Pannonisch, Ursprünglich & Genussvoll

Viele der Häuser im Museum sind begehbar

Ein Bericht von meiner Reise durch das Burgenland steht aktuell noch aus. Nämlich der, über die Menschen und das gute Essen, was ich dort kennenlernen durfte. Auf dem Weg durch die Geschichte des Burgenlandes, welches zwar in Österreich liegt, doch bei allem durch das angrenzende Ungarn beeinflußt wird, könnt ihr mich in diesem Bericht begleiten.

Pannonisch wohnen – Was ist das überhaupt?

Überall im Burgenland bin ich über dieses Wort „pannonisch“ gestolpert. Mit dem Begriff konnte ich ehrlich gesagt am Anfang nichts anfangen und ich denke, wenn es mir so geht, dann geht es auch garantiert vielen anderen Menschen so. 😉 Daher hab ich im Burgenland mal nachgefragt. Das Burgenland liegt in einer so genannten „Pannonischen Tiefebene“. Diese erstreckt sich über einen Teil von Österreich, Ungarn, Slowenien und Kroatien. Abgeleitet wurde die Bezeichnung durch eine römische Provinz aus dem 9. Jahrhundert. Spricht man heute von „Pannonisch“ so kann auch ein bestimmtes Klima oder eben eine Region gemeint sein.

Keramikkunst aus Schlaining

Keramikkunst aus Schlaining

Wenn das Burgenland von z.B. „pannonisch wohnen“ spricht, dann meint man einen Urlaub oder das gute Essen speziell in der pannonischen Region „Burgenland“. Es gibt Betriebe, die solch „pannonisch“ ursprünglichen Übernachtungslocation anbieten. Typisch pannonische Unterkünfte haben dicke Deckenbalken sind in ihrer Architekur und Gestaltung einzigartig… und sie erzählen Geschichten, sagen die Burgenländer. Auch die Einrichtung ist pannonisch. Das beginnt bei den Möbeln bis hin zum Geschirr.

Individuelles Geschirr

Individuelles Geschirr

Wir durften in Schlaining mal in eine Töpferei blicken, die auch solch pannonische Geschirrkunstwerke schafft. Hier töpfert Petra Lindenbauer. Sie produziert ihre Stücke ganz individuell und nur in kleinen Stückzahlen. Zu ihren Kunden gehören auch bekannte Sternerestaurants in Österreich wie in Wien das Steirereck oder Foodfotografen bestellen ihre Werke für die Illustration von Kochbüchern und Rezept-Artikeln in Hochglanzmagazinen. Doch auch Privatpersonen können ein komplettes Geschirrset bei ihr bestellen – die Preise liegen ca. bei 45.- Euro pro Stück – sie produziert aber erst ab einer gewissen Abnahme. 🙂 Doch es lohnt sich, wir haben uns jedenfalls gleich in die schönen Teile verliebt… 😉 In ihre eigenen Schränke wollte sie uns aber nicht schauen lassen, hier geht es wohl sehr bunt und individuell zu. Kein Wunder, bei so viel Kreativität und schönen Stücken kann man sich sicherlich nicht für eine Richtung entscheiden.

Petra Lindenbauer in ihrem Element

Petra Lindenbauer in ihrem Element

Mehr Informationen zum Atelier von Petra Lindenbauer: www.petralindenbauer.at

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf

Wer wissen möchte, wie man früher im Burgenland gelebt hat, der besucht das Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf. 1972 wurde der Grundstein, von Familie Kisser aus Wien, gelegt. Sie erwarben das erste Grundstück. Viele weitere Bauten folgten im Laufe der Jahre. Aktuell besteht das Ensemble aus 35 Gebäuden und ein Ende ist sicherlich noch nicht in Sicht. Tatsächlich handelt es sich bei dem Ensemble aber jetzt schon um das größte Freilichtmuseum im Burgenland.

Rundgang durch das Museumsdorf

Rundgang durch das Museumsdorf

Viele der Häuser im Museum sind begehbar

Viele der Häuser im Museum sind begehbar

Blick in eines der Bauernhäuser

Blick in eines der Bauernhäuser

Aussicht über das Museumsdorf

Aussicht über das Museumsdorf

Im Gespräch mit dem Gründer Prof. Gerhard Kisser haben wir erfahren, dass es nun auch einen Verein zur Erhaltung des Freilichtmuseums gibt. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Museum zu erhalten und zu erweitern, um eben auch die Pflege das pannonischen Kulturgutes in den Fokus zu stellen.

Im Gespräch mit Prof. Gerhard Kisser

Im Gespräch mit Prof. Gerhard Kisser und seiner Frau

Der Blick in die einzelnen, mit Lehm geputzten Häuser zeigt auch, wie einfach das Leben der Bauern früher war. Denn die Region im Burgenland war, schon aufgrund des Grenzgebietes, doch eher ein armes Volk.

Im Museumsdorf werden auch Kreativkurse angeboten. So können die Besucher hier lernen, wie geschmiedet oder gefilzt wird. Die Räumlichkeiten werden darüber hinaus auch als Eventlocation genutzt. Der Eintritt für einen Rundgang liegt zwischen 3,50 Euro bis 5.- Euro – je nach Gruppengröße und Zusatzleistungen wie z.B. eine Führung. Zusätzlich stehen im Museumscafe Mehlspeisen, Schnäpse, Weine u.v.m. zur Verkostung zur Verfügung.

Mehr Informationen zum Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf: www.freilichtmuseum-gerersdorf.at

Der Paradies-Kompass

Der Paradies Kompass umfasst gesammelte Adressen aus dem Südburgenland. Aufgeführt sind Ausflugsziele, kulinarische Tipps, Rezepte und paradiesische Gastgeber.

Fischsuppe im Restaurant KOI - Kulinarik am Teich

Fischsuppe im Restaurant KOI – Kulinarik am Teich

Moorochse im KOI Kulinarik am Teich

Moorochse im KOI Kulinarik am Teich

Bei einigen dieser Gastgeber durften wir, bei unserer Reise durch das Burgenland, einkehren, um die Leckereien des Burgenlandes zu kosten. So waren wir zu Gast im gemütlichen Restaurant KOI Kulinarik am Teich in Oberdorf, Aloisia’s Mehlspeiskuchl & Kaffeestub’n und in der Vinothek am Eisenberg oder auch unterwegs mit dem E-Bike von Fox Tours aus Oberwart.

Mehr Informationen zum Restaurant KOI Kulinarik am Teich: www.koi-kulinarik.at

Wir bedanken uns bei Burgenland Tourismus für die Organisation unserer Reise und bei unseren unterschiedlichen Gastgebern für die Herzlichkeit und Gastfreundschaft.

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Hier schreibt Tanja Klindworth


Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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