Ungarn: Mit dem Radl am Balaton

Am Plattensee - Balaton

In diesem Sommer war ich zum ersten Mal in Ungarn. Und ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, doch Ungarn hat mir extrem gut gefallen. Ich bin so angefixt von diesem Land, dass ich jetzt noch mehr sehen möchte, auch ausserhalb der bekannten touristischen Orte, Wege und Landschaften. Doch bis es so weit ist, berichte ich euch jetzt erst einmal von den Dingen, die ich schon erleben durfte in Ungarn.

Warum heißt der Plattensee eigentlich Balaton – oder umgekehrt?!

Ich hatte das Glück, während ich in Ungarn unterwegs war, zeigte sich der Sommer von seiner besten Seite. Ich wurde mit traumhaften, lauen Sommernächten verwöhnt und tagsüber strahlte die Sonne vom Himmel. Ich strahlte mit ihr um die Wette und hatte praktisch „Hummeln im Hintern“ – denn so tolles Wetter lädt natürlich zu jeder Menge Aktivitäten ein.

Mit dem Fahrrad an den Plattensee

Mit dem Fahrrad an den Plattensee

Entdeckungen auf der Fahrradtour

Entdeckungen auf der Fahrradtour

Eines meiner Abenteuer startete an einem Freitag Vormittag gegen 9 Uhr. In Bad Hèviz am bekannten Thermalsee holten ich und meine Familie die Leihfahrräder (Kostenpunkt ca. 10.- Euro pro Tag/Rad) ab und dann düsten wir mit den Drahteseln in Richtung Balaton. Den meisten in Deutschland ist diese Region doch eher als Plattensee bekannt. Durch Wälder, vorbei an Feldern, durch kleine Orte und kleine Städtchen. Bis wir nach rund 12 Kilometern Radfahr-Vergnügen direkt am See gelandet sind.

Am Plattensee - Balaton

Am Plattensee – Der Balaton

Kommen wir jetzt mal zu ein paar Zahlen, Daten, Fakten und Fragen rund um den Plattensee bzw. Balaton:

Blick über den Balaton

Blick über den Balaton

Radtour: Am Nordufer des Balaton

Am Nordufer des Plattensees liegt der kleine Uferort Keszthely. Diese Stadt hat etwas über 20.000 Einwohner und war auch unser erstes Ziel am Balaton. Wir radelten am Seeufer lang und auch ein wenig durch die Stadt. Keszthly wurde bereits 1247 erstmalig erwähnt. Der Balaton war eben anscheinend schon immer sehr beliebt. Der Tourismus wurde hier bereits seit dem 19 Jahrhundert gelebt.

Das bekannteste Bauwerk der Stadt ist wohl das Barockschloss der Feštetićs. Es liegt inmitten eines Parks – übrigens umgeben von einer großen Mauer, ganz unscheinbar – wir sind auch erst einmal ganz lustig drei bis fünf Mal dran vorbeigeradelt. 😉 Erbaut wurde das Schloss 1745. Das Schloss kann auch besichtigt werden und im Inneren des Schlosses gibt es auch ein Museum.

Doch genug Kultur, denn heute stand ja Aktivprogramm mit dem Rad auf dem Programm. So führte uns der Weg direkt an den See. Wer hinaus auf den See möchte, der besteigt einfach eines der Ausflugsschiffe (Tickets gibt es für rund 12.- Euro bis 15.- Euro pro Person, Kinder zahlen weniger).

Bis zum Horizont...

Bis zum Horizont…

Doch auch am Ufer gibt es einiges zu sehen zu und zu entdecken: Cafe’s, Uferpromenaden, kleine Häfen und auch Seebäder. Wer hier aber denkt, er kann einfach mal so direkt am Uferrand liegen und direkt in den See zu einem erfrischenden Bad abtauchen, der ist hier falsch. Das geht am Balaton tatsächlich nicht so einfach. Dort wo Menschen in den See können, wird meistens dann auch doch abgezäunt und Eintritt verlangt oder Hotel und Campinganlagen haben sich direkt am See breit gemacht. Es gibt nur noch wenige Stellen am Plattensee, die frei zugänglich sind wurde uns von den Einheimischen verraten.

Ein Stück weit konnten wir uns dann auch selber davon überzeugen, denn wir sind rund 10 Kilometer direkt am Seeufer geradelt. Wer eine tolle Aussicht über den See, an der Nordseite wünscht oder auch wandern möchte, dem lege ich, als Ausgangspunkt, den Aussichtspunkt Szepkilato ans Herz. 🙂

Am Aussichtspunkt

Am Aussichtspunkt

Zugegeben, am Balaton geht es wirklich sehr touristisch zu. Für einen längeren Urlaub ist das für uns direkt am Ufer wohl nichts. 😉 Für einen Tagesausflug hat es uns aber trotzdem sehr gut gefallen. Grad mit Kindern ist der Balaton ein abwechselungsreiches Ausflugsziel. Mit dem Ausflugsboot eine Runde drehen, Schwäne füttern, am Ufer flanieren, ein Besuch im Strandbad oder oder oder… die Möglichkeiten am Plattensee sind wirklich vielfältig. Letzten Endes haben wir jetzt auch nur einen kleinen Teil des Sees kennengelernt.

Ungarische Geschichte

Ungarische Geschichte

Kleine Stärkung am Seeufer

Kleine Stärkung am Seeufer

Mein Ausgangspunkt für meine Fahrradtour war Bad Héviz. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Héviz Tourismus, für die ersten Infos und natürlich für die Bereitstellung der Fahrräder für unsere Balaton-Fahrradtour.

___

Begleitet mich auf meinen Wellness-Streifzug durch Ungarn:

 

Hier schreibt Tanja Klindworth


Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

Mehr von Tanja Klindworth

Kommentar schreiben

Datenschutzhinweise: Die Kommentarangaben werden an Auttomatic, USA (die WordPress Entwickler) zur Spamüberprüfung übermittelt und die E-Mail Adresse an den Dienst Gravatar (ebenfalls Auttomatic), um zu prüfen, ob die Kommentatoren dort ein Profilbild hinterlegt haben. Zu Details hierzu , sowie generell zur Verarbeitung Ihrer Daten und Widerrufsmöglichkeiten, verweisen wir auf unsere Datenschutzerklärung. Sie können gern Pseudonyme und anonyme Angaben hinterlassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Kommentare
  1. Götz A. Primke sagt:

    Moin Tanja,
    sag bloss, Ihr wart nicht im Schlossmuseum von Keszthely? Grosser Fehler, ein wirklich schönes Schloss!
    Und: Ihr habt nicht das Marzipanmuseum entdeckt?
    Ok, wird Zeit, dass ich meine Artikel schreibe und gern zu Dir verlinke. Aber mit die schönsten Dinge in der Ecke habt Ihr wohl verpasst… Schade!
    Liebe Grüße,
    Götz

  2. Tanja Klindworth sagt:

    Moin,
    nein wir waren tatsächlich nicht direkt im Museum. Ich selber bin ja auch immer großer Fan solcher Sehenswürdigkeiten. 😉 Wir waren tatsächlich nur am Schloss und sind dann weiter mit dem Rad unterwegs gewesen. An unserem Ausflugstag hatten wir aber auch strahlenden Sonnenschein, einen leichten Wind… also perfektes Radlwetter. 🙂 Wenn du über das Museum schreibst, dann hinterlass hier sehr gern den Link dazu. 🙂
    Ich würde nun aber nicht sagen, ich hätte die schönsten Ecken dort nicht gesehen. Wir waren insgesamt viel unterwegs. Bei uns stand in der Region rund um Héviz viel Familien-Aktivprogramm, wie wandern und radeln oder auch Badespass, auf unserem Urlaubsplan. Heviz war für uns ein wenig Kontrast zum Kulturprogramm in Budapest.

    Viele Grüße
    Tanja