Wellness Bummler

Der Reiseblog mit individuellen Reiseberichten und Erlebnisse - mit Wellnessfaktor - rund um die Welt

Der letzte Tag an der Cote d‘Azur

Dorfcharme und Luxusleben an der Cote d‘Azur. Doch was hat das alles mit Glamping und Brigitte Bardon zu tun?

Frühstück direkt am Stand - Wenn das nicht Wellness ist
Frühstück direkt am Stand – Wenn das nicht Wellness ist

Nach einer ausnahmsweise mal nicht so kurzen und deshalb ausgesprochen erholsamen Nacht auf dem Campingplatz „Parc Valrose“ in La Londe les Maures, wo die Mobile Homes gewohnt komfortabel waren – auch wenn die Einzelbetten wohl nur für Kinder oder kleine Personen ausreichend groß sind – fuhren wir zum Frühstück noch einmal zu „La Plague“ an den zu früher Stunde nur von vereinzelten Joggern bevölkerten Strand. Eine gute halbe Stunde später saßen wir dann auch schon mit warmen Croissants und gefülltem Plundergepäck gestärkt im Bus Richtung St. Tropez.

Postkartentauglich: Der Strand "l'Argentiere" am frühen Morgen
Postkartentauglich: Der Strand „l’Argentiere“ am frühen Morgen

Dorfcharme und Luxusleben

Jede Menge Luxusjachten, kleine Boutiquen mit ebenso hinreißenden wie teuren Kleidungsstücken und ein Mix aus schaulustigen Touristen und jenem Publikum, dem die Brieftasche ausgesprochen locker sitzt: Das habe ich mir von St. Tropez erwartet – und meine Erwartungen wurden überraschend gut erfüllt. Aber zwischen den schwerreichen alten Herren, die sich mit Polohemd und Shorts bekleidet auf ihren Jachten das Frühstück reichen ließen und jenen Schaulustigen, die genau das fotografierten, zwischen Strandkleider-Shops, in denen das billigste Stück immer noch knapp im dreistelligen Bereich lag und Cafes, die für ein Bier fast 10 Euro verlangten – zwischen all dem entdeckte ich Elemente des Charakters von St. Tropez, der die Kleinstadt so anziehend, so liebenswert und pittoresk machen. Da sind die uralten, abgeschrammten Motorroller, die neben funkelnagelneuen Vespas vor Steinmauern parken. Da sind die charmanten, kleinen Gässchen, in denen man sich liebend gerne verlaufen möchte. Das Geburtshaus von Brigitte Bardout. Die Creperien an jeder Ecke, die Boulangerien mit ihren appetitlichen Sandwiches in der Auslage und natürlich die Patisseure (Konditoreien) mit ihren Kunstwerken aus Teig, Zucker und Creme. Und wo wir schon beim Essen sind: Wer nach St. Tropez kommt, sollte unbedingt mindestens einmal die „Tarte Tropezienne“ probieren (bestehend aus zwei runden Teighälften und mit Zitronencreme gefüllt), die fast „Brigitte-Bardot-Tarte“ geheißen hätte. Einen Besuch wert ist das „Senequier“, wo der weiße Nougat erfunden wurde. Und etwas außerhalb der Stadt gelegen, aber unbedingt zu empfehlen ist das Restaurant „Pomme de Pin“, das vorrangig von Einheimischen besucht wird und authentische französische Küche anbietet.

Nicht nur für die Reichen und Schönen: der Hafen von St. Tropez
Nicht nur für die Reichen und Schönen: der Hafen von St. Tropez

Obwohl ich erst eigentlich definitiv Vorbehalte gegen St. Tropez gehabt habe, hätte ich dann auf jeden Fall doch noch gerne etwas mehr Zeit gehabt, um durch die reizenden Gässchen zu schlendern, mir vielleicht einen unverschämt teuren Kaffee in einem der Hafencafes zu gönnen und das bunte Treiben ein bisschen länger beobachten zu können (dass mich die französische Sonne dabei noch mal so richtig durchwärmen hätten können, wäre natürlich auch ein netter Bonus gewesen). Aber da wir ja einen Zeitplan einhalten mussten, stiegen wir nach dem Mittagessen im Pomme de Pin wieder in den Bus und weiter ging es in das gut 40 km entfernte St. Raphael.

Durch diese charmanten Gässchen ist schon Brigitte Bardot spaziert
Durch diese charmanten Gässchen ist schon Brigitte Bardot spaziert
Ein echter Geheimtipp: Das Restaurant Pomme de Pin
Ein echter Geheimtipp: Das Restaurant Pomme de Pin

Glamping in Reinform

Dort besichtigten wir das Fünf-Sterne-Campingressort „Esterel Caravaning“ und – wow! Wer nach einem Ort sucht, wo Camping und Luxus perfekt verschmelzen, vielleicht Kinder hat, die in den Ferien nach Unterhaltungsprogramm mit Gleichaltrigen lechzen und außerdem nach Spaß, Action und Erholung unter der französischen Sonne sucht, der hat im Esterel sein Traumurlaubsziel gefunden. Eingebettet zwischen den eindrucksvollen Gipfeln des Esterel-Gebirges und nur drei Kilometer vom Strand von Agay entfernt ähnelt das Campinggelände eher einem riesigen Feriendorf. Übernachtet werden kann in Mobile Homes mit verschiedensten Extras von Jaccuzi bis Geschirrspüler und moderner Einrichtung oder auch im eigenen Wohnmobil oder Wohnwagen – egal, wie groß dieser ist. Denn anders als bei den meisten anderen Campingplätzen der Region sind die Stellplätze hier groß genug für Gefährte von Busgröße. Für chillige Poolnachmittage bieten sich die Poollandschaft mit Kinderbecken, Rutschen und Aquapark an, Verwöhnmomente lassen sich im ressorteigenen Spa erleben. Verschiedenste Sportangebote – von Tauch-Schnupperkursen über Squashhallen und Tennisplätze sorgen für eine Dosis Bewegung. Und außerdem finden sich zahllose Ausflugsziele in der Umgebung, unter anderem charmante Dörfer wie Gourdon oder Eze, eindrucksvolle Klippen, paradiesische Strände und – für bisschen Kultur – verschiedene Museen.

Spektakulärer Ausblick vom Campingplatz Esterel Caravaning
Spektakulärer Ausblick vom Campingplatz Esterel Caravaning

Bis bald, Cote d’Azur!

Nach dieser eindrucksvollen Demonstration vom Potenzial von „Glamping“ und einem leicht italienisch angehauchten Abendessen – Salat Caprese und Ravioli mit Melanzani-Fülle – endete meine Frankreich-Reise auch schon wieder. Und ganz ehrlich: Ein bisschen bin ich schon am planen… Für meine nächste Reise an die Cote d’Azur.

Ein großes Dankeschön geht an Atout France für die tolle Organisation des Trips sowie an die erwähnten Campingplätze und Restaurants, die uns netterweise Einblick in ihr Angebot gewährt haben!

Alle Teile meiner wunderbaren Reise an die französische Cote d’Azur  findet ihr unter.

Erschienen in: Europa, Frankreich

Schlagwörter: , , , ,
Rafaela Khodai

Hier schreibt Rafaela Khodai

Rafaela Khodai ist leidenschaftliche Welten- und Wellness-Bummlerin, hat bis auf Australien schon alle Kontinente bereist und fährt ungerne zweimal ins gleiche Hotel. Sie studiert Journalismus und arbeitet als Texterin, Lektorin, Journalistin und Bloggerin. Ihre Spezialgebiete: Selbst organisierte abenteuerliche Individualreisen, gesunde vegetarische Ernährung und Gewichtsmanagement.

Kommentar schreiben

Wir freuen uns über rege Beteiligung unserer Leser