Wellness Bummler

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Letzter Teil meiner Trekking Tour in Nepal

Hinab in die Wärme. Ein wunderschöner Satz, den man noch viel mehr zu schätzen weiß, wenn man sich auf Trekking Tour in Nepal befindet. So schön es hier ist, so kalt ist es in den letzten Tagen auch gewesen.

Reiseblogger Trekking Tour in Nepal
Ein Traum, meine Trekking Tour in Nepal

28. März
Heute geht es hinab in die Wärme.

Unser Etappenziel Jhinu Danda liegt auf sonnigen 1780 m und verfügt zudem noch über warme Quellen. Das klingt in unseren Ohren äußerst verlockend, denn es hört sich nach Wellness an. Bis dahin haben wir eine Gehzeit von 6 Stunden und zahlreiche Abstiegsmeter zu bewältigen.

An dicken Bambuspflanzen vorbei hüpfen wir geradezu hinab nach Bamboo, das einen äußerst verschlafenen Eindruck macht. Wir sausen weiter hinab und dann in leichtem Auf und Ab nach Sinuwa. Hier lädt eine Sonnenterrasse zur Lunchpause. Der Garten ist eine blütenreiche Oase und unsere Blicke schweifen über den Modi Khola bis nach Ghandruk hinüber. Sinuwa befindet sich in einer phantastischen Logenlage und wir kosten die Pause so richtig aus. Auf der Terrasse hängt im Schatten ein großer Korb, reichlich mit Decken gefüllt und als Schlafstatt für die jüngste Tochter des Hauses gedacht. Das sieht urgemütlich aus.

Dal Bhat schmeckt jedes Mal anders

Hier sind sie wahrliche Meister des Gerichts und wir nehmen alle einen ordentlichen Nachschlag. Die Kalorienzufuhr können wir brauchen, steht doch ein kräftiger Gegenanstieg nach Chhomrong auf dem Nachmittagsprogramm. Der Abstieg an die Brücke geht rasch, der Aufstieg auf der anderen Flussseite zieht sich zäh in die Länge. Chhomrongs Steilhänge verlangen uns einiges ab. Aber bistari bistari – langsam langsam und irgendwann sind wir oben. Hinter uns schieben sich schwarze Wolken in die engen Täler. Wir sind froh, die hohen Berge hinter uns zu lassen und der Sonne entgegen zu wandern.

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Reiseblogger-Blick

Endlose Steinstufen führen uns nach Jhinu hinab

Ich spüre wie meine Knie rebellieren. Kein Wunder, dass sie für heute genug haben. Unser Ziel ist eine Lodge, die direkt auf einem Kamm liegt und in alle Richtungen einen phantastischen Blick bietet. Rishi hat mal wieder treffsicher ‚the best hotel in town‘ gewählt.

Wir machen es uns kurz bei einer Tasse Tee bequem und dann geht es ab zu den heißen Quellen. Nur wenige Meter vom Modi Khola entfernt entspringen die Quellen. Das warme Wasser wird in große Steinbassins geleitet, die reichlich Platz für die Trekker bieten. Eine einfache Umkleidekabine sowie eine warme Dusche gibt es auch – hier ist wirklich für alles gesorgt. Wir genießen die Wärme, die Muskeln entspannen sich und der ein oder andere Plausch mit unseren spanischen Wellness-Nachbarn lässt die Zeit verfliegen. Bevor es dunkel wird machen wir uns an den Rückweg.
29. März
Die warme Morgenluft gibt mir das Gefühl von Sommer. Meine dicke Daunenjacke kann ich nun endgültig im großen Rucksack verstauen. Shirt, Kappe und Sonnenbrille kommen zum Einsatz. Wir wandern an grünen Getreidefeldern und einfachen Bauernhöfen vorbei, die Kinder strecken sich auf Bambusmatten der Morgensonne entgegen. Sie scheinen schulfrei zu haben und überholen uns wenig später auf dem Weg Richtung Fluss. Etliche Porter steigen langsam mit Körben voll Bananen, Äpfeln, Eiern, Blumenkohl und anderen Leckereien bergwärts. Die Hitze macht ihnen zu schaffen und so rasten sie immer wieder im Schatten. Sie freuen sich über ein paar Nüsse, die wir ihnen reichen.
Über die New Bridge queren wir auf die Ostseite des Modi Kohla und steigen nun nach Landruk auf. Teils laufen wir auf einer Piste, die ab und an von einem Jeep oder einem gefährlich schaukelnden Kleinbus befahren wird. Wir passieren einige kleine Dörfer, die nun über die Piste halbwegs gut erreichbar sind. Für die kleinen Getreide- und Gemüsebauern ist das sicher ein erheblicher Vorteil. Und die Kinder kommen leichter in die Schule. Da nimmt man doch gern mal eine kleine Wanderstrecke auf einer Straße in Kauf.
Nach einer langen Lunchpause verlassen wir die Piste und verschwinden erneut in einem dichten Wald. Wir müssen zur Passhöhe Deurali hinauf und finden zum Glück nochmal gut in einen langsamen Aufstiegsschritt. Und irgendwann sind wir oben, blicken auf der anderen Seite in die weite Ebene Richtung Pokhara und werden doch etwas wehmütig.

Morgen endet unser Trek. Mit den Frauen dort halten wir ein Schwätzchen, – wo kommt ihr her, wo geht ihr hin? Sie gratulieren uns zum Trek und wollen noch ihre Deutschkenntnisse erweitern. So lerne ich zwei neue Wörter Nepali und sie werden die nächsten Deutschen mit einem freundlichen ‚alles Gute‘ verabschieden können.
Der Weg wird zu einem Traumpfad zwischen knorrigen Eichen, sanften Sonnenstrahlen und phantastischen Blicken in Annapurna South und Machapuchare. Wir wandern entspannt auf dem Höhenrücken nach Pothana. Unsere Reisehöhe beträgt noch 1600 m. Der Garten unserer Lodge ist eine Wohlfühloase und Tee und Kekse sind schnell serviert. Die Temperaturen sind hier vergleichsweise mild und wir genießen noch lange die idyllische Abendstimmung.

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Der letzte Sonnenaufgang

Ein letztes Mal Sonnenaufgang in den Bergen. Ich bin um halbsechs wach und schleiche mich mit meiner Kamera aus dem Zimmer. Der Garten ist ein idealer Aussichtspunkt auf den Annapurna Gebirgszug. Die Sonne kündigt sich an, Machapuchare gibt nochmal sein Bestes und bietet ein faszinierendes Farbspiel in Orange, Rot, Blau und Grau.
Wir frühstücken im Garten und sagen Farewell zu den Höhen. Langsam trotten wir nach Dhampus Phedi hinab. Dort erwartet uns schon ein Bustaxi und gleich geht es nach Pokhara weiter. Schnell sind wir wieder in unserem gemütlichen Hotel eingecheckt. Doch es hält uns nicht in den Zimmern. Ab an den Phewa See, sitzen, erzählen und einfach die Ruhe genießen in einem der schönen Cafes entlang der Seepromenade. Es kommt Italien-Urlaubsfeeling auf. Mit dem glitzernden See, den nahen Hügeln, den kleinen Ruderbooten sind wir an norditalienische Seen erinnert.

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… interessant…

30. März
Die Busfahrt nach Kathmandu ist gewohnt holprig. Wir sind alle glücklich, als wir das Hotel in Kathmandu erreichen und noch Zeit für einen Tee im Garten haben. Bei einem traditionellen Abendessen lassen wir die vielen Reiseeindrücke noch einmal Revue passieren. Nun heißt es Abschied nehmen. Einige von uns verbringen noch ein paar entspannte Tage in der nahegelegenen Königsstadt Bhaktapur. Die anderen machen sich auf den Heimflug nach Deutschland. Wir sind uns einig: die Wanderung an das Annapurna Basecamp ist ein faszinierendes Trekking-Erlebnis durch eine einzigartige Berglandschaft. Namaste Nepal – bis zum nächsten Mal.

Auch wenn ich es bereits mehrfach gemacht habe, aber mein Dank für diese Reise, die farbenfrohen Bilder und diesen eindrucksvollen Reisebericht gilt der lieben Gudrun. Weitere Ideen zu dieser und vielen anderen tollen Trekking- und Wanderreisen für Frauen gibt es auch auf ihrer Seite alpinkreativ.de

Was bisher geschah….

Erschienen in: Asien, Nepal, Wellness-Bummler Erlebnisse

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Taschenpate

Beitrag eines Taschenpaten

Reisefreudiger Taschenpate berichtet von seinen gemeinsamen Urlaubserlebnissen mit dem Wellness-Bummler.

Wir bedanken uns für die Patenschaft und Reisebegleitung bei Gudrun von alpinkreativ.de.

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Wir freuen uns über rege Beteiligung unserer Leser

Kommentare

Was ist Energetik? am 23. Februar 2015 um 16:27 Uhr

[…] Trecking-Tour durch Nepal […]

Bashu Thapaliya am 11. Januar 2017 um 09:59 Uhr

Vielen Dank für alle nepal trave Informationen. Ist so ein schönes Blog und sehr hilfreich für alle Nepal Reisenden in Zukunft. Auch wenn sie mehr wissen wollen, kann diese Seite auch nützlicher für Nepal Trekking und Tourenplanung. Sie sind ein deutschsprachiger Führer mit langjähriger Erfahrung in Nepal und Tibet seit 1999 bis heute.
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