Wellness Bummler

Der Reiseblog mit individuellen Reiseberichten und Erlebnisse - mit Wellnessfaktor - rund um die Welt

Eine Wanderung mit innerer Reise beginnt (Kapverdische Inseln Teil 3)

Bei einer Reise ist immer der Weg das Ziel

Montag, den 18.2. – Erste Ausblicke

Unsere Reise beginnt...
Unsere Wander-Reise beginnt…

Ein offener Pritschenwagen bringt uns über die Passtrasse zum Cova-Krater. Wie halten öfters an, damit ich die Pässe zeigen kann, die wir in den nächsten Reise-Tagen gehen werden. Erstaunen und leise Zweifel: ob wir das schaffen werden? Klar, schließlich fangen wir langsam an, damit wir in Übung kommen. Das Motto Reise statt Urlaub. 🙂 Ich hätte bisher alle Teilnehmer gut durch die Reise bekommen. Das beruhigt. Die Wolken kriechen über den Rand des Kraters und wir steigen zunächst durch die Wolken hinab, bis das Tal in seiner ganzen Schönheit vor uns liegt.

Wir kaufen Kaffee da, wo er angebaut wird und freuen uns, dass wir mit den Tipps von gestern die doch recht lange Strecke mit Genuss gut bewältigen. Im Curral angekommen, eröffnet Alfred, dass mit der Installation der Programme auf den mitgebrachten Laptops einige Probleme hätte. Unsere Fachfrau verschwindet im Büro und beide waren für die nächste Zeit nicht mehr gesehen. Ja auch hier auf den Kapverden hat die Technik so ihre Tücken. So habe ich mit H. Zeit zur Einstimmung über Gott und die Welt zu plaudern. Dass es auch in die Tiefe geht, ist nicht verwunderlich, wird doch beim Wandern immer so einiges „losgetreten“.

Dienstag, den 19.2.

Ich bin überall dabei...
Ich bin überall dabei…

Heute stehe ich vor einer Herausforderung: mich und die anderen gut über „die Messers Schneide“ zu bringen. Franziska hilft dabei. An sich ist der Weg bei normalem Wetter nicht gefährlich, aber steil hoch und abfallend zu allen Seiten. Vorsicht ist gut, aber Angst kann einem ganz schön zu schaffen machen. Wir schaffen eine Atmosphäre der Vorfreude auf das Abenteuer und gelangen mit wunderbaren Eindrücken in das angrenzende Tal, das uns mit traumhaften Ausblicken, Ruhe und einer sorgfältig gepflegten Vegetation belohnt.

Auf dem Rückweg ins Haus treffen wir auf Touristengruppen, die mit den Minibussen durch die Gegend mit kleinen Pausen gekarrt werden. Nein, das ist echt nicht, das, was Reisen ausmacht. Viel sehen, wenig erfahren. In der Sonne auf der Dachterrasse sprechen wir über die Erwartungen und Wünsche der Teilnehmer für die Reise. Beides, berufliches aber auch persönliches wird deutlich und mit großer Ehrlichkeit zusammen getragen. Ja, das wird klappen, auch das Herz ist beteiligt.

Fein sensibilisiert gehen wir zu Abendbrot. Ein Missverständnis droht die Stimmung zu stören, kann aber geklärt werden. Ja das passiert, wenn man so nahe an seinen Themen und Gefühlen ist. Das kenne ich und bin doppelt wachsam, auch wenn es nicht immer zu verhindern ist. Aber man kann damit für das persönliche Weiterkommen gut arbeiten. Wir haben ja noch viel Zeit miteinander.

Die innere Reise hat begonnen

Mittwoch, den 20.2. – Sammlung und Entscheidung

Was für ein Ausblick
Was für ein Ausblick

Ein Ruhetag in Ponta do Sol, bevor es morgen auf die eigentliche Reise geht, 7 Tage von Tal zu Tal. Carla wird uns begleiten. Ich zeige Beiden meine Lieblingsplätze, die sie auch begeistern. Während Anne für sich sein möchte, gehe ich mit Hilke in meine Wohnung, um noch einige Sachen zu besorgen. Dort angekommen umfängt nicht nur mich tiefe Ruhe.

Es ist Zeit, das bisher erlebte, sacken zu lassen. Neu auftauchendes zu klären. Das nutzen wir, genießen das von der großen Carla für uns gekochte typische Essen mit ihr und Carla bekommen wir einen unverfälschten Einblick in die kapverdianische Küche und schließen den Tag mit Musik und Tanz im Gato Preto ab. Ich merke, dass weiterhin bei Anne etwas gärt, nehme ihren Wunsch ernst, (erst einmal) in Ruhe gelassen zu werden. Hilke merkt es auch und kann schwer damit umgehen, so lenke ich sie mit Tanz ab. Elisabeth, eine ganz herzliche Kapverdianerin merkt Hilkes Bedrücktheit und nimmt sie mit ihrer Präsenz in ihre Arme und ihren Bann. Musik verbindet.

Donnerstag, den 21.2. – Auf den Weg

Im wahrsten Sinne der Einstieg in die große Reise. Das Wetter spielt weiter mit und wir erleben eine große Weite und Ruhe auf der Hochebene, erfahren von einem alten Bauer etwas über fast vergessene Heilkräuter und beginnen den Abstieg mit einem klaren Blick bis zum Meer. Trotz der großen Schönheit ist irgendetwas noch nicht stimmig und Carla nimmt sich Anne an.

Ich bin angekommen... :-)
Ich bin angekommen… 🙂

Wir steigen weiter in die Tiefe und ich sehe, wie Hilke und Anne etwas zurückbleiben und wieder näher rücken. Fein. So können wir uns auf Sr.Anteiro freuen, unsere erste Etappe. Er, ein ehemaliger Großgrundbesitzer alter Schule empfängt uns freudig und mit einem frisch gepressten Papayasaft. Das Gepäck ist auch schon da. Allerdings nicht im Haupthaus, sondern etwas weiter die Strasse hinunter, da er eine große Gruppe von, na was wohl, heute noch hätte. Ich gehe auf die Barrikaden als ich merke, dass da wohl was in der Organisation nicht geklappt hat. Das Haus nicht geputzt, einfach nicht für Gäste fertig! Sr. Anteiro entschuldigt vielmals, verspricht, alles in Ordnung zu bringen. Was er auch tut. In 15 Minuten ist das Haus sauber, sogar mein geforderter Tisch und Stühle wurden herein getragen. Wir können einziehen, kreativ unseren Ankommensschluck gestalten und uns und unsere Leistung des heutigen Tages würdigen. So entsteht die Idee der Tagesschau, die uns durch die weitere Reise durch begleitet. Die Videokamera wird aufgestellt und kreativ der Tag in Szene gesetzt.

Sr. Anteiro hat in unserem Gespräch verstanden, dass wir keine „normale“ Reisegruppe sind und gibt uns zum mehrgängigen Abendessen sein Wohnzimmer. Das ist Größe. Wir finden auch eine Lösung für den Kaffee vor dem Frühstück.

Ihr wollt wissen wie meine aufregende Reise – auf dem kleinen Jakobsweg – weiter geht? Dann lest hier in den nächsten Tagen Teil 4 meiner Reise zu den Kapverdischen Inseln. Ich bedanke mich schon mal ganz herzlich bei meiner Patin Dagmar für den interessanten Bericht, die vielen tollen Bilder und die wahsinnig tollen Eindrücke. Ich vermisse die Inseln jetzt schon.

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Ihr wollt wissen wie meine Reise zu den Kapverden begann? Dann findet ihr hier alle meine Erlebnisse und Eindrücke:

Erschienen in: Afrika, Kapverdische Inseln

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Taschenpate

Beitrag eines Taschenpaten

Reisefreudiger Taschenpate berichtet von seinen gemeinsamen Urlaubserlebnissen mit dem Wellness-Bummler.

Wir bedanken uns für die Patenschaft und Reisebegleitung bei Dagmar Thiel.

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Kommentare

Reise auf die Kapverdischen Inseln mit dem Wellness-Bummler am 1. Juni 2014 um 15:26 Uhr

[…] Reise-Bericht Kapverdische Inseln (Teil 3) […]