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Tanger – Stadt der Träume

Strahlend weiße Häuser, breite, saubere Alleen und ein wunderbar blau leuchtendes Meer, bei dem an klaren Tagen am Horizont ein dunkles Landmassiv aufragt: Willkommen in Tanger, dem Luxus-Urlaubsdomestizil der Marokkaner.

Altstadt Tanger
Wunderbares Farbenspiel in Tangers Medina

Ich muss gestehen, bis ich den Namen der Stadt zum ersten Mal im Programm der Marokko-Pressereise gelesen habe, habe ich noch nie etwas davon gehört. Die Google-Bildersuche zeigte fast unwirklich schöne Bilder… Kann eine Stadt echt so hübsch sein?

Nachdem meine Sneakers in den letzten Tagen die überhaupt nicht schmutzigen Straßen jener Stadt, in der sich auch die Sommerresidenz des marokkanischen Königs befindet, gut kennenlernen durften, kann ich jetzt voller Überzeugung sagen: Doch, Tanger ist wirklich so schön… Oder noch ein kleines bisschen schöner? Da ist erst einmal die Umgebung: Wer zum Beispiel der gewundenen Küstenstraße Richtung „Cap Spartel“ folgt, den erwartet hinter jeder Kurve ein weiterer atemberaubend schöner Ausblick. Strahlend blaues Meer, grüne Büsche, zerklüftete Felsen und Sandstrände sorgen für ein einzigartiges Farbenspiel. Am Cap wacht malerisch ein Leuchtturm über der Straße von Gibraltar.

Traumblick aus den Zimmern des Mövenpick Tanger
Traumblick aus den Zimmern des Mövenpick Tanger

Medina mit ganz viel Charme

Und dann ist da Tanger selbst. Während die Stadt Ende der 80er Jahre gerade mal 80000 Einwohner zählte, hat sich die Zahl der Bewohner mittlerweile verdoppelt. Und in den Sommermonaten verdoppelt sie sich gleich noch einmal; denn jeder Marokkaner, der etwas auf sich hält, verbringt seinen Urlaub hier. Entsprechend übervoll sind dann auch die feinen Sandstrände, die breiten Alleen und schmalen Gässchen. Doch Mitte Oktober und bei angenehm milden 25 Grad sind wir zwar bei weitem nicht die einzigen Touristen hier, aber zumindest können wir durch die Medina (Altstadt) schlendern, ohne ständig angerempelt zu werden oder jemandem ins Foto zu laufen. Das ist auch mehr als gut, denn Tangers Medina hat einen ganz wunderbaren Charme, dem Touristenhorden vermutlich alles andere als zuträglich wären. Strahlend weiße Häuser mit knallig blauen Fensterläden, bunte Türen und geheimnisvolle Holztore (hinter einem davon war übrigens ein Schauplatz des neuesten James Bond), enge Gässchen zwischen hohen Häusern und hin und wieder ein paar Treppenstufen rauf oder runter – am liebsten würde ich mich in eines der Cafes setzen und einfach nur schauen, staunen, bewundern. Kurz habe ich Gelegenheit dazu: Auf der Dachterrasse des „Riad La Tangerina“ verspeisen wir köstliche gemüselastige marokkanische Vorspeisen und wahre Berge von Couscous – und müssen aufgrund der schieren Größe der Portionen doch den größten Teil des Essens zurückschicken.

Marokkanischer Couscous: Nationalgericht und Festmahl
Marokkanischer Couscous: Nationalgericht und Festmahl

Promi-Hotspots

Bevor wir ins (auf gut österreichisch) „Fresskoma“ fallen können, führt uns unser Guide weiter in den weitaus geschäftigeren Souk (hier ein ganz herzlicher Dank an Gulliver Voyages – unser Reiseleiter war nicht nur sehr ortskundig, sondern wusste auch zu sämtlichen anderen Bereichen seines Landes spannende Geschichten zu erzählen, ob Kultur, Gesellschaft oder Geschichte). Wir bekämpfen die Mittagsmüdigkeit mit einem „Nous Nous“ (Espresso Macchiatto) und bummeln über den „Platz der Faulen“, wo die Träumer über die Straße von Gibraltar hinüber nach Spanien schauen und Zukunftspläne machen – für morgen oder irgendwann. An der nächsten Straßenecke befindet sich das „Gran Cafe de Paris“, in dem auch Mick Jagger schon Nous Nous und Stärkeres schlürfte, und nur ein paar Schritte weiter ist das Hotel „El Minzah“, das bereits Gäste wie Yves Saint Laurent und Rita Hayworth beherbergte.

Köstliches Tanger

Wir kehren zurück ins „Hotel Mövenpick Tanger“, dessen Zimmer einen wunderbaren Meerblick bieten. Und was mir mindestens ebenso gut gefallen hat: Als Willkommensgruß gibt es köstliches Mandelgebäck und frisches Obst. Schön ist auch das hauseigene Restaurant „Layali“, das wie ein Beduinenzelt gestylt ist. Mit Bauchtänzerinnen, mehr Couscous und gutem marokkanischem Wein beenden wir den Abend. Morgen geht es über Asilah und Rabat weiter nach Casablanca.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Jürgen und Farida vom „Riad La Tangerina“ für die köstliche Verpflegung und an das Hotel Mövenpick Tanger für die schönen Zimmer und natürlich für das opulente Festmahl am Abend.

Zählt das auch zu Afrika…? 🙂

Erschienen in: Afrika, Marokko

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Rafaela Khodai

Hier schreibt Rafaela Khodai

Rafaela Khodai ist leidenschaftliche Welten- und Wellness-Bummlerin, hat bis auf Australien schon alle Kontinente bereist und fährt ungerne zweimal ins gleiche Hotel. Sie studiert Journalismus und arbeitet als Texterin, Lektorin, Journalistin und Bloggerin. Ihre Spezialgebiete: Selbst organisierte abenteuerliche Individualreisen, gesunde vegetarische Ernährung und Gewichtsmanagement.

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