Wellness Bummler

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Heidelberg – der Inbegriff der Romantik

Urlaub in Deutschland ist langweilig? Weit gefehlt… ich bin so viel in Deutschland unterwegs und das seit nun vier Jahrzehnten und doch entdecke ich immer wieder tolle Ecken, Orte und Flecken, die ich vorher noch nicht kannte geschweige denn besucht habe. Auch Heidelberg gehörte bisher dazu…

Heidelberg – mehr als eine Studentenstadt

In diesem Sommer verlief mein Sommer-Roadtrip auf einem Teil der Burgenstraße. Auf dem Programm standen viele Städte, die ich in Deutschland noch nicht besucht hatte… obwohl sie doch aber grundsätzlich relativ bekannt sind. Bei diesen Städten handelt es sich nicht um besondere Metropolen, sondern vielmehr um alte deutsche Städte mit viel Kultur, Geschichte und ehemals bekannten Bewohnern. So landete ich auch in Heidelberg. Für ausländische Besucher der Stadt wohl der Inbegriff der Romantik… ich sag jetzt mal etwas ironisch – Disneyland erwacht zum Leben…

Doch Heidelberg ist in Deutschland viel mehr! Auf alle Fälle schon einmal ein hervorragender Unistandtort. Rund 30.000 Studenten treiben sich immer in der Stadt rum. Besonders für Medizinstudenten ist die Stadt sehr interessant. Für mich hat genau diese bunte Mischung einen ganz besonderen Reiz. Die Studenten halten die „alte“ Stadt jung. Bunte Geschäfte und Restaurants – von deutscher Küche bis hin zu koreanischer Gastronomie – sind in der Stadt zu finden. In den Restaurants, Bistros und Küchen sind wirklich auch Menschen „gefühlt“ aus aller Welt zu Gast. Ebenso bunt wie die Gastronomie sind die Studenten und Touristen in der Stadt. Sie scheinen von überall her zu kommen, um Heidelberg zu erleben.

Heidelberg zur blauen Stunde
Heidelberg zur blauen Stunde

Heidelberg in 24 Stunden – 5 Tipps für den Kurztrip in die Romantik-Stadt

Machen wir uns nichts vor… solche kleinen Städte wie Heidelberg stehen für einen Städtetrip nicht als erstes auf der Citytrip-Liste… und wenn, werden die Städte auch oft nur für einen Tag besucht und mit ganz viel Glück vielleicht auch noch einmal über einen 3-Tage-Kurzurlaub. Doch nur mal angenommen, ihr wollt für einen Minitrip in die Stadt, dann hab ich hier ein paar Tipps für euch, was ihr unbedingt machen solltet, um schon mal einen netten Eindruck der Stadt zu bekommen.

1.    Das Wahrzeichen von Heidelberg – Heidelberger Schloss

Das Schloss von Heidelberg gilt als untrügliches Zeichen der Romantik. So viel Geschichte steckt im Schloss – es trohnt über der Stadt und wacht auch wohl ein wenig über sie. Der erste Tipp lautet also unbedingt dem Schloss einen Besuch abstatten. Dort oben kann man auch ganz wunderbar einfach sitzen – den Sonnenuntergang genießen und über die Stadt schauen. Warum nicht einen Picknickkorb packen mit Wein, Brot, Käse, Tomaten, Gurke, Trauben und anderen Leckereien und dort oben der Romantik freien Lauf lassen…

Denn machen wir uns nichts vor, noch schöner als der Blick bei Tag auf die romantische Stadt, ist der Blick bei Nacht…

Heidelbrger Schloss - der Inbegriff der Romantik
Heidelbrger Schloss – der Inbegriff der Romantik

2.     Noch mehr Romantik – Spaziergang durch die Gärten und Wälder am Heidelberger Schloss

Wer schon mal oben am Schloss ist, der sollte auch ein wenig um das Schloss herum flanieren. Rund um das Schloss befinden sich recht schöne Gartenanlagen, ein paar kleine Lokale und auch sehr schöne Wanderwege und Strecken. Theoretisch könnte man sich oben am Schloss ganz locker schon alleine einen Tag aufhalten.

Blick vom Heidelberger Schloss auf Heidelberg
Blick vom Heidelberger Schloss auf Heidelberg

3.     Entschleunigt Beschleunigt – Eine Fahrt mit der Heidelberger Bergbahn

Es kommen nicht nur über eine Million Touristen in die Stadt, sondern es nutzen auch rund eine Million Menschen pro Jahr die Zahnradbahn von Heidelberg. Damit gehört sie ganz locker zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Fahrt mit der Zahnradbahn (Bergbahn) kann sehr gut mit der Besichtigung der Schlossanlage kombiniert werden. Es gibt zwei Zahnradbahnen um nach ganz oben auf den Berg zu kommen. Die untere Bahn, is eine der modernstn Bergbahnen Deutschlands. Einstieg ist am Kornmarkt in der Altstadt. Sie fährt, in zwei Etappen, bis zur Station Molkenkur (erste Station: Schloss). Ab der Station Molkenkur kann der Gast, quasi als Kontrast zur modernen Bahn, in eine der ältesten elektrisch betriebenen Bergbahnen umsteign um hinauf zum Köngisstuhl zu fahren. Der Königsstuhl ist auch gleichzeitig der höchste Punkt der Stadt Heidelberg (über 550 Meter hoch).

=> Ein Ticket für die komplette Hin- und Rückfahrt, bis nach ganz oben zum Königsstuhl – kostet aktuell 12.- Euro pro Person.

Heidelberger Bergbahn
Heidelberger Bergbahn

4.     Spaziergang durch die Stadt – Spaziergang durch die Geschichte…

Eine Stadt, besonders eine alte und so schöne Stadt wie Heidelberg, will erlaufen und erwandert werden. Ich hab das während meiner 24 Stunden in Heidelberg zu verschiedenen Zeiten unternommen. Schon früh am Morgen bin ich über die alte Brücke, auf der anderen Seit des Neckars entlang spaziert und hab den Blick auf Heidelberg genossen. An der nächstn Brücke ging es dann wieder zurück in die Altstadt und querbeet zurück.

Auch mit Einsetzen der Dämmerung ist ein Spaziergang durch die kleinen Straßen wirklich interessant. Heidelberg ist eine Studentenstadt und genau das erlebt der Besucher hier auch. Die Stadt ist gefüllt mit Leben, mit kleinen Restaurants und Brauereien, genau das strahlt eine gewisse Gemütlichkeit und Atmosphäre aus. Die alten, wunderschönen Bauwerke und Gebäude sind natürlich auch einen Rundgang durch die Stadt wert: Karlstor, Madonna auf dem Kornmarkt, Rathaus, Herkulesbrunnen, Hotel zum Ritter oder das Haus zum Riesen – um nur einige der eindrucksvollen Bauwerke zu nennen. Ich persönlich kann mich an so etwas ja gar nicht satt sehen und immer wieder entdecke ich neue Dinge, die mir beim ersten Anblick nicht aufgefallen sind.

Unterwwegs in Heidelberg
Unterwwegs in Heidelberg

5.     Auf ein Heidelberger Bier – Na dann Prost!

In Heidelberg gibt es mehrere Brauereien und grundsätzlich wird in Baden Württemberg ganz gern mal ein Bierchen gezischt (wie wir im Norden sagen). Und so ein Bierchen zischen geht in Heidelberg ganz wunderbar in einem der schönen Biergärten, Brauereien oder aber in einem der kleinen, gemütlichen Wirtshäuser, die im Sommer auch in den Gassen Tische, Stühle und Biergarnituren aufgebaut haben. Einfach mal Platz nehmen, ein Bier bestellen und genießen und die Stimmung auf sich wirken lassen.

Heidelberg vom Flußufer des Neckars
Heidelberg vom Flußufer des Neckars

Heidelberg… schon gewußt?! 10 Fakten über die Studentenstadt

Heidelberg der Inbegriff der Romantik und Heidelberg die Studentenstadt… so weit so gut. Doch es gibt natürlich noch ein paar Dinge mehr, die man über die Stadt wissen kann und die vielleicht sogar neugierig auf einen Trip nach Heidelberg machen…

  • In Heidelberg befindet sich die älteste Universität Deutschlands – gegründet 1386 von Kurfürst Ruprecht I.
  • Heidelberg fand eine erste Erwähnung 1196 – und zwar in einer Urkunde des Klosterns Schönau.
  • Heidelberg war auch schon Filmkulisse – z.B. in dem bekannten deutschen Film „Anatomie“ mit Benno Führmann, Franka Potente und Anna Lohs.
  • Heidelberg liegt im Bundesland Baden Württemberg und zählt rund 150.000 Einwohner.
  • Heidelberg bietet sicherlich eine hohe Lebensqualität, doch Heidelberg ist kein günstiges Pflaster. Schnell ist man bei einem Mietpreis von 800.- Euro für 40 Quadratmeter – also wer in zentraler Lage wohnen möchte, muß das auf alle Fälle rechnen.
  • Viele Studentenwohnheime befinden sich tatsächlich in Heidelberg in Top-Lage – z.B. direkt am Necker und die Altstadt ist fußläufig schnell erreichbar.
  • Schon immer besuchten große Dichter und Denker Heidelberg – wie z.B. Hölderlin, Eichendorff oder auch Scheffel. Die Stadt und eben besonders der Blick auf die Stadt Heidelberg regte sie zu philosophischen Ergüssen an. Daraus ist dann auch der Philosophenweg in Heidelberg entstanden, der natürlich auch abgewandert werden kann, darf und sollte.
  • Heidelberg liegt geographisch so gut in Deutschland, dass dort eher ein mildes Klima herrscht. Selbst im Wintermonat Januar liegt die Durchschnitts-Temperatur bei rund 2,5° Grad.
  • Heidelberg ist so berühmt, dass sogar Flugzeuge und ICE-Züge nach ihr benannt wurden.
  • Heidelberg bietet auch eine Touristen-Karte – die Heidelberg-Card. Wer etwas von der Stadt sehen will und auch meine 5 Top-Tipps für die Stadt gut findet und nacherleben möchte, dem sei die HeidelbergCard ans Herz gelegt. Für einen Tag kostet sie z.B. 15.- Euro. Enthalten ist dabei schon die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die Fahrt mit der Heidelberger Bergbahn, Eintritt ins Schloss und Vergünstigungen für Stadtführungen, Gastro u.v.m.

So, habt ihr nun Lust auf Heidelberg bekommen? Habt ihr euch Heidelberg so vorgestellt? Kennt ihr Heidelberg schon und habt selber noch ein paar Tipps für einen Besuch in der romantischen Studentenstadt?

 

Insgsamt wurde ich bei meiner Reise auf der Burgenstraße von Burgenstraße e.V. unterstützt. Für sämtliche Bilder, von Burgen und Schlössern, auf meiner Reise, hab ich mir natürlich vorher eine Einverständniserklärung bzw. Erlaubnis besorgt, um die Bilder hier auch zeigen zu dürfen. 

Auch andere Blogger haben ein paar tolle Tipps für Heidelberg – Jo Igele „Regentipps für einen Kurztrip nach Heidelberg“, „Liebe auf den ersten Blick“ erlebte 6GradOst und Nicole von unterwegsunddaheim empfiehlt einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in Heidelberg.

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Weitere Standorte, Gschichten und Entdeckungen an der #Burgenstraße:

 

Erschienen in: Baden-Württemberg, Deutschland

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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Kommentare

Jutta am 11. Juli 2016 um 18:03 Uhr

Liebe Tanja, herzlichen Dank für die Verlinkung! ich habe ja selbst in Heidelberg studiert und es war einfach eine geniale Zeit! Wer in Heidelberg weilt und Süßes mag, sollte sich unbedingt mit „Heidelberger Strudentenküssen“ eindecken. Und vielleicht einmal den „Studentenkarzer“ – früher eine Art Gefängnis für aufmüpfige Studenden – besuchen. Liebe Grüße, Jutta