Wellness Bummler

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Kuba Urlaub – oder Kurzreiseziel Kuba… passt das?

Lohnt es sich für nur 5 Tage nach Kuba zu reisen? Immerhin sind es schließlich fast 9.000 Kilometer bis nach Havanna? Wenn man jetzt mal die lange Anreise oder Abreise nicht bedenkt, würde ich diese Frage mit einem eindeutigen JA! beantworten.

Auch wenn ich diese Reise in Sachen Umweltaspekt natürlich nicht, ohne schlechtes Gewissen, antreten kann…

Kuba Reisen – Ein schwarzer Fleck auf meiner Weltreise-Landkarte

Wie es dazu kam und warum ich überhaupt in Kuba war und warum es dann auch wirklich nur eine so „kurze“ Kuba Reise war und was das mit Wellness zu tun hat, dass erzähle ich euch jetzt einmal genauer.

Durch meinen Job auf einem Kreuzfahrtschiff war ich schon an sehr vielen Orten der Welt – doch Kuba hat noch gefehlt. Warum? Ganz einfach – Zu meiner Dienstzeit auf einem Kreuzfahrtschiff (immerhin bin ich jetzt schon seit 5 Jahren wieder eine Landratte) war Kuba noch kein Ziel, welches so einfach bereist und besucht werden konnte. Das hat sich ja erst in den letzten Jahren verändert.

Kurios, wenn man bedenkt, dass meine Großeltern schon zu DDR Zeiten mit dem Schiff (die Völkerfreundschaft) in Kuba waren und mir immer von dieser Reise vorgeschwärmt wurde.

Auch mein Onkel schwärmte immer von Kuba. Das Land hatte ihn schwer beeindruckt, denn er war schon zu früheren Zeiten auf Frachtschiffen unterwegs und hat unter Anderem Lieferungen nach Kuba gebracht.

Ihr seht, Geschichten über Kuba haben mich immer begleitet. Und schon als kleines Mädchen beschloss ich, ganz bald ins Land zu reisen. Was ja nun tatsächlich irgendwie doch länger gedauert hat. 😉

Wie man sich Kuba so vorstellt..
Wie man sich Kuba so vorstellt… oder einfach nur romantisch-verschwommene Gedanken meiner Familie?

Kuba Reisezeit – Wann wenn nicht JETZT?!

Seit Jahren haben meine Mutti (sie lebt auf Rügen) und ich die Tradition, einmal pro Jahr für eine Woche zusammen auf Reisen zu gehen. Das Ziel darf dabei eigentlich immer meine Mutti aussuchen und bestimmen. So ging es schon nach Moskau (dort hat sie einen Teil der Kindheit verbracht), New York, London, nach Prag oder auch nach Oslo und Stockholm.

Irgendwann sprachen wir über das nächste Ziel und der Wunsch zum „Kuba Urlaub“ wurde geboren. Tatsächlich waren wir sehr skeptisch, ob sich Kuba für einen so kurzen Zeitraum wirklich lohnt und vor allen Dingen, ob es überhaupt bezahlbar ist? Oder einfach mal unseren alljährlichen Mutter-Tochter-Urlaubs-Rahmen sprengen würde???

Warum Kuba? Warum JETZT?

Wir wollten Kuba einfach noch erleben, wie es JETZT ist! Irgendwie in der Zeit stehen geblieben… noch ein wenig von den Zaubergeschichten bewahrt, die meine Großeltern oder auch mein Onkel immer wieder zum Besten gaben. Denn aufgrund von Politik und natürlich auch durch die Öffnung zur USA, wird sich Kuba wahrscheinlich in den nächsten Jahren stark verändern. Modernisierung schreitet ja bekanntlich schnell voran.

Kurz und gut… Also schnell noch hin, bevor alles neu ist.

Kuba Urlaub - schnell noch hin... bevor alles neu ist
Kuba Urlaub – schnell noch hin… bevor alles neu ist
Havanna aus dem Taxifenster
Havanna aus dem Taxifenster

Kuba Urlaub buchen – Planung & Kosten

Für uns war also klar – dieses Jahr mußte es Kuba sein. Somit ging es an die Planung und an die Klärung vieler Fragen.

1. Was kostet denn so eine Kuba Reise überhaupt?

Ich machte mich auf die Suche nach einem günstigen Flug – doch der sollte natürlich nicht nur günstig sein, es muss eben auch noch schnell gehen. Immerhin hatten wir für die ganze Reise (mit An- und Abreise) wirklich nur sieben Tage Zeit und eingeplant.  Ehrlich gesagt, möchte man dann doch auch so viel Zeit wie möglich am Urlaubsort verbringen und nicht in Flugzeugen oder auf Flughäfen.

Um also auch nicht erst einen Tag durch Deutschland reisen zu müssen, kamen als Abflughafen nur Berlin oder Hamburg in Frage. Damit war auch die erste Herausforderung geboren… denn es gab weder aus Berlin noch aus Hamburg einen Direktflug nach Havanna in Kuba. Es gab lediglich Gabelflüge, die aber sehr teuer waren. Viel schlimmer war aber die Tatsache, dass die Gabelflüge immer mit langen Wartezeiten am Zwischenstopp verbunden waren. So kam man schnell mal auf An- und Abreisezeiten von 32 Stunden; und das war einfach bei unserer Reiseplanung nicht drin!

Jede Stunde mehr Reisezeit würde die Zeit, die wir in Kuba verbringen könnten, verringern.

Es schien eine unlösbare Aufgabe zu werden… doch nach einer langen Suche, habe ich tatsächlich einen Flug gefunden, der nicht nur zeitlich passte (Nur 17 Stunden Reisezeit – Flugroute: Berlin-Moskau -> 2 Stunden Flugzeit / Moskau -> 4 Stunden Aufenthalt und Moskau-Havanna -> 11 Stunden Flugzeit).

Ich hatte wirklich viel Glück, denn ich habe auch den Rückflug mit einem ähnlichen Stundenkonto gefunden und das auch wirklich noch zu einem Hammerpreis von 859,- Euro -> Hin und Zurück wohlgemerkt (mit Aeroflot) – für 2 Personen.

Havanna Kuba Urlaub
Auch das ist Havanna Kuba Urlaub

2. Kuba Urlaub buchen – die Sache mit dem Hotel!

Nachdem der Flug nun erfolgreich gebucht war, brauchten wir jetzt noch eine Übernachtungsmöglichkeit. Bei der Wahl des Hotels war es mir wichtig, das es in Havanna sehr zentral liegt und man auch zu Fuß Unternehmungen anstellen kann, ansonsten bin ich nicht so anspruchsvoll. 😉

Nach einiger Suchzeit habe ich dann das Hotel Deauville gefunden. Im Web machte es einen guten Eindruck und es lag direkt am Malecon in Havanna. Für 5 Übernachtungen (inklusive Frühstück) sollten wir nur 202 Euro (für 2 Personen) zahlen. Das erschien mir dann schon etwas sehr günstig. Doch vielleicht hatte ich ja das absolute Schnäppchen gefunden, wer weiß….? 😉

Kuba Urlaub günstig für unter 550.- Euro pro Person – das soll mir mal jemand nachmachen… 😉

Und dann noch mit erträglich langer Anreise und einem „guten“ Hotel. Ob das wirklich alles so reibungslos klappt? Wir werden sehen… 😉

Ansonsten sind wir sind keine Touristen die Reiseführer lesen oder jeden Tag vorplanen. Daher reicht uns vorab die Buchung von Flug und Hotel. Der Rest ergibt sich dann vor Ort… 😉 Über die weiteren Kosten halte ich euch natürlich auch auf dem Laufenden.

Kuba Urlaub hat viele Gesichter
Kuba Urlaub hat viele Gesichter

Mein Kuba Reisbericht – Auf ins Abenteuer – Tag 1!

Kuba Hinflug: Berlin -> Moskau verging wirklich wie im Flug – ein Traum. Die 4 Stunden Zeit auf dem Moskauer Flughafen haben wir auch sehr gut verbracht. Wir hielten uns etwas in den Shops auf und dann ging es noch in ein Usbekisches Restaurant – lecker!

Kuba-Flug der Zweite: Moskau -> Havanna. Das Bordkino war sehr gut, wenn auch nur in englischer und russischer Sprache. Für mich und Mutti jetzt nicht so das Problem. 😉 Ehrlich gesagt, hab ich die meiste Zeit geschlafen.

Kuba Flug
Kuba Flug
Kuba Havanna Flughafen
Kuba Havanna Flughafen

Landung in Kuba:  Reibungslos und auch die Koffer haben wir ganz schnell bekommen.

Kuba Geld tauschen: Ein Geldwechsel konnte sofort am Flughafen erledigt werden. Sehr praktisch! Achtung: Es gibt in Kuba zwei Währungen – eine für die Touristen und eine für die einheimischen Kubaner.

Taxi Fahrt zum Hotel: Dann haben wir uns erst einmal ein Taxi gesucht (leider kein typisches Oldtimer-Taxi). Die Fahrt vom Flughafen bis zum Hotel dauerte ca. 30 Minuten. Unser Taxifahrer war wirklich sehr nett, er erzählte uns schon etwas zu den ersten Sehenswürdigkeiten links und rechts der Straße. So bekamen wir auch wirklich gleich einen ersten Überblick zur Stadt. Havanna war voller Pfützen und so erklärte er uns auch, dass kurz vor unserer Ankunft ein richtiges Unwetter auf die Stadt niederging.

Unser Hotel Havanna Kuba
Das blaue Hochhaus – Unser Hotel Havanna Kuba

Unser Hotel in Havanna: Schon auf der Fahrt zum Hotel erklärte uns der Taxifahrer, dass unsere Hotelwahl sehr gut war. Denn es gehört wohl zu den besten Hotels in Havanna. Die Lage am Malecon (Strandpromenade in Havanna und Treffpunkt am Abend) könnte auch besser nicht sein. Die Vorfreude wuchs, hatten wir doch augenscheinlich alles richtig gemacht.

Als wir dann im Hotel ankamen, wurde gerade noch das Wasser aus der Lobby gewischt… wie gesagt, es ging kurz vor unserer Ankfunft ein heftiges Unwetter auf die Stadt. Wir wurden freundlich begrüßt, überreichten unsere Pässe zum CheckIn und nahmen in der Lobby Platz. Wir sollten noch einen Moment warten…

Nach 20 Minuten Wartezeit saßen wir immer noch, die Zahl der Gäste um uns rum wuchs. Also fragte ich mal an der Rezeption nach, was denn los ist?!

Wir waren neugierig auf Havanna und wollten eigentlich nur aufs Zimmer – Koffer abstellen, duschen und die Stadt erkunden!

Havanna Hotel Challenge – oder die Sache mit dem Stromausfall!

Das Unwetter hatte seinen Tribut gefordert – der Strom war ausgefallen, daher konnten wir nicht einchecken… moderne Technik sei Dank – denn ohne Strom lassen sich die Zimmertüren nicht öffnen, keine Zimmerkarten codieren und auch der allgemeine CheckIn über den PC funktioniert nicht. 😉 Man versicherte uns aber, dass das Problem sicherlich gleich gelöst werden könnte.

Eine Cola und zwei Stunden später saßen wir immer noch… der Stromausfall hatte natürlich auch dafür gesorgt, dass die Klimaanlage ausgefallen ist… so schwitzten wir etwas vor uns hin.

Wartezeit in der Lobby
Wartezeit in der Lobby
Ich bin genervt - Havanna Hotel Lobby
Ich bin genervt – Havanna Hotel Lobby

Ich überlegte mir kurz, dass ein weniger fortschrittliches Hotel nun einfach mal einen normalen Zimmerschlüssel ausgepackt hätte und wir längst auf einem Zimmer wären… aber das nützte nun herzlich wenig. Da saßen wir nun auf unserem Koffer in der Hotellobby, schlugen die Zeit mit Wasser trinken und Postkarten kaufen und schreiben tot.

Nach drei Stunden wagte ich einen neuen Versuch an der Rezeption. Keine Lösung in Sicht – nur die gleiche Aussage. Es dauert sicherlich nicht mehr lange.

Nach vier Stunden hatten wir Hunger und langsam schlechte Laune. Also versuchte ich erneut mein Glück an der Rezeption. Da ich selber in der Hotellerie arbeite (seit 14 Jahren), schlug ich als Lösung vor, dass das Housekeeping sicherlich einen Generalschlüssel hat und uns damit doch sicherlich die Zimmertür öffnen könnte. Wir würden dann nur duschen, Koffer abstellen und das Hotel verlassen – wie gesagt, unser Magen knurrte. Doch leider wurde die Idee abgelehnt. Keiner der Mitarbeiter wollte die Entscheidung treffen und leider war kein Mitarbeiter der Geschäftsführung im Haus.

Ich habe es tatsächlich in meiner ganzen Hoteljob-Laufbahn noch nicht erlebt, dass ein Mitarbeiter mit einem Problem so hilflos umgegangen ist. Was wieder einmal beweist, andere Länder, andere Sitten… 😉

Ich wage mich noch einmal an die Rezeption
Ich wage mich noch einmal an die Rezeption

Da die Laune aber insgesamt in der Lobby zu kippen drohte, bot sie nun doch an, dass wir die Koffer gerne im Kofferlager – auch ohne offiziellen CheckIn – einschließen dürften. Vielleicht knurrte unser Magen auch einfach zu laut… 😉 Wie man weiß, neigen hungrige Menschen (ob nun Europäer, Amerikaner oder Kubaner) ja zu aggressiven Ausbrüchen – das wollte sie dann wohl doch nicht riskieren. Daher empfahl sie uns dann sogar noch ein Restaurant. Auf ging es also zu „Abel“ nur eine Querstraße weiter.

Das Restaurant war ein Traum! Ambiente, Essen und Gastfreundschaft… so hatten wir uns unseren Kuba-Urlaub vorgestellt. Wir tranken unseren ersten kubanischen Mojito und genossen ein phantastisches Essen über den Dächern von Havanna.

Havanna Restaurant Tipp Abel
Havanna Restaurant Tipp Abel

Den restlichen Ärger über die Wartezeit im Hotel spülten wir dann mit Mojito Numero dos und Karamell-Pudding fast komplett herunter.

Zwei Stunden saßen wir in diesem wunderschönen Restaurant über den Dächern von Havanna. Mittlerweile war es tatsächlich spät und dunkel geworden. Wir sahen leicht „fertig“ aus. Uns war nur noch nach einer Dusche und einem kuscheligen Bett.

Mojito in Havanna
Mojito in Havanna

Etwas ängstlich traten wir daher den Rückweg zum Hotel an – was dann auch leider immer noch keinen Strom hatte. Mittlerweile hatte man wohl aber mit der Geschäftsführung über meinen Lösungsansatz gesprochen und wir durften unsere Zimmer beziehen – im achten Stock!

Herausforderung angenommen: Denn durch den Stromausfall funktionierte natürlich auch keine Fahrstuhl, geschweige denn das Licht im Treppenhaus. Nun zogen wir also mit dem Licht unseres Mobiltelefons und unseren Koffern bewaffnet über dunkle Treppen hinauf in die achte Etage.

Oben vor unserer Tür sollte jemand vom Housekeeping warten, um die Tür zu öffnen. Nun dürft ihr raten… meint ihr, da war jemand? Nein leider nicht – auch nach 20 Minuten Wartezeit vor dem Zimmer – kam kein Housekeeping! Also ließ ich Mutti, samt Gepäck, vor unserem Zimmer stehen und trat (als fürsorgliche Tochter) den Rückweg zur Rezeption an.

Pünktlich mit meiner Rückkehr an der Rezeption ging plötzlich das Licht im Hotel an. Die Rezeptionistin strahlte mich an – mittlerweile kannt sie mich ja schon… 😉 Ich weiß nicht, ob mich das Lächeln oder die Wirkung der due Mojito mehr besänftigte – doch während ich noch drüber nachdachte, hatte ich schwuppdiwupp unsere Zimmerkarten.

Da ich dem Frieden noch nicht ganz traute, stiefelte ich noch einmal die acht Stockwerke empor, statt den Fahrstuhl zu nutzen. Wer weiß, wie das hier mit dem Strom funktioniert… 😉

Endlich wieder oben angekommen, ging es dann nur noch unter die Dusche und ins Bett.

Gute Nacht Welt – gute Nacht Havanna – gute Nacht Kuba…

Havanna Hotel Zimmer
Havanna Hotel Zimmer
Havanna Hotel - Blick auf den Hotelpool
Havanna Hotel – Blick auf den Hotelpool aus unserem Hotelzimmer

PS: Das Hotel und wir wurden dann doch noch Freunde. Das Zimmer war sauber und in Ordnung und auch das Hotel, der Service, das Frühstück und auch das Personal – alles super! Mein Schnäppchen somit ein echter Glücksgriff und überhaupt kein Reinfall! 😉

Was man in Kuba in 5 Tagen unternehmen kann, erzähle ich euch im nächsten Bericht.

 

Eine kleine Anmerkung zu meinen Bildern. Leider hatte ich einen Festplatten-Crash und meine ganzen Fotos wurden dabei vernichtet. Da ich euch aber unbedingt über Kuba berichten wollte, hab ich nun die Fotos von meiner Handy-Kamera genutzt, die natürlich (leider, leider) nicht in bester Qualität vorhanden sind. 🙁 Ich hoffe aber, ihr habt trotzdem Spaß an meinem Reisebericht.

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Bis dahin könnt ihr ja schon mal schauen, was man sonst so in Mittelamerika auf Reisen erlebt!

 

Erschienen in: Amerika, Kuba

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Sindy Hartig

Hier schreibt Sindy Hartig

Sindy ist Spa-Managerin mit Leib und Seele. Nach der Ausbildung zum Masseur/medizinischer Bademeister folgte das Studium in Qualitätsmanagement und Spa-Management. Sie hat schon weltweit in Spa- und Wellnessbereichen gearbeitet und hat immer ein Auge auf Wellness-Trends. Aktuell wirkt sie als Spa-Managerin auf der Sonneninsel Usedom und beim Wellness-Bummler könnt ihr auch regelmässig Reiseberichte - mit Wellnessfaktor - von ihr lesen.

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