Reise in die Hölle

Symbolisch der Teufel für Hölle

Schon spannend, was man als Reiseblogger so alles auf sich nimmt um seinen Lesern interessante Berichte und Bilder liefern zu können. Genau genommen habe ich mich sogar auf ein Treffen mit dem Teufel eingelassen.

Doch keine Angst, so schlimm war es nicht 🙂 und nun von Anfang an.

Bad Steben, idyllisch gesund

Bad Steben, idyllisch gesund

Bad Steben ruft, die Reiseblogger kommen

Meine Reise ging nach Bayern, genauer gesagt in den nord-östlichen Teil Bayerns, direkt an die Grenze zu Thüringen, nach Bad Steben. Klein aber fein stellt sich der mit 600 Metern über dem Meeresspiegel, höchst gelegene Kurort der bayrischen Staatsbäder, vor. Mit nur knapp 3500 Einwohnern verteilt auf 21 Ortsteile, dafür aber einer großen Thermenlandschaft, Spielbank, Parkanlagen und viel wunderschöner Natur rund herum, vor. Die Kernaussage dieser Region aber ist Wasser, Wasser, Wasser.

Doch was hat das alles mit der Hölle zu tun? Diese Frage ist berechtigt, schreibe ich doch sonst eher von entspannten Wellnesstreatments in der Therme. Versprochen, das folgt im nächsten Artikel. Denn immerhin weiß ich jetzt was ein Maulaffenbecken ist.

Zurück zur Reise in die Hölle

Mit dem Rad sind wir in 20 Minuten in der Hölle. Doch es ist überhaupt nicht schlimm. Ein idyllischer kleiner Ort namens Hölle, mit einem entsprechend symbolträchtigen Wahrzeichen, einem hölzernen Teufel. Bekannt aber ist diese Region hauptsächlich für das gesunde Wasser, welches  aus unterschiedlichen Quellen aus dem Boden sprudeln. Gesund, denn aufgrund der verschiedenen Steinschichten wie Basalt und Vulkangestein, die durchflossen werden müssen, bis das Wasser das Licht der Welt erblickt, reichert es sich mit Mineralien und Spurenelemente an.

Aus der Höllen-Quelle beispielsweise – im Ort Hölle freizugänglich und von jedermann gratis nutzbar – sprudelt mit dem Höllensprudel, edelster Naturstoff auf 262 m Tiefe. Doch Wasser ist nicht das einzige Produkt der Genussregion Oberfranken. Man glaubt es kaum, aber neben dem Bier sind auch Schokolade und Pralinen sehr begehrt. Kleine Anmerkung am Rande: Oberfranken ist die Region mit der höchsten Dichte an Brauereien und Bäckereien. Was das heißen mag… darf jeder selbst definieren.

Reiseblogger in Bad Steben

Einfach schön

Doch Wohlbefinden ist in der Region Bad Steben nicht nur durch Heilwasser, sondern auch durch wunderschöne Natur gegeben. Also radeln wir durchs Höllental. Auf einer Strecke von knapp 14 km heißt es einfach genießen. Abwechslungsreich und schön bietet das Tal im Landschaftsschutzgebiet des Flüsschen Selbnitz, spannende Felsformationen, Laubwald und eine alte Eisenbahnstrecke, die zu früheren Zeiten der Verbindung zwischen Ost und West diente.

Fahr(t) durch die Hölle

Start der kurzen Tour ist Mordlau. Gut beschildert führt die Strecke auf Rad- und Spazierwegen gemütlich bergauf und bergab bis nach Lichtenberg, dessen bewegte Geschichte bis ins Jahr 814 zurück reicht. Viele schöne Ecken gibt es unterwegs zu sehen. Ob ein kurzer Zwischenstopp im Besucherbergwerk Friedrich-Wilhelm-Stollen, der Hirschsprung hoch über dem Tal oder das Wasserkraftwerk im Höllental. Für Abwechslung ist gesorgt bis man am Streckenende Blechschmidtenhammer erreicht. Mein persönlicher Tipp: ein E-Bike sorgt für mehr Naturgenuss, denn es gibt den ein oder anderen Höhenmeter auf der Strecke zu überstehen.

 

Doch warum heißt diese Genussregion Hölle?

Eine Frage, die es schnell zu beantworten gilt, denn bei dem Begriff Hölle handelt es sich lediglich um das Altdeutsche Wort für Felsen. Und diese gibt es hier zu Hauf. Inklusiv natürlich gespenstischer Geschichten, wie sich der Teufel nachts auf Seelenfang begeben haben soll. Eine zusätzliche Begründung für den Namen Hölle liefert die Industrialisierung des Frankenwaldes im Hochmittelalter. Die gute Anbindung durch das Wasser an die Saale, die lange Bergbautradition und die Verhüttung vor Ort sorgten für das benötigte Feuer. Die so entstehenden, teils üblen Gerüche machte die Höllenvorstellung deutlich.

Wanderdrehkreuz Frankenwald

Wanderdrehkreuz Frankenwald

Heute bietet dieses Naturparadies Erholung für Körper, Geist und Seele.

Mein ganz persönlicher Tipp:

Wandern halte ich in dieser Gegend für wesentlich sinnvoller als mit dem Rad unterwegs zu sein. Erblickt man so doch unglaublich viele schöne Ecken viel intensiver. Mal ganz abgesehen davon treffen sich unweit des Höllentals gleich 5 große Wanderweg und Weitwanderwege, direkt am neu errichteten Wanderkreuz. Neben Wandergenuss heißt es hier auch Wiedervereinigung. Spuren Deutsch-Deutscher-Vergangenheit lassen sich hier wunderbar aufarbeiten. Denn eines ist klar. Barrieren haben wir heute nur noch in unseren Köpfen. Die realen Mauern sind vor genau 25 Jahren eingerissen worden.

4 Genussreisetipps für die Region um Bad Steben

Wir sagen ganz herzlich DANKE an die Stadt Bad Steben für die nette Einladung zu diesem feuchten Wochenende 🙂

Reiseblogger unterwegs in München und Bayern….

Hier schreibt Katja Wegener


Katja Wegener ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des Wellness- und Beauty-Magazins WellSpa-Portal. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstreatments, Beauty, Genuss und Reise.

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