Schottland Roadtrip: Unsere Unterkünfte (Teil 1)

Blick auf das weiße Örtchen Inverary (leider bei Regenwetter)

Kürzlich führte mich mein Leben als Reiseblogger auf einen Roadtrip nach/durch Schottland. Auf den Spuren vom Landesdichter Mr. Burnes (von dem ich bis zu meiner Reise nicht wirklich etwas wußte), auf der Suche nach Nessi (was ehrlich gesagt das lanweiligste Erlebnis meiner Reise war) und im wagemutigen Selbstversuch – die „guten“ englisch-schottischen Speisen zu mir zu nehmen.

Doch dazu in einem oder zwei weiteren Berichten mehr, heute möchte ich euch erst einmal meine Hotels auf der Reise vorstellen.

The Thistle Inn in Cumnock

Für die nicht englisch-kundigen Leser – Thistle heißt übersetzt Diestel – und die Diestel ist in Schottland sehr wichtig, tatsächlich wohl so etwas wie eine Nationalpflanze. Die Diestel wird als Wappen-Beiwerk genutzt oder auf Lebensmittelverpackungen, als Name für Pubs oder eben Hotels u.vm. Das erfuhren wir dann aber erst im Laufe unserer Reise. Denn im Thistle Inn in Cumnock nächtigten wir in der ersten Nacht in Schottland. Gefahren sind wir den Tag von Newcastle nach Cumnock – das sind rund 134 Meilen. Die sind wir natürlich nicht durchgehend gefahren, sondern wir haben uns noch jede Menge angeschaut auf dem Weg dorthin, so dass wir gegen 19 Uhr im Hotel eingetroffen sind.

Thistle Inn in Cumnock

Thistle Inn in Cumnock

Das Thistle Inn ist nicht nur ein Hotel, sondern auch gleichzeitig ein Restaurant und ein Pub. Wir haben hier also auch nicht nur geschlafen, sondern auch gegessen. Das Preisleistungsverhältnis im Hotel stimmt auch. Die Stimmung war gut und der Laden voll mit lauter Einheimischen. Ich persönlich finde ja immer, dass ist ein besonders gutes Zeichen. Hier trafen sich Freundinnen zum Abendessen, Familien und auch junge Pärchen. Ein gute Mischung.

Wir schlemmten uns, wie es sich am ersten Abend gehört, durch fish & chips und tranken dazu Wein und Bier. Danach ging es auf unser Zimmer. Hier wurde wohl erst kürzlich frisch renoviert, die Einrichtung gemütlich und sauber. Das Bad natürlich separat und auch geräumig. Das Hotel hat wohl insgesamt nur 10 Zimmer. Wie uns die Frühstücksdame am nächsten Morgen berichtete, steigen in dem Hotel wohl auch sehr viel Geschäftsreisende ab, da sich in Cumnock in den letzten Jahren einige Firmen angesiedelt haben.

Restaurant-Raum im Thistle Inn

Restaurant im Thistle Inn – hier findet auch das Frühstück statt

Unsere nette Frühstückskraft war überhaupt sehr kommunikativ. Sie gab uns Besichtigungstipps, Empfehlungen zur Route und erzählte uns auch, dass ihre Tochter aktuell in Deutschland lebt. Die Plauderei war wirklich sehr nett und unser eingerostetes englisch wurde ein wenig geölt durch den Plausch…

Unser Frühstück war übrigens very english… Toast, Organgenmarmelade, Spiegelei, Kaffee, kleine Pfannkuchen, Speck (auf den wir die nächsten Tage immer verzichteten), gebackene Bohnen und nicht zu vergessen der Blutpudding… am ersten Tag hab ich mich aber überwunden und wenigstens probiert… und ein Fazit gezogen: Der erste und letzte Blutpudding meines Lebens!

Zum kleinen Ort Cumnock aber auch noch drei kurze Sätze, denn wer etwas Zeit hat, der kann hier auch einen kleinen Rundgang durch das Städtchen einlegen. Sehenswert ist z.B. die alte Kirche (Old Cumnock Church) oder auch einfach mal einen Blick auf die alten Häuser im Zentrum der Stadt werfen. Die Stadt erhielt 1509 den Status Burgh of Barony – was bei uns wahrscheinlich am ehesten mit einer Art Stadtrecht übersetzt werden könnte.

Killean Farmhouse Inveraray

In der Nähe vom schneeweißen Loch-Örtchen Inveraray, liegt eine weitere unserer Übernachtungsstätten. Von Cumnock bis hier her sind es ungefähr 100 Meilen, durch schönste Landschaften, Highlands und vorbei an zahlreichen Lochs. Wir haben versucht etwas in dem kleinen zauberhaften Ort zur Übernachtung zu ergattern, normal wohl auch nicht so das Problem, wie uns ein Wirt verraten hat, doch ausgerechnet an dem Tag, an dem wir anreisten war der Ort überbucht, aufgrund einer großen Hochzeit. Sogar im wirklich ungemütlichen Ambiente des Hostels gab es keine Möglichkeit zur Übernachtung.

Blick auf das weiße Örtchen Inverary (leider bei Regenwetter)

Blick auf das weiße Örtchen Inveraray (leider bei Regenwetter)

So landeten wir einige Kilometer hinter dem Ort im Killean Farmhouse – wirklich eine altes, umgebautes Farmhouse, im Stil der schottischen Farmhäuser, auch die Inneneinreichtung erinnert sehr, an einige sehr romantische Filme, die in Schottland oder England spielen. 😉 Direkt im Farmhouse gibt es auch einige B & B Zimmer, doch diese waren ebenfalls mit Hochzeitsgästen besetzt. Daher zogen wir für eine Nacht in ein kleines Ferienhaus, hinten auf dem Hof des Farmhouses. Ausgestattet ist so ein Ferienhaus mit einem Schlafzimmer (im oberen Stockwerk), im Untergeschoss mit einem Badezimmer und auf halber Etage mit einem Wohnraum mit Kochnische und Zugang zu einer kleinen Terrasse.

Auf dem Hof hinter dem B & B Hotel stehen diese Ferienhäuser

Auf dem Hof hinter dem B & B Hotel stehen diese kleinen Ferienhäuser

Aufgrund der Kochnische und des wirklich ungemütlichen Wetters an diesem Abend (Regen und 8° Grad), entschlossen wir uns dann auch dazu, nicht noch einmal ein Restaurant aufzusuchen, sondern uns direkt eine Kleinigkeit zuzubereiten. Brot, Aufschnitt, Obst und Gemüse hatten wir dabei. Teebeutel und Kaffeetütchen sowie Gewürze fanden wir in der kleinen Küche vor.

Blick in den Schlafraum

Blick in den Schlafraum

Das Frühstück in diesem süßen B & B Hotel findet im Haupthaus im Wintergarten, mit Blick über die dichten Wälder der Gegend, statt. Auch hier gibt es „english breakfast“, bestehend aus: Toast, Marmelade, Ei, Bohnen, Blutpudding, Speck und Kaffee. Doch auch Joghurt und Müsli steht auf einem kleinen Buffet bereit.

Blick in den Frühstücksraum im Wintergarten (im Haupthaus)

Blick in den Frühstücksraum im Wintergarten (im Haupthaus)

Zum Abschluß auch noch ein paar Zeilen zu Inveraray. Ein kleiner, wirklich hübscher Ort am Loch Fyne und für die Größe gibt es wirklich viel zu sehen. Hier zu verweilen lohnt sich also wirklich. Der Ortskern von Inveraray ist zum Teil denkmalgeschützt. Neben dem Inveraray Castle, dem Wachturm oder dem Torbogen sollte man bei einem Spaziergang durch den Ort, mit rund 500 Einwohnern, auch einen Blick auf das Town House, die alte Gefängnismauer, Duke Tower oder auch das Alte Pfarrhaus werfen und das ist wirklich noch nicht alles, was dieser kleine Ort zu bieten hat…

Auf der Karte könnt ihr meine Strecke der ersten Tage noch einmal nachvollziehen.

Tipp: Wer wie wir mit schulpflichtigem Kind reist und daher auf die Ferien angewiesen ist. Doch gern ohne vorherige Reservierung, reisen möchte, der sollte sich Unterkünfte ausserhalb der großen Städte und tourstischen Hochburgen suchen. Hier sind in der Regel oft noch freie Kapazitäten vorhanden, die natürlich auch sehr viel günstiger sind, als in den Touristen-Centren.

Unsere anderen Herbergen aber auch Tipps, um eine kostenüberschaubare Übernachtung in gemütlichen und freundlichen Hotels zu finden, gibt es mit dem nächsten Beitrag. Es folgen zusätzlich auch noch Ausflugs- und Sehenswürdigkeiten-Empfehlungen. Also schaut unbedingt wieder vorbei…

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Weitere Schottland-Reise-Berichte:

 

 

Hier schreibt Tanja Klindworth


Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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