Wellness Bummler

Der Reiseblog mit individuellen Reiseberichten und Erlebnisse - mit Wellnessfaktor - rund um die Welt

Und weiter geht die Reise entlang der Cote d‘Azur

Cowboys, Wein und viele kulinarische Genüsse an der Cote d‘Azur in Frankreich

Bewundernswert: Die Cowboys der Camargue

Bewundernswert: Die Cowboys der Camargue

Nach einer ziemlich kurzen Nacht in einem kuscheligen Mobile Home des Campingplatzes Clos du Rhone-Sunelia in Saintes Maries des la Mer und einem aus knusprigem Baguette und warmen Croissants bestehenden Frühstück ging es auch schon nach La Barben in den dortigen Zoo. Mobile Homes sind übrigens komfortable Hütten auf Camingplätzen, die mit Sanitäreinrichtungen, Küchenzeile, Aufenthaltsraum und Schlafzimmern ausgestattet sind. Damit lässt sich das Campingplatz-Feeling sehr bequem erleben – ganz ohne Wohnwagen oder gar Zelt. Einziges Manko der Mobile Homes: Sie sind nicht besonders gut isoliert und dementsprechend kühl ist es am Morgen, wenn draußen die Temperatur über Nacht gefallen ist.

Das Chateu de la Barben: wunderschön

Das Chateu de la Barben: wunderschön

Schloss und Insel

Für eine ausführliche Besichtigung des Zoos war leider keine Zeit, aber trotzdem schaffte ich es, einen Blick auf die unglaublich süßen Wüstenfüchse zu werfen, auf die aus einem Versuchslabor geretteten Schimpansen, auf die schlaksigen Giraffenbabies und auf eines der vor sich hin dösenden Hippos. Direkt neben dem Zoo thront das Chateau de la Barben, von dessen Terrasse aus man einen wunderbaren Blick auf die Landschaft hat und wo wir eines der typischen Desserts der Gegend verköstigten: „Creme Mousseline“, eine Art Vanille-Butter-Creme, garniert mit Beeren und Meringue.
Gestärkt ging es weiter in das Städtchen Brusc, wo wir im Hafen die Fähre zu der „Ile des Embiez“ bestiegen. Die ist eine von den beiden Paul-Richard-Inseln („Iles Paul Richard“ auf französisch). Der international bekannte Spirituosenhersteller Paul Richard hatte die zwei Inseln einst gekauft, damit seine Angestellten darauf Urlaub machen könnten. Und zumindest die Ille des Embiez ist auf jeden Fall eine oder mehrere Reisen wert, wie ich nun aus eigener Erfahrung sagen kann: Steilküsten wechseln sich mit Sandstränden ab, breite Promenaden laden zum Flanieren und Cafes zum Entspannen ein, Autos gibt es kaum und für Sportfans bietet sich eine Wanderung zu den saftig grünen Hängen der Insel an, von wo aus man einen atemberaubenden Blick aufs Mittelmeer genießt.
Dann war es auch schon Zeit für den Check-in auf dem Campingplatz „Mas de Pierredon“, der mit schicken, geräumigen Mobile Homes, einem großzügigen Pool und einem eleganten Restaurant aufwartete. Einziges Manko: der Geräuschpegel. Der ständige Straßenlärm schaffte es zwar nicht, mich in meiner Erschöpfung wach zu halten, kann bei der Urlaubsentspannung aber durchaus störend sein. Die Errichtung einer Lärmschutzwand ist zwar geplant, der Bau wird aber vermutlich nicht vor 2018 beginnen.

Giraffenbabies im Zoo – wer fühlt sich da nicht wohl?

Giraffenbabies im Zoo – wer fühlt sich da nicht wohl?

Frankreich: Wein und Strand

Mein dritter Tag an der Cote d’Azur stand nun endlich im Zeichen von genau den zwei Dingen, die für für diesen Teil Frankreichs am typischsten sind: Wein und Strände.

Traumausblick von der Ile des Embiez

Traumausblick von der Ile des Embiez

Erst besichtigten wir das Weingut „Chateau Leube“, wo ich bei den gigantischen Weinpressen das Gefühl hatte, schon allein vom Geruch des reifenden Rebensaftes betrunken zu werden, und dann den ersten Rotwein kostete, bei dem auch ich als bekennender Weißweinfan mir vorstellen könnte, ihn öfter zu trinken. Und danach genoss ich die Sonne der französischen Riviera am Strand „Pelletier“ nahe La Londes les Maures. Vom Meerwasser wurde mir zwar schon beim Zeheneintauchen ein bisschen kalt, aber beim Spaziergang nach Westen bis zum Strand „l’Argentiere“ kam ich dann gleich wieder ins Schwitzen.

So wird er also gemacht, der Rebensaft…

So wird er also gemacht, der Rebensaft…

Absolut sehenswert fand ich dabei nicht nur die Segelschiffe, die so malerisch auf dem glitzerblauen Meer schwebten, sondern vor allem auch das Publikum, das sich in der französischen Sonne bräunte. Denn abgesehen von den klassischen Touristen entdeckte ich da auch genau jene Sonnenanbeter, das ich mir auf den Stränden der Cote d’Azur vorgestellt habe: Gruppen von eleganten älteren Damen, die sich in bunten Bikinis und Sarongs in ihren Liegestühlen rekelten, Frauen jeden Alters, die sich die Sonne auf den blanken Busen scheinen ließen und greise französische Paare, die aus dem Baumschatten heraus händchenhaltend und einträchtig in die Wellen starrten.

Wellnessmoment an einem der Cote d’Azur-Strände

Wellnessmoment an einem der Cote d’Azur-Strände

Cote d‘Azur: Paradies für Gourmets

Eine kleine Pause legten wir in dem Strandcafe „La Plague“ ein, wo uns eiskalte Getränke und köstlicher Kuchen erwarteten. Dass die Zutaten dafür fast ausschließlich aus der Region und von den besten Produzenten stammen, die die Bäcker des Cafes finden konnten, war deutlich zu schmeckten. Ich denke zum Beispiel nicht, dass ich schon mal etwas gegessen habe, das stärker nach Pistazie geschmeckt hat als der Pistazienkuchen dort – einschließlich ganzer Pistazien.

Wunderschön, so eine Verschnaufpause am Strand

Wunderschön, so eine Verschnaufpause am Strand

Aber der wahre Höhepunkt des Tages startete erst um acht Uhr Abends, als wir, angetan mit schicken Dinneroutfits, wieder zurück zum Strand fuhren, um im „L’Hemingway“ zu Abend zu essen. Das L’Hemingway befindet sich direkt am Meer, erinnert an eine Kreuzung aus thailändischem Strandlokal und Restaurant aus 1001 Nacht und beschäftigt offenbar nur Köche, die sehr genau wissen, was sie da so zusammenrühren. Das Menü (Sektcocktail als Aperetiv, gefüllte Teigröllchen als Vorspeise, Rindereintopf bzw. Gemüsecurry für mich und hausgemachtes Vanilleeis, Schoko-Haselnuss-Stangen und Obstsalat als Nachspeise) war ausgezeichnet, ebenso der Rose-Wein und der Service sowieso – das Lagerfeuer am Strand nahe unserem Tisch war da nur noch das Tüpfchen auf dem i.

Abendessen im L‘Hemingway

Abendessen im L‘Hemingway

Was bisher auf unserer Genussreise an die Cote d’Azur geschah…

Kennt Ihr Frankreich?

Auf unseren Reisen haben wir schon einige schöne Ecken unseres Nachbarlandes Frankreich entdecken können.

 

Erschienen in: Europa, Frankreich

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Rafaela Khodai

Hier schreibt Rafaela Khodai

Rafaela Khodai ist leidenschaftliche Welten- und Wellness-Bummlerin, hat bis auf Australien schon alle Kontinente bereist und fährt ungerne zweimal ins gleiche Hotel. Sie studiert Journalismus und arbeitet als Texterin, Lektorin, Journalistin und Bloggerin. Ihre Spezialgebiete: Selbst organisierte abenteuerliche Individualreisen, gesunde vegetarische Ernährung und Gewichtsmanagement.

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