Wellness Bummler

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Hiddensee: Die Unbekannte – natürliche Schönheit erfahren

Hiddensee ist die Nachbarinsel von Rügen. Sie liegt vor der Ostseeküste, ebenso wie Rügen, im Bundesland Mecklenburg Vorpommern. Hiddensee ist autofrei, die rund 1.300 Einwohner, kommen ebenso wie die Besucher auf der Insel, kommen nur mit Kutschen, Fahrrad und zu Fuß von A nach B. Was schon alleine total idyllisch und entspannend ist.

Im Hafen von Vitte auf Hiddensee
Im Hafen von Vitte auf Hiddensee

Hiddensee: Ein Paradies für Naturliebhaber

Auch auf Hiddensee gibt es Touristen… doch auf die knapp 17 Kilometer große Insel verirren sich natürlich lange nicht so viel Touristen wie nach Rügen oder Usedom. Pro Jahr kommen (nur) rund 250.000 Urlauber und Besucher nach Hiddensee. Kürzlich war ich zum ersten Mal einer davon. Und ich kann jetzt schon sagen, die Insel ist wirklich wunderschön… lange Strände, entspannte Natur und auch jede Menge entspannter Leute. Wir waren ausserhalb der Hauptsaison, im Frühherbst, auf Hiddensee. Wer es ruhig und natürlich mag, gern aktiv ist und das Meer liebt, ist hier absolut – auch gern ausserhalb der Hauptsaison – genau richtig.

Am Strand auf Hiddensee
Am Strand auf Hiddensee

Mein Tag auf Hiddensee

Mit der Fähre ging es von Schaprode auf Rügen rüber nach Vitte auf Hiddensee. Die Überfahrt dauert rund 45 Minuten und kostet rund 20.- Euro für die Hin- und Rücktour inklusive der Kurtaxe. Wer auf Hiddensee ankommt sollte sich am besten gleich mal ein Fahrrad anmieten. Es gibt zahlreiche Fahrradvermietungen auf der Insel. Wer auf Nummer sicher gehen will, auch wirklich eins zu bekommen, der reserviert am besten schon einen Drahtesel vor der Anreise auf die Insel.

Für mein Fahrrad habe ich für den ganzen Tag eine Leihgebühr von rund 8.- Euro gezahlt.

Im Hafen stehen aber auch verschiedene Kutschen bereits, die die Gäste über die Insel kutschieren. Wir für unseren Teil haben das wundervolle, sonnige Frühherbstwetter genutzt und uns auf eine große Radtour über die Insel aufgemacht.

Fahrradtour auf Hiddensee
Fahrradtour auf Hiddensee
Sanddorn wächst überall auf Hiddensee
Sanddorn wächst überall auf Hiddensee

Erst einmal sind wir oberhalb des Strandes in Richtung Kloster gesaust. Den Wind um die Nase wehen lassen, die Meeresluft einatmen, das Rauschen der Ostsee im Ohr sind wir den Schildern gefolgt. In Kloster steht das Gerhart Hauptmann Haus und der bekannte Leuchtturm Dornbusch. Ansonsten ist Kloster wirklich sehr idyllisch, ein niedlicher kleiner Ort.

Gerhart Hauptmann war Dramatiker und Schriftsteller (gelebt 1862 bis 1946). 1912 erhielt er sogar den Nobelpreis.

Gerhart Hauptmann
Gerhart Hauptmann

Wer sich für die Geschichte von Hauptmann interessiert, kann vor Ort an einer Führung teilnehmen. Wir haben es vorgezogen das schöne Wetter weiter bei der Radtour zu genießen. Unser nächstes Ziel der Aussichtspunkt bei Kloster über Meer und Insel.

Am Aussichtspunkt auf Hiddensee
Am Aussichtspunkt auf Hiddensee

Vom Aussichtspunkt ging es weiter zu Fuß rüber zum Wahrzeichen von Hiddensee – der Leuchtturm. Für einen kleinen Obolus darf man auch rauf auf den Turm (rund 102 Stufen – nur 15 Leute gleichzeitig dürfen auf den kleinen, schmalen Leuchtturm). Der Turm wurde 1887/88 erbaut. Der Ausblick über die Insel und das Meer von da oben lohnt sich wirklich. Besonders bei strahlendem Sonnnschein wunderschön.

Leuchtturm auf Hiddensee
Leuchtturm auf Hiddensee
Auf dem Leuchtturm
Auf dem Leuchtturm Hiddensee
Aussicht vom Leuchtturm auf Hiddensee
Aussicht vom Leuchtturm auf Hiddensee
Tschüss Leuchtturm
Tschüss Leuchtturm Hiddensee

Nach unserem Aufstieg zum Aussichtspunkt und auf den Leuchtturm waren wir wirklich hungrig. In der Nähe des Leuchtturms haben wir auf dem Rückweg das Gasthaus zum Klausner entdeckt. Es ist nicht nur eine Art Restaurant, sondern hier gibt es auch einen kleinen Skulpturen-Park und sogar ein paar Häuschen (die sind schon rund 100 Jahre alt) für Übernachtungen. Das Ganze liegt mitten im Wald und auch von hier hat man auf der anderen Grundstücksseite einen richtig schönen Blick über das Meer und einen Teil der Insel.

Zum Gasthaus zum Klausner
Zum Gasthaus zum Klausner

Gut gestärkt sind wir zurück durch den Wald zu Fuß bis hin zum Fahrradparkplatz. Dann wieder auf den Drahtesel und weiter über die Insel. Nächster Halt, der nördlichste Punkt der Insel. Von da aus wieder zurück nach Vitte und in die Dünenheide.

Die Dünenheide ist ein Naturschutzgebiet – sie ist 75 Hektar groß.

In der Dünenheide
In der Dünenheide auf Hiddensee

Dann war leider die Zeit auf der Insel schon fast vorbei. Das Leuchtfeuer auf der anderen Inselseite, das Karussel-Haus oder auch ein Spaziergang an der Steilküste haben wir leider gar nicht mehr geschafft. Wir radelten zurück nach Vitte, tranken hier noch einen Kaffee und dann ging es auch schon zurück zum kleinen Hafen und zur Fähre.

Bei immer noch strahlendem Sonnenschein standen wir zum Abschied oben an Deck der Fähre und warfen einen letzten Blick auf die idyllische, natürliche Hübsche – auf Hiddensee.

Unterwegs mit der Fähre
Unterwegs mit der Fähre

Ausflugs-Insel-Fazit

Hiddensee ist wirklich eine unheimlich beruhigende, idyllische Insel – Wellnessfeeling pur. Die Zeit scheint hier etwas stehen geblieben zu sein… 🙂 Ich unterhalte mich ja gern mit den Einheimischen… so hab ich z.B. beim Fahrradverleih gefragt, ob es auch geführte Fahrradtouren auf der Insel gibt – die Antwort „nein, aber das ist ja mal eine richtig gute Idee“. Als ich später dann mit dem Leuchturmwärter sprach, teilte er mir sehr deutlich mit, dass nur Print für ihn richtige Presse ist, Internet und Online-Berichte liest ja keiner. 😉

Auf Hiddensee gibt es wohl tatsächlich auch Wellnesshotels, für alle die sich noch mehr Wellness wünschen. Dazu hat unsere Zeit aber leider nicht mehr gereicht. Wir sind auf der Insel aber so entspannt unterwegs gewesen, gefühlt so weit weg von Allem, dass der kleine Besuch wahrscheinlich nicht der letzte auf Hiddensee war. Beim nächsten Mal aber gern etwas länger.

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Erschienen in: Deutschland, Europa, Mecklenburg-Vorpommern, Wellness-Bummler Ausflugs-Tipps

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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