Wellness Bummler

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Auf Flip Flops durch die Hansestadt Bremen

Die alte Hansestadt Bremen hat viel zu bieten. Das durfte ich kürzlich bei einem #bremenerleben Wochenende feststellen. Obwohl ich schon mehrmals in der Stadt an der Weser zu Gast war, konnte ich immer wieder sagen „das wußte ich noch gar nicht“. Wer Lust hat, kann mir nun bei meinem Rundgang durch die Stadt folgen.

Bremer Stadtmusikanten, Schnoor und Böttcherstraße

Von unserem Domizil für unser Wochenende (das Prizeotel Bremen) aus läßt sich die Stadt sehr gut zu Fuß erkunden. Maike von der BTZ hat uns auch vorher verraten „In Bremen kann man alles super zu Fuß erreichen“ und das stimmt wirklich. Vom Hotel aus geht es, an diesem wunderschönen Sommertag (Verwöhntemperaturen, bei strahlendem Sonnenschein, um die 30° Grad) erst einmal durch den Hauptbahnhof.

Überseemuseum beim Hauptbahnhof in Bremen
Überseemuseum beim Hauptbahnhof in Bremen – täglich geöffnet 10 Uhr bis 18 Uhr – Eintrittpsreise ab 2,50 Euro

Von dort steuern wir dann auf die Altstadt zu. Es geht vorbei am Loriotplatz über eine Brücke (ganz früher verlief hier die Stadtgrenze). Von der Brücke aus haben wir einen Blick auf die Windmühle, die noch mitten in der Stadt steht. Das Windrad dreht sich sogar noch. In der Mühle ist heute ein Cafe untergebracht. Dort soll es leckeren Kuchen geben, verrät uns unsere Reiseführerin.

Kaffee-Mühle in Bremen
Kaffee-Mühle in Bremen – täglich geöffnet ab 9.30 Uhr bzw. 12 Uhr (je nach Jahreszeit und Wochentag) bis Thekenschluss

Wir folgten weiter dem „Weg des Viehs“. Denn ursprünglich trieben die Bewohner der Stadt ihre Tiere raus vor die Stadtgrenze, auf die Bürgerweide. Dort verbrachten die Tiere dann den Tag und konnten in Ruhe weiden. Eine Statue mit kleinen und großen Schweinen (die sich übrigens bei sämtlichen Touristen als beliebtes Fotomodell erweisen) weist noch auf diesen altgenutzten „Viehweg“ hin.

Maike von der BTZ zeigt uns den Weg (Karte am Loriotplatz)
Maike von der BTZ zeigt uns den Weg (Karte am Loriotplatz)

Nur wenige Minuten später erreichen wir den Marktplatz mit dem historischen Rathaus, Dom, Roland, alten Fachwerkhäusern und Bremer Stadtmusikanten. Ganz plötzlich fühlt man sich hier wirklich in der Zeit etwas zurückversetzt. Es gibt so viel zu entdecken, so dass wir hier eigentlich Stunden verweilen könnten.

Bremer Stadtmusikanten am Marktplatz
Bremer Stadtmusikanten am Marktplatz

Tipp: Es werden Rathausführungen angeboten und auch den Dom können interessierte Touristen besichtigen. Es besteht sogar die Möglichkeit die 265 Stufen, in den Turm des Domes, hinauf zu steigen. Der St. Petri Dom kann übrigens auf eine über 1.200 Jahre alte Geschichte zurück blicken.

Roland und Rathaus Bremen
Roland und Rathaus Bremen

Rund um das Rathaus gibt es viele Geschichten zu hören. Z.B. das der Original-Kopf des Roland (Stein-Statue auf dem Marktplatz) in einem Museum lagert und das es die Sage gibt, dass unter dem Rathaus noch ein zweiter Roland existiert. Der Roland schaut übrigens auf den Dom und wollte der Kirche, zu damaligen Zeiten zu verstehen geben:

„wir haben es nicht so mit der Kirche und hier hat die Bürgerschaft das Sagen – jawohl“

Daher ging der ursprüngliche Roland wohl auch mehrmals in Flammen auf. Denn zu damaligen Zeiten war der Roland noch aus Holz erbaut.

Rathaus Bremen und Dom zu Bremen
Rathaus Bremen und Dom zu Bremen

 

Fachwerkensemble auf dem Marktplatz Bremen
Fachwerkensemble auf dem Marktplatz Bremen

Wir erfuhren, dass Bremen einen eigenen Weinberg sein Eigen nennt – der allerdings an der Mosel zu finden ist. Also nicht wirklich vor der Haustür. 😉 Aufgrund dieser Tatsache schenkt man in Bremen, besonderen Besuchern der Stadt, auch eine Flasche Wein. Wer Weinliebhaber ist, der bekommt ein paar gute Tropfen im Bremer Ratskeller (ebenfalls zu finden am Marktplatz Bremen). Doch ein „guter Tropfen“ wird in Bremen tatsächlich nicht mehr ausgeschenkt. Denn der gehört mittlerweile zum UNESCO Welterebe. Der Wein stammt aus dem Jahr 1653. Kürzlich bot ein chinesischer Milliardär 150.000 Euro für eine kleine Flasche des Weines. Doch leider ging er leer aus. Denn der Wein darf tatsächlich nicht mehr ausgeschenkt werden.

Auf dem Marktplatz in Bremen
Auf dem Marktplatz in Bremen

Tipp: In der Nähe des Marktplatzes befindet sich auch das Bamberger-Haus – die Volkshochschule von Bremen. In der neunten Etage des Bauwerks befindet eine öffentliche Terrasse. Diese ist die höchstgelegene, öffentliche Terrasse der Hansestadt. Die Terrasse ist während der regulären Öffnungszeiten frei begehbar und sie bietet einen schönen Ausblick über die Stadt. Wer noch mehr will, kann sogar an einer kostenfreien Führung durch das Haus (Dauer ca. 2 Stunden) teilnehmen. Beratung und Anmeldung: Renate Kösling Tel.: 0421 361-59522 oder renate.koesling@vhs-bremen.de

Nach unserem Rundgang über den Marktplatz ging es eine kleine Seitenstraße entlang und schon standen wir vor der berühmten Böttcherstraße. Sie gilt als Kunstwerk und sie ist insgesamt 110 Meter lang.

Am Eingang zur Böttcherstraße
Am Eingang zur Böttcherstraße

Auch in dieser Straße gibt es viel zu entdecken: Gastronomie, Kunsthandwerkerläden, BonBon-Manufaktur, das berühmte Glockenspiel (es läutet in der Zeit vom 1.4. bis 31.12. zwischen 12 Uhr und 18 Uhr immer zur vollen Stunde, das Paula-Modersohn-Museum, der Beweis – dass die Bremer Stadtmusikanten auch tatsächlich in Bremen gelandet sind 😉 u.v.m. Der Bremer Kaffeemann Ludwig Roselius ließ die Straße in einem Stilmix aus Art Deco und Backsteinbauweise umbauen.

Bremer Stadtmusikanten als Brunnenfiguren vor der Bon-Bon-Manufaktur in der Böttcherstraße
Bremer Stadtmusikanten als Brunnenfiguren vor der Bon-Bon-Manufaktur in der Böttcherstraße

Am Eingang zur Böttcherstraße warten die 7 Faulen auf die Besucher der Gasse. Auch hierzu gibt es eine interessante Geschichte. In dem Haus lebte angeblich ein Vater mit seinen sieben Söhnen. Diese sollten sehr faul sein und so beschloss der Vater, die Söhne in die Welt zu schicken, damit sie endlich was lernen. Gesagt, getan… irgendwann kamen die Söhne zurück, doch an der Faulheit hatte sich nichts geändert. Sie waren sogar so faul, dass es ihnen zu anstrengend war, das Wasser von der Wesser hinauf zu tragen. So bauten sie kurzerhand Straßen, Wasserleitungen u.v.m. um sich das Leben zu erleichtern. Somit wurde die Faulheit zur Tugend.

Backsteinhaus (neben dem Glockenspiel) in der Böttcherstraße
Backsteinhaus (neben dem Glockenspiel) in der Böttcherstraße

Von der Böttcherstraße ging es dann hinunter zur Weser an die Schlachte. Hier am Wasser lässt es sich gut einen Tag verbringen. Der Name Schlachte stammt übrigens vom Wort „schlagen“ ab. Hier wurden nämlich Fähle in die Erde gerammt, um die Schiffe „fest zu machen“. Heute ist die Schlachte eine Vergnügungsmeile. Hier gibt es viele kleine Restaurants, Bistros, Kneipen und Cafes. Das Highlight für die Kids ist sicherlich das piratige Pfannkuchen-Schiff.

An der Weser entlang
An der Weser entlang

Von der Schlachte weg führte uns der Weg weiter durch das Schnoorviertel. Kaum zu glauben, dass in den 70er Jahren überlegt wurde, dass Viertel abzureissen und dort moderne Häuser zu errichten. Glücklicherweise ist das nicht passiert und somit ist es heute eines der beliebtestens, touristischen Viertel in Bremen. In den meisten Häusern befinden sich kleine, urige Läden, Restaurants, eines der kleinsten Hotels der Welt (das Hochzeitshaus auf 46 qm) und Cafe’s. Doch auch ein Theater oder das Bremer Geschichtenhaus sind hier angesiedelt.

Im Schnoorviertel
Im Schnoorviertel

Info: Der Eintritt ins Bremer Geschichtenhaus beginnt ab 2,50 Euro. Geöffnet ist täglich ab 11 Uhr bis 18 Uhr (dienstags ab 12 Uhr). Die letzte Führung startet täglich um 17 Uhr.

Auf zur Breminale
Auf zur Breminale – weitere Infos www.breminale.de

Vom Schnoorviertel aus führte uns der Weg wieder runter an die Weser, denn zu unserem Aufenthalt tobte das Alternativfestival „Breminale“ am Bremer Fluss. Hier warteten Zelte mit Musik und Nachwuchsbands, Belustigung für die Kinder (z.B. das Matscheparadies) und unterschiedliche Fressbuden – von der Currywurst bis hin zum Handbrötchen, Bio-Food und vegane Gerichte. Da ist sicherlich für jeden was dabei. Wir hatten vorher nocht nichts von der Breminale gehört und waren wirklich positiv überrascht und begeistert.

Gute Stimmung auf der Breminale
Gute Stimmung auf der Breminale

Am Ende der Breminale, kurz vor dem Westerstadtion, wartet dann ein Fähranleger. Von hier aus läßt es sich gut an den gegenüberliegenden Strand schippern. Dieser Strand gehört zum Cafe Sand und lädt „als Stadtstrand“ zum verweilen, entspannen und sonnen ein.

Mit der Fähre zum Cafe Sand und an den Bremer Stadt-Strand an der Weser
Mit der Fähre zum Cafe Sand und an den Bremer Stadt-Strand an der Weser

 

Blick von der Fähre auf das Westerstadion
Blick von der Fähre auf das Westerstadion

Wir genossen die gute Küche des Cafe Sand und ließen uns bei einem leichten, sommerlichen 3-Gang-Menü, inklusive Wein, verwöhnen. Dabei genossen wir den Blick auf die Weser und auf die gegenüberliegende Breminale, von der auch die musikalische Begleitung, zum Essen, hinüber wehte.

Blick auf die nächtliche Breminale
Blick von der Fähre auf die nächtliche Breminale

Zurück zum Hotel ging es dann via Fähre, kurzer Fußweg bis zur Straßenbahn, mit der wir ein paar Stationen zurücklegten. Dann am Marktplatz in Bremen Umstieg auf den Bus und zum Abschluss noch einmal ein kleiner Fußweg. Übrigens tatsächlich immer noch auf Flip Flops – denn es waren einfach sommerlich, heiße Temperaturen an diesem Wochenende – selbst abends um 23 Uhr knackten wir immer noch die 23° Marke. 😉

Daher entschieden wir uns dann auch noch für einen Absacker – bei lockeren Reiseblogger-Gesprächen – gemeinsam im Hotel.

Fazit: Ich bedanke mich für die Einladung nach Bremen (bei der BTZ) und die interessante Führung (bei Maike) durch die alte Hansestadt. Bremen ist eine wirklich schöne und vielfältige Stadt mit kurzen Wegen und vielen interessanten Sehenswürdigkeiten.

„Liebe Maike, auch wenn ich schon mehrmals in Bremen zu Gast war, so wußte ich viele Dinge, tatsächlich noch nicht. ;-)“

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Weitere Tipps von anderen Reisebloggern für eine Tour durch Bremen:

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Alle Wellness-Bummler-Berichte zum #bremenerleben Wochenende:

Erschienen in: Bremen, Deutschland, Europa, Wellness-Bummler Ausflugs-Tipps

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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Kommentare

BremenErleben am 1. August 2014 um 09:43 Uhr

Ein schöner Bericht! Dass Bremen einen Weinberg hat ist wohl für viele überraschend. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet hier Infos: http://blog.bremen-tourismus.de/ausseneinsatz-bremen-an-der-mosel

Maike am 1. August 2014 um 10:46 Uhr

Siehste, ich hab’s ja gesagt! Der meistverwendete Satz von Brementouristen wurde mal wieder bestätigt. Freut mich, dass es euch gut hier gefallen hat. Mir hat’s viel Spaß gemacht und danke für den tollen Bericht 🙂

Tanja Klindworth am 1. August 2014 um 10:53 Uhr

Uns hat es wirklich gut gefallen. Vielen Dank für das tolle Wochenende und die vielen interessanten Erlebnisse und Infos über die Stadt. 🙂 Wir kommen bestimmt wieder, denn so einiges haben wir ja in den 2 Tagen noch nicht geschafft. 😉

Bloggertreffen in Bremen | Bremen Blog am 7. August 2014 um 11:29 Uhr

[…] Tanja von Wellness-Bummler […]

Route für eine Fahrradtour durch Bremen am 1. September 2014 um 10:14 Uhr

[…] Auf Flip Flops durch die historische Altstadt […]

utek am 22. September 2014 um 12:27 Uhr

Danke für die Tollen Tipps denke da kann ich als Bremer mir noch eine Scheibe abschneiden.
Einige dinge wusste ich garnicht über Bremen.
Thanks.
Würde mich über einen eintrag freuen:
http://www.bremer-branchenbuch.de

Ute

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