Wellness Bummler

Der Reiseblog mit individuellen Reiseberichten und Erlebnisse - mit Wellnessfaktor - rund um die Welt

Auf Flip Flops durch die Falkenschlucht…

…naja fast auf alle Fälle, denn ich dachte schon, dass ich den Weg durch die Schlucht vielleicht gar nicht antreten könnte. Denn tatsächlich hatte ich mir durch die #BloggerPilgern Kilometer an den Vortagen die ein oder andere Blase am Fuss gelaufen. Daher wurden die blasengepeinigten Zehen gut in Blasenpflaster verpackt und meinen Fußmarsch bis zum Eingang der Schlucht (ca. 1 Stunde Fußweg) trat ich dann tatsächlich auf Flip Flops an. Ebenso wie die Strecke nach der Schlucht, die dann ungefähr auch noch einmal rund 3 Stunden in Anspruch nahm. Durch die Schlucht selber habe ich aber meine Reiseblogger-Zähne zusammengebissen, mich noch einmal in die Wanderschuhe gequetscht und los ging es…

Der Weg führt über Pfade, Felsen und auch Flüsschen müßen überquert werden
Der Weg führt über Pfade, Felsen und auch Flüsschen müßen überquert werden

Der Weg durch die Falkenschlucht

…und ich kann euch sagen. Es hat sich so etwas von gelohnt. Wer in der Region Mostviertel in Österreich unterwegs ist, sei es nun zum Wandern, Pilgern oder einer anderen Art von Urlaub oder Reise, der sollte sich gutes Schuhwerk anziehen und diese wirklich landschaftlich wunderschöne Sehenswürdigkeit erkunden, zum Teil übrigens auch erklettern und erwandern.

Verlassene Häuser auf dem Weg zur Schlucht
Verlassene Häuser auf dem Weg zur Schlucht

Die Falkenschlucht liegt im österreichischen Mostviertel, südlich vom Ort Türnitz. Schon der Fußweg bis zum Eingang der Schlucht ist wirklich wunderschön. Links und rechts Wald, hier und da mal eine verlassende Hütte, steile Bergwände, die gen Himmel ragen und klare Bächlein und Flüße, worin sogar die Fische vom Ufer aus klar und deutlich zu sehen sind. Direkt vor dem Eingang der Schlucht war dann tatsächlich noch einmal eine kleine Bude platziert. Hier wurden Getränke und Kuchen verkauft. Hier stärkten wir uns also noch einmal und dann führte uns der Weg direkt, durch einen schmalen Felsvorsprung und einen Steg, in die Schlucht.

Eingang in die landschaftlich wunderschöne Falkenschlucht
Eingang in die landschaftlich wunderschöne Falkenschlucht

Die Schlucht ist übrigens nicht immer geöffnet. Im Winter oder auch bei schlechtem Wetter wäre ein Durchgang zu gefährlich und daher ist sie dann geschlossen. Doch wir hatten Glück. An unserem Schluchten-Pilger-Tag war es nicht zu warm und nicht zu kalt. Es war trocken und zwischendurch strahlte immer wieder die Sonne vom Himmel. Sollte die Schlucht aber tatsächlich mal geschlossen sein, gibt es auch einen Alternativweg (über die Forststraße).

Der Weg durch die Schlucht
Der Weg durch die Schlucht

Die Länge der Falkenschlucht beträgt übrigens nur rund 600 Meter. Doch durch die schmalen Pfade, kleine Kletteraktionen, Flüßchenüberquerungen, Stegüberwanderung (abenteuerlicherweise dürfen über die Stege auch immer nur einzelne Personen gehen) etc. beträgt die Gehzeit durch die Schlucht rund 45 Minuten. Der Weg durch die Schlucht ist wirklich wunderschön und sehr abwechselungsreich, die Felswände links und rechts reichen bis zu 100 Meter empor. Ich bin ja schon nicht so groß, doch hier kommt man sich wirklich plötzlich mehr als klein vor. 😉

Abenteuerliche Wege durch die Schlucht
Zum Teil sehr abenteuerliche Wege führen durch die Schlucht

 

Weg über die Stege durch die Falkenschlucht
Weg über die Stege durch die Falkenschlucht

Ich bin kein Pflanzenkundler, doch in der Schlucht gibt es wohl auch ein paar sehr seltene Pflanzen, wie z.B. die Mondviole oder den Hirschzungenfarn. Der Weg durch die Schlucht ist gut zu schaffen, auch wenn ab und zu doch schon etwas geklettert werden muß. Daher ist mein Rat für z.B. wandernde Familien, dass die Kinder nicht mehr zu klein sein sollten.

Wir fühlen uns ganz klein beim Gang durch die landschaftlich schöne Falkenschlucht - doch spüren wir auch die Kraftplätze?
Wir fühlen uns ganz klein beim Gang durch die landschaftlich schöne Falkenschlucht – doch spüren wir auch die Kraftplätze?

Eine Legende gibt es übrigens auch zu der Gegend rund um die Falkenschlucht. Diese besagt, hier gibt es drei druidische, magische Kreise. Die man auch beim Durchwandern körperlich spüren soll. Wir gestehen wir haben offensichtlich nichts gespürt… doch wer weiß, vielleicht war es grad doch einer der Kraftkreise, der mir die Kraft gegeben hat, trotz schmerzender Blasen an den Füßen, den Weg durch die Schlucht zu meistern. 🙂

Der Weg hinauf... nach der Falkenschlucht
Der Weg hinauf… nach der Falkenschlucht

Von der Falkenschlucht auf die Ebenbaueralm

Nach der Schlucht schlüpfte ich umgehend wieder aus meinem Wanderschuhwerk und vollendete die restlichen Kilometer des Tages auf Flip Flops um meinen geschundenen Füßen Luft zu gönnen. 😉 Landschaftlich ging es wunderschön weiter. Bergauf, bergauf… übrigens… so schafften wir an diesem Tag auch einen echten Berg mit über 1.100 Höhenmetern (lest dazu auch ruhig mal mein norddeutsch-österreichisches Sprachbarrieren-Berg-Mißverständnis – den Link findet ihr am Ende dieses Beitrages).

Auf der Alm angekommen... der Abstieg nach Annaberg beginnt...
Auf der Alm angekommen… der Abstieg nach Annaberg beginnt…

Insgesamt haben wir an diesem Tag „nur“ rund 15 Kilometer zurückgelegt – unser Tagesziel war Annaberg. Doch die Strecke war an diesem Tag sehr abwechselungsreich und zum Teil eben auch doch sehr anspruchsvoll. Eine wirklich schöne und interssante Route, die sich natürlich auch gut für Wandertouren ausserhalb von Pilgerreisen eignet.

Tagesendspurt auf der Ebenbaueralm
Tagesendspurt in Richtung Ebenbaueralm

 

Schutz vor Sonne oder Regentropfen...? Das weiß nur der Oli mit dem "wilden" Schirm
Schutz vor Sonne oder Regentropfen…? Das weiß nur der Oli (vom weltreiseforum.com) mit dem „wilden“ Schirm 😉

“Ich bedanke mich bei Mostviertel-Tourismus für die Einladung zum #BloggerPilgern, für die tolle Planung und für diese bemerkenswerte Erfahrung. Weitere touristische Informationen zum Pilgern im Mostviertel: HIER.

___

Was ich noch beim Pilgern im Mostviertel erlebt und gefühlt habe:

Erschienen in: Europa, Österreich, Wellness-Bummler Ausflugs-Tipps

Schlagwörter: , , , , , , ,
Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

Kommentar schreiben

Wir freuen uns über rege Beteiligung unserer Leser

Kommentare

Zu Besuch im Lebkuchen-Spa in der Erlebzelterei am 17. Juli 2014 um 14:32 Uhr

[…] Pilgern durch die Falkenschlucht […]

Wie ist das Pilgern auf der Via Sacra? Teil 4: Falkenschlucht bis Annaberg | TravellerblogTravellerblog am 22. Juli 2014 um 07:31 Uhr

[…] Elena Monika Tanja […]

Vorbereitung auf eine besondere Pilgerreise am 24. Juli 2014 um 13:37 Uhr

[…] #BloggerPilgern – …und warum das auch mal in Flip Flops geht […]

#BloggerPilgern auf dem Via Sacra in Niederösterreich am 29. Juli 2014 um 10:47 Uhr

[…] Warum ich plötzlich auf Flip Flops gepilgert bin […]

Süße Pilgerträume in Pilgerhotels auf der Via Sacra am 2. August 2014 um 15:16 Uhr

[…] Die interessanteste Pilgeretappe […]

#MetropoleKannJeder – Baden bei Wien am 19. Juli 2015 um 10:36 Uhr

[…] Auf Flip Flops durch die Falkenschlucht […]