Randwanderung auf Mallorca – oder der erste Pass meines Lebens!

Mitten drin statt nur dabei...

Ich denke, die Überschrift besagt schon ein wenig, was nun kommen wird. 🙂 Ich habe es im letzten Malle-Radwander-Artikel schon erwähnt. Meine Patin kam aus Norddeutschland und radelt viel und gern, aber sie mußte auch feststellen, dass sie bisher noch nie in ihrem Leben einen richtigen Berg erradelt ist…. ja bis eben Mallorca kam.

Radwanderung auf Mallorca entlang der Küste

Die Sonne strahlte schon verführerisch vom Himmel, als wir unsere Räder verladen. Denn heute sollten wir zu einer besonderen Runde starten und so hieß es erst einmal die Räder einladen, dann uns selber einladen und mit dem Shuttle eine Tour von rund 20 Minuten zurücklegen. Unser Ziel war oberhalb von Valdemossa.

Radwandern entlang der Küste

Radwanderung entlang der Küste

Von hier aus ging es nun los… erst einmal ein Stück bergab und dann mal wieder etwas bergauf (noch keine Herausforderung). Die Aussicht war einfach wunderbar und wir genossen die Sonne, den Wind bei der Abfahrt und das sportliche Gefühl. 😉

Eine interessante Tour wartete auf uns...

Eine interessante Tour wartete auf uns…

Landschaftlich ist diese Strecke wirklich traumhaft. Nach einigen Kilometern erwartete meine Patin dann tatsächlich ihr erster Berg – oder wie es hier genannt wurde. Ein Pass – mit einer Länge von rund 3,7 Kilometern. Also hieß es nun berganradeln… und vor allen Dingen, alle zur Verfügung stehenden Gangschaltungen nutzen (auch ein neues Gefühl für einen echten Flachlandbewohner) der Tiefpunkt war eine Geschwindigkeit von knapp unter 7 km/h.

traumhafte Ausblicke an der Küste

traumhafte Ausblicke an der Küste

Die wunderbare Landschaft und vor allen Dingen der Gedanke, das hier schon Frühling war, während Deutschland noch frierte, lenkte natürlich doch etwas von der Herausforderung ab. Und das Gefühl oben anzukommen gab einfach neue Motivation. Gleich nach dem ersten längern Pass wartete eine längere Pause mit Stärkung auf uns. Hier trafen sich viele Radfahrer, um gemeinsam während des Mittagessens über die bereits zurückgelegten Kilometer zu fachsimpeln.

Mitten drin statt nur dabei...

Mitten drin statt nur dabei…

So gestärkt konnte es also weiter gehen. Denn Pass Nr. 2 mit 3,4 Kilometern wartete ja noch auf uns. Landschaftlich war diese Strecke etwas anders, da wir uns zum Teil auch etwas von der Küste entfernten und z.B. durch ein Waldbrand-Gebiet radelten.

Gestärkt ging es weiter entlang der Küste - Pass Nr. 2 entgegen...

Gestärkt ging es weiter entlang der Küste – Pass Nr. 2 entgegen…

Radwanderung auf Mallorca – und das Gefühl es geschafft zu haben…

Nicht die Kondition meiner Patin machte ihr übrigens zu schaffen, dafür radelte sie dann doch einfach gern und viel… 🙂 Doch es gab Muskeln in ihren Beinen, die waren einfach auf das hier nicht vorbereitet. So hatte sie zwischenzeitlich das Gefühl einfach Pudding statt Muskelmasse in ihren Beinen zu spüren. Guide Petra erwies sich dabei als echte Motivationsspritze und lenkte sie durch echte Frauengespräche wohl einfach ab und so waren wir plötzlich oben…

hinauf, hinauf...

hinauf, hinauf… Radwanderer in Aktion

Die Freude war groß, als sie nach dem zweiten Pass oben ankam. Das Gefühl es geschafft zu haben war wirklich „groß“ hat sie mir verraten. Insgesamt hatten wir nun etwas über 900 Höhenmeter erradelt (nur mal zum Vergleich habe ich hier die höchsten Anhebungen in Norddeutschland aufgelistet: Schleswig Holstein, Bungsberg ca. 170 Meter – Hamburg, Harburger Berge ca. 120 Meter – Mecklenburgische Seenplatte, Helpter Berg ca. 180 Meter – und auch im nördlichen Niedersachsen belaufen sich die Anhöhen auf max. 350 Meter).

Unser Radwander-Dream-Team

Unser Radwander-Dream-Team – von links nach rechts (Jochen, Sonja, Petra, Tanja, Susanne)

Die Belohnung folgte auf dem Fuß… oder sollte ich lieber sagen, auf dem Rad?! Denn es ging danach rund 5 Kilometer bergab. Mit einer Geschwindigkeit von rund 50 km/h rollten wir den Berg hinunter und ließen uns den Wind um die Nase wehen.

Blick über das Meer - nach dem zweiten Pass

Blick über das Meer – nach dem zweiten Pass

Insgesamt bezwangen wir – als Radwandergruppe – an diesem Tag etwas über 50 Kilometer Wegstrecke – die letzten 13 Kilometer waren wieder identisch mit den ersten 13 Kilometern vom Vortag. Auf einige wartete zur Belohnung im Hotel noch eine entspannte Massage, auf mich und meine Patin ein Platz am Pool in der Sonne und einem Glas Rosewein.

Ein Platz an der Sonne zur Belohnung nach einem erlebnisreichen Radwandertag

Ein Platz an der Sonne zur Belohnung nach einem erlebnisreichen Radwandertag

Belohnung muß einfach sein… und so ging es auch abends noch zu einem gemeinsamen „spanischen“ Abendessen mit Christina de Leon (Bürgermeisterin von Paguera),  Christian Alfaro (Tourismuschef Calvia) und natürlich allen Mitwirkenden von Philipp’s Bike Team. Ein krönender Abschluss für einen königlichen Tag auf dem Rad.

Wie andere radfahrbegeisterte Reiseblogger Mallorca erlebt haben, seht ihr hier:

Vielen Dank an Philipp’s Bike Team für die Einladung nach Mallorca, die tolle Organisation der Touren, die Motivation der Guides und die Gestaltung des Rahmenprogramms.

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Rückblick auf meine bisherigen Mallorca-Erlebnisse:

Hier schreibt Tanja Klindworth


Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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