Wellness Bummler

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Kleiner Schnuppertag in Panarbora

Panarbora („Pan“griech. Gott des Waldes, „Arbor“ Bezeichnung der alten Römer für den Baum), die erste Jugendherberge mit Naturerlebnispark in Deutschland hatte am 11.09.15 offizielle Eröffnung. Doch fertig ist das Gelände noch nicht wirklich… trotzdem durfte ich mich schon einmal ein wenig im Park umschauen.

Panarbora – Hier treffen sich griechische Götter und Bäume

Panarbora liegt ca. 50 km von Köln in Waldbröl, von Bäumen und viel Natur umgeben. Der Weg dorthin ist gut ausgeschildert und somit brauchten wir nach der langen Autofahrt nicht mehr viel suchen.

Das erste was wir sahen, als wir die Straße hochfuhren, war der große Turm, den wir später auch noch genauer erkunden konnten. Alles andere wirkte aber wie eine große Baustelle auf uns. Aber mit Phantasie lässt sich dieser Eindruck schnell beseitigen….

Panarbora - aktuell noch eine große Baustelle
Panarbora – aktuell noch eine große Baustelle

Zuerst einmal waren wir sehr neugierig auf unsere Unterbringung: Mit Sack und Pack machten wir uns auf den noch etwas matschigen Weg zum Familienhaus, welches über 32 Betten verfügt. Im Haus ist ein großer Aufenthaltsraum und alles ist mit sehr viel Naturmaterialien ausgestattet. Die Betten aus massivem Holz und auch die Schränke, der Tisch und der Fußboden sind aus Holz. Im Bad ist der Fußboden sehr interessant mit kleinen Natursteinen bestückt. Alles in Allem passt das Bild des Hauses und der Einrichtung vollkommen zu einem Naturpark.

Einrichtung in der Jurte
Einrichtung in der Jurte

Streifzug durch den Naturpark Panarbora

Dann ging es los zur Parkerkundung. Wir machten einen Rundgang quer durch den ca. 8 Hektar großen Park und bekamen einen sehr guten Einblick davon, wie es nach der Fertigstellung hier einmal aussehen wird. Die Jurten im asiatischen Dorf stehen schon und sehen wirklich sehr einladend aus. Hier mit einer Gruppe zu übernachten bringt sicher sehr viel Spaß. Weiter sind in Planung das Südamerikadorf mit Stelzenhäusern, das Afrikadorf mit Hütten und 5 Baumhäuser in bis zu 7 m Höhe. Insgesamt soll der Park einmal 170 Übernachtungsgäste unterbringen können. Auch eine Naturerlebnisakademie mit 3 Seminarräumen für Schulklassen oder Firmen befindet sich auf dem großen Gelände.

Panarbora - die Jurten stehen schon
Panarbora – die Jurten stehen schon

Wir liefen weiter den Sinnesparcour, der um die Dörfer herumführt, entlang. Hier sind, jeweils passend zum Thema, einige Hör- und Lauschstationen zu finden, wie z.B. eine Hörorgel, Klanggabelspiel, Kontrabassklangsteine und Elfenglöckchen. Der Weg entlang der Dörfer ist durch verschiedene Elemente gekennzeichnet, je nachdem wo man sich gerade befindet, mit Bambus, roten Baumstämmen und Wasserlauf. Weitere geplante Stationen im Park sind ein Höhlenlabyrinth, ein Heckenirrgarten und ein Beachvolleyballplatz.

Streifzug durch den Naturpark Panarbora
Streifzug durch den Naturpark Panarbora
Klangexperimente
Klangexperimente

Nachdem wir das Gelände ausgiebig erkundet haben ging es weiter zum Highlight des Parks: Der Baumwipfelpfad mit einer Länge von 1635 m und dem 40 m hohen Aussichtsturm auf dem sich in einer Höhe von 34 m eine Besucherplattform befindet.

Unterwegs auf dem Panabora Baumwipfelpfad
Unterwegs auf dem Panabora Baumwipfelpfad

Von Bäumen umgeben führt uns dieser Pfad zu den schönsten Aussichtspunkten mit wunderbarem Blick über den Naturpark „Bergisches Land“. Den Pfad entlang findet sich eine Waldausstellung, in der 6 interaktive Stationen über die Tier- und Pflanzenwelt informieren. U.a. mit Fotos, Puzzeln und auch Drehscheiben können die Besucher ihr Wissen hier erweitern. Auch eine App, die man sich hier kostenlos herunterladen kann, informiert auf nette Weise über das Waldleben. Sie ist vor allem für Kinder sehr gut geeignet.

Panarbora - Baumwipfelpfad
Panarbora – Baumwipfelpfad

Auf dem Turm angekommen wurden wir mit dem schönsten Blick über das Bergische Land überrascht. Alles grün wo man hinsieht und natürlich haben wir auch den ganzen Park überblicken können. Wer unter Höhenangst leidet, sollte den Turm vielleicht nicht „besteigen“, weil das leichte Schwanken doch ein mulmiges Gefühl verursacht.

Blick über das Bergische Land
Blick über das Bergische Land

Was uns sehr gut gefiel ist der Aufgang zum Turm, er ist barrierefrei, d.h. auch mit Kinderwagen und Rollstuhl kommt man sehr gut nach oben. Ein Fahrstuhl ist vorhanden, wenn es doch zu beschwerlich sein sollte aber man die wunderbare Aussicht genießen möchte.

Aufgang zum Turm
Aufgang zum Turm

Der schon fertiggestellte Wasser- und Abenteuerspielplatz mit Rutschen, verschiedenen Kletterelementen uvm. wurde ausgiebig von unserer „Kleinen“ getestet und natürlich für das „Beste“ im Park befunden. Der Spielplatz ist mit verschiedenen Naturmaterialien, was die Sinne der Kinder anregen soll, ausgestattet. Die Motorische Förderung wird durch verschiedene Kletterelemente zusätzlich unterstützt.

Durch den langen Spaziergang und das „rumtoben“ bekamen wir natürlich irgendwann auch riesigen Hunger, der uns dann in das Restaurant trieb. 200 Plätze stehen den Besuchern des Parks im Restaurant zur Verfügung um sich bei einem guten Essen zu stärken. J. Schmidt, der Koch ist hier für das leibliche Wohl der Gäste verantwortlich. Er bringt umfangreiche Erfahrungen aus der Hotelerie mit. Neben Currywurst und Pommes gibt es leckere regionale und internationale Gerichte, die täglich wechseln.

Hunger! Also auf ins Panarbora Restaurant
Hunger! Also auf ins Panarbora Restaurant

Erkundungstour rund um den Naturpark Panarbora

Am nächsten Morgen ging noch einmal durch den Park und dann erkundeten wir die Umgebung. Von Waldbröl aus kommt man schnell zu verschiedenen Ausflugspunkten, wie z.B. einer Tropfsteinhöhle, Affen- und Vogelpark, Burgruine, Bauernmuseum uvm.

Burgruine
Burgruine

Da wir die nächste Nacht in der Wellness-Jugendherberge Wiehl verbrachten, fuhren wir die in der Nähe gelegenen Ausflugsziele ab und waren überrascht, wie schön es in Nordrhein-Westfalen ist. Als „Dorfbewohner“ haben wir immer nur die großen und überlaufenen Städte im Auge, aber vom wunderschönen Umland hatten wir keine Ahnung.

Unsere Ziele waren die Burgruine in Windeck, Reste einer mittelalterlichen Burg mitten im Wald gelegen und der Siegfall in Schladern, Nordrhein-Westfalens größter Wasserfall an dem auch ein Wanderweg entlang führt. Leider hatten wir nicht mehr Zeit um die schöne Umgebung zu erkunden, also machten wir uns auf den Weg zur Jugendherberge in Wiehl.

Unterwegs im Bergischen Land
Unterwegs im Bergischen Land

Was ist wohl eine Wellness-Jugendherberge?

Die Wellness-Jugendherberge Wiehl verfügt über 45 Zimmer mit Dusche und WC, 5 Tagungsräume, Discoraum, Kellerbar und einer eher kleinen Sauna mit Ruheraum. Eine gemütliche und schön gelegene Jugendherge, in der uns aber zum Thema Wellness etwas fehlen würde. Aber gut, sie ist ja auch eher für Schulklassen und andere größere Gruppen vorgesehen. Die Jugendherberge hält viele unterschiedliche Angebote für Kinder- und Jugendgruppen, aber auch für Familien- und Erwachsenengruppen bereit.

Der Gesamteindruck unserer kurzen Reise ist sehr positiv, da Panarbora auf dem Weg ist, ein wirklich beeindruckender Park zu werden, der Familien und auch Schulklassen Einiges zu bieten hat. Wir haben uns jedenfalls fest vorgenommen, noch einmal nach der Fertigstellung hinzufahren um zu berichten, inwieweit unser Eindruck zutrifft.

  • Preise: Kinder unter 4 Jahren frei, ansonsten Tagestickets ab 6,40 Euro / für Schulklassen ab 5,90.
  • Übernachtung: 170 Betten insgesamt, ab 52,00 Euro
  • Betreiber/Eigentümer: Deutsches Jugendherbergswerk, Landesverband Rheinland e.V.
  • Investition: ca. 13,9 Mio. Euro
  • Es wird mit rund 80.000 Tagesbesuchern und 20.000 Übernachtungsgästen jährlich gerechnet.

Ich bedanke mich für die Einladung in den (noch nicht ganz fertigen 😉 ) Naturpark Panarbora und für die Möglichkeit in der Wellness-Jugendherberge zu übernachten.

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Erschienen in: Deutschland, Europa, Nordrhein-Westfalen, Wellness-Bummler Ausflugs-Tipps

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Bianca Müller

Hier schreibt Bianca Müller

Bianca ist leidenschaftliche Zweifach-Mutti, sie arbeitet in der Meinungs- und Sozialforschung und natürlich als Bloggerin im Wellness-Bummler-Team. Denn Reisen gehört zu ihren Leidenschaften. Ob eine Reise mit dem Kreuzfahrtschiff oder dem Floss, ob ans Meer oder in die Berge, ob allein oder auch mit der Familie... Wie es sich für eine zünftige Reisebloggerin gehört, ist sie zu allen Reise-Ideen bereit.

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