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Spaziergang durch Rom – Vom Piazza Venezia bis zur Spanischen Treppe

Anfang 2014 war ich für ein paar Tage in Rom. Eine wirklich überwältigende Stadt, für die ein paar Tage (bei mir waren es vier Tage) einfach nich ausreichen, um alles zu sehen. Das was ich gesehen und erlebt habe, möchte ich euch aber in meinen Artikeln hier auf alle Fälle nicht vorenthalten.

Spaziergang durch Rom – Monte Capitolino, Forum Romanum und Blick über Rom

Wie ich bereits in einem meiner letzten Artikel berichtet habe, ist Rom eine Stadt, die unbedingt zu Fuß erkundet werden muß. Wir haben viel gesehen, doch nicht alles und so sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass wohl selbst ein echter Römer in einem stattlichen Alter, die Stadt noch nicht komplett erkundet hat. Unsere Erkundungstour begann an unserem letzten kompletten Tag in Rom mit einer Busfahrt. Wir stiegen in der Nähe unseres Hotels in einen Bus und fuhren einfach mal los in Richtung Zentrum. Unterhalb des Kapitolplatzes stiegen wir aus, um in einen kleinen Cafe zu frühstücken, so gestärkt, konnte unsere Tour – die Stufen zum Kapitolplatz hoch – beginnen. Denn dieser Platz befindet sich oberhalb des Haupthügels von Rom.

Nachstellung unseres ganz persönlichen Kunstwerkes
Nachstellung unseres ganz persönlichen Kunstwerkes… inspiriert durch die Historie des Kapitolplatzs 🙂

Man nimmt an, dass der Senatorenpalast auf diesem Platz z.B. nach den Plänen von Michelangelo errichtet wurde. Auch die Treppe, die wir empor gestiegen sind, wurde von Michelangelo entworfen. Wenn man auf die Rückseite des Platzes geht, kann man wieder über das historische Forum Romanum blicken.

Blick auf der Rückseite des Kapitolplatzes auf das Forum
Blick auf der Rückseite des Kapitolplatzes auf das Forum

Wir erkundeten den Platz etwas und stiegen zum Schluss auch ein paar Treppen empor und standen plötzlich auf einem Balkon mit einem wirklich sehr schönen Blick über Rom. Wir konnten weit in sämtliche Richtungen blicken und so entdeckten wir auch wieder die verschiedenen Wahrzeichen, wie z.B. in der Ferne den Vatikan.

Blick über Rom vom Balkon am Kapitolplatz
Blick über Rom vom Balkon am Kapitolplatz

Unsere (zugegeben, an diesem Tag, etwas verpeilte) Tour ging weiter. Wir ließen uns einfach vom Strom der Menschen leiten. So entdeckten wir eine Tür, die ganz versteckt auf der Seite des Balkons lag. Wir schritten hindurch und standen plötzlich in einer Art Museum. Es war wohl das Museo di Palazzo Venezia (was wir zum Zeitpunkt des Betretens aber noch nicht wußten, denn ehrlich gesagt, wußten wir nicht so ganz genau, wie wir da hingekommen sind und wo wir uns grad genau befinden). Der offizielle Weg war das hier bestimmt nicht, denn wir standen ja nun schon einmal mitten drin. Trotzdem genossen wir den Rest unserer kleinen Tour durch das Museum.

Der Weg führte uns auch irgendwann wieder hinaus auf einen weiteren Balkon mit Blick über Rom. Wo wir genau waren, wußten wir zu diesem Zeitpunkt aber immer noch nicht.

Seitlicher Blick auf die Imperiale Gedenkstätte für König Emanuelle II den den Helden des Risorgimento
Seitlicher Blick auf die Imperiale Gedenkstätte für König Emanuelle II den den Helden des Risorgimento

Erst als wir um die nächste Ecke bogen, wurde uns folgendes Bild geboten. Irgendwie sind wir vom Kapitolplatz auf Umwegen und unterirdischen Musumsgängen & Co. wohl auf dem Venezianischem Platz gelandet. Den kannten wir schon, aber eben immer aus der anderen Perspektive. Nämlich vom „Draufgucken“. 🙂

Wachwechsel am Piazza Venezia
Wachwechsel am Piazza Venezia

Da standen wir nun also auf dem Platz vor dem Palazzo Venezia. Übrigens, früher war das auch mal der Sitz von Mussolini, der auch vom Balkon seine Amtsreden geschmettert hat. Und wie der Zufall es wollte, waren wir genau pünklich zum stündlich statt findenden Wachwechsel. Daher war hier auch schon wieder eine Menge los.

Spaziergang durch Rom – Auf gehts zur Spanischen Treppe

Unser nächstes Ziel an diesem Tag war dann die Spanische Treppe. Natürlich kamen wir auf unserem Weg dahin auch mal wieder an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei, die wir so fleissig auch schon in den letzten Tagen erkundet hatten. Unser Weg zur Spanischen Treppe führte uns erst einmal hinauf auf eine andere Treppe, zu einem besonderen Platz.

Blick über Rom
Blick über Rom

Hier saßen ein paar Straßenkünstler. Wer Lust hatte konnte sich hier z.B. zeichnen lassen. Mit Blick über Rom. Hinter dem Platz ragt (mal wieder) eine Kirche auf. Die S. Trinitá dei Monti und gleich daneben die bekannte Villa Medici. Wer die Straße dann weiter geht, so wie wir, kommt zu einem wirklich sehr schönen Park. In diesem Park steht auch die Villa Borghese. Hier legten wir auch erst einmal eine Pause ein, um uns mit einer kleinen „italienischen“ Köstlichkeit zu stärken.

Stärkung auf italienisch
Stärkung auf italienisch

Danach traten wir dann den Weg zurück zum Platz mit den Künstlern, oberhalb der Spanischen Treppe, an. Leider hatte ein kleiner Nieselregen begonnen. Doch kalt war es, trotz Anfang Januar, immer noch nicht. Die zahlreichen Straßenverkäufer, die vorher Rosen oder Souveniers verkauft hatten, reagierten auf den einsetzenden Regen „blitzschnell“ mit dem Verkauf von Regenschirmen. Gefühlt wurden wir für den Rest des Tages rund 1.000 gefragt, ob wir nicht einen kaufen möchten. Doch als altes Nordlicht, ist so ein wenig Niesel doch noch kein Regen! 😉

Auf der Spanischen Treppe
Auf der Spanischen Treppe

Nun schritten auch wir die berühmt-bekannten Stufen der Treppe hinab. Unterhalb der Treppe befindet sich dann der Piazza di Spagna mit seinem Brunnen Fontana della Barcaccia. Von hier aus bummelten wir, für den Rest des Tages, einfach ein wenig durch die Straßen und Gassen von Rom. Denn genau gegenüber des Piazza di Spagna beginnt z.B. die bekannte Via Condetti, die zum Corso führt. Wir ließen uns einfach etwas treiben und inspirieren, denn wie bereits gesagt, Rom ist einfach wunderschön und es gibt so viel zu entdecken, dass es sich auch lohnt, einfach mal drauf los zu laufen.

Entdeckung im Park
Entdeckung im Park oberhalb der Spanischen Treppe

Als kleine Zusammenfassung und Überraschung haben wir von unseren ganzen Spaziergängen durch Rom auch einfach mal eine kleine, knackige Zusammenfassung mit einigen Eindrücken gefilmt. Hier könnt ihr auch noch einmal meine Eindrücke aus dem Vatikan sehen, an der Fontana di Trevi und auch der oben beschriebene Wachwechsel ist auf dem Video zu entdecken. Viel Spaß damit. 🙂

Längst haben wir Rom wieder verlassen, doch wir haben uns ein Versprechen gegeben, wir werden nämlich garantiert wieder in diese Stadt kommen. Wie sollte es auch anders sein, haben wir doch eine Münze in die Fontana di Trevi geworfen. 😉 Und ein solcher Münzwurf soll doch besagen, dass der Werfer wieder in die Stadt kommt.

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Rückblick auf meine bisherigen Spaziergänge durch Rom:

Erschienen in: Europa, Italien

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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Kommentare

Alexander am 3. März 2014 um 11:13 Uhr

Ich war vor drei Jahren für eine Woche in Rom und war bzw. bin einfach nur begeistert von dieser Stadt. Kaum ein anderer Ort an dem ich bisher war, hat so viele Eindrücke hinterlassen. Hier spürt man tatsächlich Teile der Weltgeschichte. Genau genommen kann man sagen, dass Rom ein riesiges Museum ist, in dem Menschen leben. Darüber hinaus kann ich nur bestätigen, dass einige Tage oder auch eine Woche nicht ausreichen, um Alles zu sehen, zu erfassen und zu begreifen. Zumal ich dabei nur von der Stadt Rom und nicht vom Umland rede. Wahrscheinlich würden auch vier Wochen nicht ausreichen, um einen klaren detaillierten Blick zu bekommen.

Tanja Klindworth am 3. März 2014 um 15:39 Uhr

Hallo Alexander, vielen Dank für deinen Kommentar. Es stimmt… Rom ist so fantastisch. Ehrlich gesagt, wußten wir fast auch gar nicht womit wir anfangen und womit wir aufhören sollten bei unseren Touren. Alles ist so sehenswert und wie du schon sagst, wenn man sich bewußt macht, was hier für eine „Geschicht“ statt gefunden hat, dann ist es schon fast ein wenig unvorstellbar und nicht einfach zu erfassen. Daher wird Rom uns bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen haben. 🙂

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