Mit dem Schiff von Amsterdam nach Newcastle

Mit DFDS von Amsterdam nach Newcastle

Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön… doch kann man hier wirklich etwas erleben? Diese Frage konnte ich bisher noch nicht beantworten, denn obwohl ich ein hanseatisches Mädchen bin, reichten meine bisherigen Schiffsreiseerfahrungen noch nicht wirklich über die Hafenrundfahrt und die Butterfahrt hinaus. Doch das sollte sich in diesem Jahr mit DFDS ändern…

Mit DFDS von Amsterdam nach Newcastle

Mit DFDS von Amsterdam nach Newcastle

Überfahrt mit DFDS Seaways

Mit DFDS Seaways sollte es auf eine Mini-Kreuzfahrt gehen. Von Amsterdam nach Newcastle mit der King Seaways und zurück von Newcastle nach Amsterdam mit der Princess Seaways. Dazwischen stand noch ein kleiner Roadtrip durch Schottland an, doch davon erzähle ich euch in einem anderen Bericht. 🙂

Auf dem Schiff King Seaways - Hinfahrt

Auf dem Schiff King Seaways – Hinfahrt

Für die Hinfahrt wartete eine Standard-Kabine, immerhin mit Fenster, auf uns. Denn wie es sich für einen echten Reiseblogger gehört, wollten wir natürlich verschiedene Kabinenkategorien testen.

Auf unserer Reservierung war die Adresse im Hafen von Amsterdam angegeben. Mit dem Navi fanden wir unser Ziel daher recht fix. Auch das Einchecken bzw. Boarding auf das Schiff ging relativ schnell von statten und so konnten wir relativ fix unsere Kabine beziehen. Den Weg vom Parkdeck zur Kabine fanden wir auch sehr schnell und einfach; ohne Hilfe. Die Überfahrt dauert rund 17 Stunden.

Einfahrt in das Schiff auf der Rückreise

Einfahrt in das Schiff auf der Rückreise

Tipp: Wir waren als Familie unterwegs und so hatte ich in einen kleinen unserer Koffer, vor Beginn der Reise, bereits für jeden das Notwendigste zusammengepackt… also Kulturtasche, neue Unterwäsche, Wechselklamotte, Reisemedikamente (falls der Seegang mal nicht mehr auszuhalten ist – wie z.B. für einige Passagiere auf der Rückreise… ;-)) etc. So konnten wir das meiste Gepäck im Auto stehen lassen und mußten nur einen Koffer und unser Handgepäck (für Reiseblogger immer Handy, Laptops, Ladekabel, natürlich den Wellness-Bummler und die Kamera mitnehmen). Achtung: Den Eurostecker nicht vergessen (denn in England gibt es nun einmal andere Steckdosen und auch auf dem Schiff werden zum Teil schon die anderen Stecker benötigt…). Zu Not können aber auch Stromstecker auf dem Schiff für ca. 6.- Euro gekauft werden.

Unsere Unterbringung – Kabinen auf den Schiffen

Unsere Kabine für die Hinfahrt nach England befand sich auf Deck 5. Eine günstige Kabinenkategorie – ab 194.- Euro – der Preis für 2 Erwachsene, 1-2 Kinder + PKW – einfache Fahrt – in der Hauptsaison (Sommerferien Juli/August) liegt der Preis bei rund 300.- Euro pro Überfahrt. Die Kabine ist sauber und zweckmäßig eingerichtet. Insgesamt 4 Betten (Hochbetten), ein kleines zweckmäßiges Bad, kein Fernseher, kein Radio, Steckdosen, relativ eng und ein kleines Bullauge. Unser Nachwuchs wollte natürlich oben in den Betten schlafen, die Leiter für die Hochbetten war hinter der Kabinentür versteckt und wurde schnell entdeckt und genutzt. Für die Kids ein Abenteuer. Diese Kabinenkategorie ist übrigens doch ein wenig geräuschstark. Uns/mich hat es nicht wirklich gestört. Das „TuckTuckTuck – RatterRatter“ der Motoren wirkte auf unsere Nachtruhe sehr beruhigend.

Einfach Kabine auf der King Seaways von DFDS Seaways - Überfahrt von Amsterdam nach Newcastle

Einfach Kabine auf der King Seaways von DFDS Seaways – Überfahrt von Amsterdam nach Newcastle

 

Blick aus dem Bullauge - Hinfahrt von Amsterdam nach Newcastle

Blick aus dem Bullauge – Hinfahrt von Amsterdam nach Newcastle

Für die Rückfahrt gönnten wir uns einen Hauch von Luxus. Eine Commodore Kabine auf Deck 8. Schon beim Einchecken vor dem Boarding bekamen wir eine Karte für das Auto – die wir gut sichtbar platzieren sollten – die uns als Luxus-Gast outete… 😉 Nach dem Einfahren auf dem Schiff parkten wir im Schiffsbauch gleich neben dem Fahrstuhl. Mußten wir bei der Hinreise noch selber Treppen steigen, so durften wir dieses Mal direkt den Fahrstuhl, der uns übrigens von einem Pagen gerufen wurde, besteigen und auf das 8 Deck fahren. Dort wurden wir schon von einer netten Stewardess erwartet, die uns dann direkt in unsere Kabine brachte und einmal alles erklärte. Ach, das war doch ein ganz anderes Bild, als auf der Hinreise. Ein großes Bett und ein Beistellbett für den Nachwuchs, eine gefüllte Minibar – mit Bier, Sekt, Softgetränke – die wir leeren durften (im Kabinenpreis inbegriffen), die Möglichkeit, uns das Essen auch direkt auf die großzügige Kabine bringen zu lassen, ein geräumiges Bad, Fernseher und Radio, eine gemütliche Einrichtung und 2 größere Bullaugen, um die Sicht nach Aussen zu genießen. Ein wenig Luxus auf der Überfahrt gibt’s übrigens schon ab 80.- Euro Aufpreis – doch ist hier sogar das Frühstück gleich inbegriffen. Also im Gegensatz zu einer Standardkabine (mit Fenster) ist der Aufpreis wirklich sehr gering und der Komfort und das Ambiente gleich umso größer.

Commodore Suite - Rückfahrt von Newcastle nach Amsterdam mit der Princess Seaways

Commodore Kabine – Rückfahrt von Newcastle nach Amsterdam mit der Princess Seaways von DFDS

Kleine Begrüßung in der Commodore Kabine

Kleine Begrüßung in der Commodore Kabine

Blick ins Bad - Commodore Kabine

Blick ins Bad – Commodore Kabine

Blick aus unserem "Bullauge" - Sonnenaufgang über dem Meer

Blick aus unserem „Bullauge“ – Sonnenaufgang über dem Meer

Gastronomie- und Freizeitmöglichkeiten auf dem Schiff

Vor Beginn der Reise reservierten wir für uns bereits das Abendessen, als Buffet im Restaurant 7 Seas und das Frühstück – ebenfalls vom Buffet im 7 Seas. Die Auswahl, sowohl zum Abendessen als auch zum Frühstück ist wirklich groß. Das Frühstück hat uns persönlich wirklich sehr gut gefallen. Alleine durch die Tatsache, dass verschiedene Nationalitäten an Bord sind, ist auch das Frühstücksbuffet very international… ☺ Vom Brötchen, bis zum Gebäck, Eier, Rührei, Beans, Kaffee, Tee, Müsli, Früchte, Saft, Brot, Toast und und und… Wirklich ein reichhaltiges Frühstück. Hier findet sicherlich jeder etwas, das ihm/ihr gefällt.

Blick ins das 7 Seas auf der King Seaways

Blick ins das 7 Seas auf der King Seaways

Für das Abendessen, vom Buffet zum Preis von 34,50.- Euro, würden wir uns zukünftig nicht mehr entscheiden. Hier würden wir persönlich eher auf eines der a`la Carte Restaurants auf dem Schiff ausweichen. Die Auswahl am Buffet ist zwar groß – und falls etwas leer gegessen ist, wird fix nachgelegt – doch wir persönlich sind nun einmal „eigentlich“ kein großer Buffet-Fan. Es müssen eben viele Menschen auf einmal essen und daher werden die Speisen zwar frisch angefertigt, doch liegen sie teilweise eben länger auf dem Buffet und das Anstehen dauert zum Teil sehr lang. In diesem Restaurant sind dann auch wirklich sehr viele Gäste, so dass uns das Gefühl der Gemütlichkeit etwas gefehlt hat. Aber wie gesagt, das ist nur unsere persönliche Meinung.

Weg zur Aussenbar - Skybar auf der Princess Seaways und auf der King Seaways heißt das Ganze Maremaid Bar

Weg zur Aussenbar – Skybar auf der Princess Seaways und auf der King Seaways heißt das Ganze Maremaid Bar

 

Blick auf den Bereich der Aussenbar

Blick auf den Bereich der Aussenbar

Wir konnten einen Blick auf die Angebote, das Ambiente und die Speisen in den a`la Carte Restaurants werfen und das Angebot hätte uns persönlich einfach eher zugesagt. Preislich hätte es auch keinen großen Unterschied gemacht. Es geht eben eher darum, was ein Passagier für sich persönlich bevorzugt. 🙂

Blick in die Bar

Blick ins Lighhouse Café

Restaurants auf einem Schiff von DFDS Seaways:

...und noch eine Bar...

…und noch eine Bar…

Tipp: Für die meisten Restaurants auf dem Schiff ist eine Platzreservierung nötig. Die Getränke müssen immer extra bestellt und bezahlt werden. Die Preise für die Getränke sind aber relativ üblich für einen Besuch im Restaurant.

Blick ins Restaurant

Blick in ein Restaurant

Langweilig wird einem auf einem Fährschiff von DFDS Seaways auf alle Fälle nicht, denn auch ausserhalb der Kabinen und Restaurants gibt es jede Menge Freizeitmöglichkeiten an Deck: Shops, Pubs, Casino, Spielautomaten, verschieden Bars, Kid’z Club (für die Lütten), Kino, Disco, teilweise Live-Musik und verschiedene Aussenbereiche zum „frische Luft schnappen“ und Sternenhimmel auf See genießen. Falls es Fragen gibt, ist die Rezeption auf dem Schiff (auf Deck 6) immer besetzt und wirklich allseits bereit. Das Personal ist wirklich sehr freundlich und sehr hilfsbereit.

Blick vom Schiff in den Hafen von Amsterdam

Blick vom Schiff in den Hafen von Amsterdam

Fazit: Eine Überfahrt mit dem Schiff ist nicht nur wirklich sehr praktisch (man bekommt einfach auch ausreichend Gepäck mit auf die Reise – für eine Familie ja immer sehr wichtig), sondern das Ganze ist auch wirklich sehr viel entspannter als mit dem Flieger in den Urlaub zu starten und dann vor Ort einen Leihwagen zu nehmen. Das Urlaubsfeeling beginnt einfach eher und hält, unserer Meinung nach, auch länger an. Wir haben die entspannte Atmosphäre sehr genossen. Auf diese Art in den Urlaub bzw. zu einer Reise zu starten ist ein schönes Familienerlebenis und preislich ist es auch kein großer Unterschied, ob nun alle Familienmitglieder in den Flieger steigen und vor Ort noch der Leihwagen dazu gebucht werden muß. Ganz im Gegenteil, wahrscheinlich ist diese Art des Reisens wesentlich günstiger. Uns hat diese Form des Reisens jedenfalls sehr gut gefallen und wir würden sie auch jederzeit wiederholen – doch dann gleich für die Hin- und Rückreise in einer Commodore Kabine. Für einen Roadtrip, so wie wir ihn geplant hatten, wirklich eine sehr gute An- und Abreisemöglichkeit.

Wir bedanken uns bei DFDS Seaways für die Einladung zu der Überfahrt und die Möglichkeit, diese (für uns neue) Form des Reisens auszuprobieren. Unsere Meinung bleibt davon natürlich unberührt. Ein ganz besonderes Lob geht auf alle Fälle noch an die wirklich freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter auf dem Schiff. 

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Auf diesen Kreuzfahrtschiffen war der Wellness-Bummler bereits zu Gast:

Hier schreibt Tanja Klindworth


Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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