an.

Passend zur Beendigung der Dusche und der Wäsche fällt der Strom und somit das Wasser aus. Gute Nacht.

Freitag, den 15.: Sammlung

Hausfrauentätigkeiten und Kofferpacken. Viele Erinnerungen an vorherige Reisen. Bin ich genug gerüstet? Klar, schließlich sind wir auf den Kapverden, da läuft es sowieso meist anders, als man denkt. Letztes treibenlassen am Hafen und wieder 100 schönste Wellen gefunden, meine Lieblingsbeschäftigung.

Samstag, den 16.: Die Reise beginnt

Letzte Eindrücke vom Karneval, bevor die Reise beginnt...
Letzte Eindrücke vom Karneval, bevor die Reise beginnt…

Carla steht am Hafen, denn wir wollen die TeilnehmerInnen gemeinsam abholen. Sie freut sich, war sie das letzte Mal vor 4 Jahren in Mindelo. So mache ich, die Deutsche mit der Kapverdianerin von der Nachbarinsel eine kleine Sightseeingtour und erlebe auch die Stadt wieder ein wenig neu. Noch ist Zeit, Lino zu besuchen, einen Bekannten, den ich über eine Freundin kennen gelernt habe, die mit einem Kapverdianer verheiratet war und nach Mindelo ziehen wollte. In das Heimatland ihres nach langer Krankheit verstorbenen Mannes. Sie wollte uns ein Teil der Reise begleiten. Dazu kommt es leider nicht, denn sie wurde kurz vor Weihnachten tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Für uns alle ein großes Rätsel. Für Lino auch, und so trauern wir beide über eine liebe Person und um einen unrealisierten Traum. So schnell kann es gehen. Das wird mich und auch meine Gäste immer mal wieder auf der Reise beschäftigen. Leben, wann, wenn nicht jetzt.

Schließlich ist es Zeit zum Flughafen zu fahren und die Aufregung steigt, wer wird es sein?

Gerade die Richtigen! Wir freuen uns alle und nach einer kurzen Pause bummeln wir durch das Städtchen. Es ist so schön, meine Begeisterung geteilt zu sehen. Nach einem anregenden Abendessen im Chave geht es früh zu Bett. Carla (und ihr Projekt) hat im Sturm alle Herzen erobert.  Nicht nur, Wie schön!

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Ihr wollt wissen wie meine aufregende Reise – auf dem kleinen Jakobsweg – weiter geht? Dann lest hier in den nächsten Tagen Teil 3 meiner Reise zu den Kapverdischen Inseln. Ich bedanke mich schon mal ganz herzlich bei meiner Patin Dagmar für den interessanten Bericht, die vielen tollen Bilder und die wahsinnig tollen Eindrücke. Ich vermisse die Inseln jetzt schon.

Wer ebenfalls Laptop & Co. spenden bzw. zur Verfügung stellen möchte, der kann sich natürlich auch direkt bei meiner Patin Dagmar melden.

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Meine Reise zu den Kapverdischen Inseln könnt ihr hier komplett verfolgen – insgesamt berichte ich von meiner aufregenden Reise in mehreren Teilen:

Erschienen in: Afrika, Kapverdische Inseln

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Taschenpate

Beitrag eines Taschenpaten

Reisefreudiger Taschenpate berichtet von seinen gemeinsamen Urlaubserlebnissen mit dem Wellness-Bummler.

Wir bedanken uns für die Patenschaft und Reisebegleitung bei Dagmar Thiel.

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