Bye, bye Oranje

Dillenburg Wilhelmsturm

Eigentlich wollte ich über das Städtchen Dillenburg und seine Oranje-Wurzeln schreiben. Da fliegen doch tatsächlich heute Nacht genau diese Fußballer aus dem spannenden WM Tunier in Brasilien raus.

Gut, dann eben so. Bye, bye Oranje. Einen Satz, den man in Dillenburg vor einigen Jahren schon einmal sagten…

Oranje in Dillenburg

Oranje in Dillenburg

Dillenburg, eine kleine, sehenswerte Stadt und Wiege des niederländischen Königshauses

Wer kennt nicht den berühmten Satz im Männer-ABC von James Krüss:

„Wilhelm von Oranien, kämpfte gegen Spanien?“

Ja, es stimmt, Wilhelm von Oranien wurde in Dillenburg geboren und organisierte in späteren Jahren vom Dillenburger Schloss aus den Widerstand gegen die Spanier. Hoch oben über der Stadt thronte das Stammhaus der Oranier. Während des 7jährigen Krieges völlig zerstört, nutzte man wie sooft üblich,  die Steine für den Aufbau anderer Gebäude.

Diese kann man heute in ihrer ganzen Pracht in der Wilhelmstraße von Dillenburg bewundern. Denn noch hatte das alles nichts mit dem berühmten Wahrzeichen der Stadt, dem Wilhelmsturm zu tun. Doch bevor ich mehr über die Geschichte der hessischen Kleinstadt berichte, in paar Zahlen, Daten und Fakten.

Dillenburg ist:

 

1872 wollte man für den berühmten Sohn der Stadt, Wilhelm von Oranien, eine Gedenkstätte errichten. Es entstand nach Plänen des Architekten Friedrich A. Cremer der „Wilhelmsturm“. Genutzt wurde dafür das Gelände des Alten Schlosshofes. Heute beinhaltet der alte „Willy“ wie er liebevoll von einigen Einwohnern genannt wird ein Museum, das sich mit der Geschichte der Oranier und Nassauer befasst.

Standesamt mit Kasematten

Außerdem findet man dort auch das Standesamt, eine wunderbare Möglichkeit für romantische Eheschließungen. Wo findet man mehr Romantik als auf einer Burg oder einem Schloss? Auch ein Besuch der wunderbar restaurierten Kasematten lohnt sich. Mit dem sachkundigen Führer kann man sogar das Gruseln lernen, wenn bei einer der vielen Erzählungen vom Schloss und seinen ehemaligen Bewohnern plötzlich das Licht ausgeht und ein Mann mit seinem Kopf unter dem Arm erscheint.

Dillenburg Wilhelmsturm

Nein, das ist keine ehemalige Oranier-Burg

Mit viel Mühe wurde der „Wilhelmsturm“ im Laufe der Jahre immer wieder restauriert.

Ein ganz besonderes Lob gebührt da auf jedem Fall dem „Fähnlein“. Dieser rührige Verein hat es sich auf die Fahnen geschrieben, das Mittelalter um das Dillenburger Schloss und allem, was dazu gehört, wieder lebendig werden zu lassen. Die Gruppe hat es geschafft, weit über die Landesgrenzen hinaus, Dillenburg bekannt zu machen. Doch wenn auch das Wahrzeichen der Stadt, der weithin zu sehende Wilhelmsturm ist, hat sie noch mehr zu bieten.

Sei es das bekannte Hessische Landgestüt, welches in der Wilhelmstraße 1869 im alten Marstallgebäude eingerichtet wurde oder das beeindruckendes Kutschenmuseum in der ehemaligen Orangerie.

Auch die Villa Grün, ein Gebäude im neoklassizistischen Stil, bietet neben einer Ausstellung über die wirtschaftliche Struktur der Region und einer phantastisch konzipierten Präsentation von Küchenexponaten des Mittelalters bis in die Neuzeit, immer wieder wechselnde Ausstellungen unterschiedlichster Künstler. Es lohnt sich also, dieser schönen, beschaulichen Stadt, mit ihren liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern, einen Besuch abzustatten.

Ein kurzer Stopp am Denkmal von Otto von Bismarck lohnt sich. Eine Statur des Ehrenbürgers von Dillenburg und der Oranier erhält gleich einen ganzn Turm. Was aber gut daran liegen kann, dass Bismarck Ehrenbürger in über 450 Städten ist…

Ehrenbürger der Stadt Dillenburg: Otto von Bismarck

Ehrenbürger der Stadt Dillenburg: Otto von Bismarck

Verständlich…

Jährlich finden viele Niederländer den Weg nach Dillenburg, um einen Blick auf ihr Stammhaus zu werfen und mehr über den berühmten Wilhelm von Oranien zu erfahren. Ein Erlebnis ganz besonderer Art hatte der Wellness-Bummler vor einiger Zeit. Am Neckar war er unterwegs und kam mit einigen Touristen ins Gespräch. Holländer, wie sich nach kurzer Zeit heraus stellte. Auf die Frage, woher der Reiseblogger komme, versuchte dieser etwas umständlich zu erklären, er komme aktuell aus Hessen angereist, dort hatte er im Lahn-Dill-Kreis, die A45 führt dort entlang, das historische Städtchen Dillenburg besucht. Als umgehend der laute Ruf kam: „Der kommt von de Wilhelm“. Und sofort entspann sich ein freudiger Austausch von Informationen über diese schöne Stadt.

Daher meine ganz persönliche Wellness-Bummler Empfehlung: ein Besuch in Dillenburg lohnt sich. Vielleicht zur nächsten Hengstparade oder einen mittelalterlichen Markt, den der Fähnlein Verein Dillenburg veranstaltet.

Über alle Aktivitäten informiert das Tourismusbüro Dillenburg jederzeit gerne.

Bleibt mir zum schönen Schluss nur noch zu sagen: Bye. bye Oranje…. Deutschland möchte Weltmeister werden.. und ich drücke ganz fest alle Daumen.

In Hessen gab es schon so manch interessante Wellness-Bummler Reise…

 

 

Hier schreibt Katja Wegener


Katja Wegener ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des Wellness- und Beauty-Magazins WellSpa-Portal. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstreatments, Beauty, Genuss und Reise.

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