Wellness Bummler

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Frischluft schnuppern für Reiseblogger auf dem Großen Arber

Der Reiseblogger Wellness-Bummler schnuppert Frischluft auf dem Großen Arber

Reiseblogger Bayern Großer Arber
Blick vom Großen Arber in Bayern

 

Wellness ist Hotel und Spa

Den Begriff Wellness verbinden wir überwiegend mit Hotel und Spa. Allerdings kann man sich auch ganz gut draußen in der freien Natur entspannen. Absolut erholsam fand ich einen Kurztripp in den hintersten Zipfel des Bayerischen Waldes in Ostbayern – in den Naturpark Bayerischer Wald. Zwischen dem Atlantik und dem Ural gibt es keine weitere so große Fläche, auf der sich Wälder, Moore und Bergbäche wild und unberührt zu einem Urwald entfalten dürfen. Der Naturpark Bayerischer Wald verläuft entlang der bayerisch-tschechischen Grenze und wird auf der tschechischen Seite vom Nationalpark Böhmerwald ergänzt.

Wellness-Bummler mit Ausblick
Wellness-Bummler mit Ausblick

Dementsprechend gut ist die Luft da drinnen im „Woid“ wie die Einheimischen ihn nennen. Tief durchatmen und ganz viel schnuppern ist also angesagt. Der höchste Berg des Bayerisch-Böhmischen Gebirgsmassives ist der Große Arber mit einer Höhe von 1456 Metern. Er liegt unmittelbar an der Grenze nach Tschechien und wird auch der „König des Bayerischen Waldes“ genannt. Von da oben kann man allerdings nicht nur ins Nachbarland gucken, sondern bei gutem Wetter und klarer Sicht sogar bis in die Alpen. Nun, das blieb uns leider verwehrt, aber Sonnenschein und viel Spaß hatten wir trotzdem.

Gondel statt Füße

Offen gestanden, sind wir aber nicht hinauf gelaufen, sondern mit der Gondelbahn gefahren. Lustige Gondeln gibt es hier, zum Beispiel die Hochzeitsgondel, die Kanzlergondel oder auch die Kuschelgondel. Wir haben in der „Herzerlgondel“ Platz genommen und uns die Umgebung angeschaut während der vier Minuten Fahrzeit hinauf.

 

Bayern Großer Arber Reiseblogger
Natur pur in Niederbayern

Allerdings muss man das letzte Stück bis zum Gipfel laufen und wer richtig viel sehen will, sollte den kleinen Rundweg am Plateau nicht scheuen. Wer das nicht mag, kann gemütlich von der Aussichtsplattform an der Bergstation oder im Gasthaus Eisensteiner Hütte die Aussicht genießen. Barriere freien Zugang zur Eisensteiner Hütte gewährt der gläserne Aufzug.

 

Wellness der Baumwipfel

Ich durfte mit auf die Reise entlang des kleinen Rundweges und sogar mit hinauf auf die steilen Felsen. Dort oben zu liegen und über den Baumwipfeln die Umgebung zu betrachten hat absolut was von Wellness. Das Plateau des Arber umrunden kann man in ca. einer Stunde, allerdings wäre das schade. Es gibt so viele schöne Ecken zum Innehalten. Wie zum Beispiel an der Aussicht auf den kleinen Arbersee mit seiner tiefdunklen Farbe. Er ist ein Relikt aus der letzten Eiszeit, wunderschön auch von oben zu betrachten und in botanischer Hinsicht mit seiner seltenen Flora ein Refugium für Pflanzenliebhaber.

 

Auch entlang des Weges um das Plateau des Großen Arber sind Informationstafeln mit Wissenswertem zum Flora und Fauna angebracht. Der Große Arber ist nicht irgendein Berg, sondern kann mit einer ganzen Menge an Naturerscheinungen aufwarten. Die Rißloch-Wasserfälle, die Moore, die eiszeitlichen Seen und der Urwald machen das Gebiet ringsum zu einer urwüchsigen Besonderheit. Am Fuße des Berges gibt es auch noch einen großen Arbersee, den man von oben allerdings nicht sehen kann. Den werden wir später noch besuchen und auch da gemütlich eine Runde drehen. Der große Arbersee ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Bayerischen Wald. Besonders beeindruckend ist die steil zum See hin abfallende Arberseewand. Der See ist ebenfalls ein Relikt aus der Eiszeit, der vom Arbergletscher geformt wurde. Um den See kann man spazieren gehen oder im See mit den Tretbooten herum radeln. Baden kann man allerdings hier nicht, was bei einer Temperatur von unter zehn Grad auch nicht unbedingt zu empfehlen ist. Von der Terrasse des Arberseehauses am Ufer hat meinen einen herrlichen Blick auf die Arberwand und auf den See.

 

Gipfelkreuz mit Blick

Zunächst aber geht es mal hinauf zum Gipfelkreuz. Der waldfreie Gipfel des großen Arber ist ebenfalls eine Besonderheit. Die Tier- und Pflanzenwelt ist so im gesamten Bayerischen Grenzgebirge nicht wiederzufinden.

Bayern Großer Arber Reiseblogger
Reiseblogger Ausblick

 

Wer den Arber zu Fuß erwandern möchte, braucht anständiges Schuhwerk. Es ist kein Spaziergang da hinauf. Der Weg ist weder geteert noch gepflastert und auch nicht mit Kies versehen. Man muss schon teilweise durch den Wald auf wurzeligen Wegen laufen. Was allerdings auch etwas sehr Meditatives haben kann. Und Bewegung ist ja wie wir wissen gesund. Die Krönung wäre jetzt natürlich im Anschluss noch eine Wellness-Behandlung, um die Sache richtig abzurunden. Vielleicht ist ein andermal Zeit dafür, in einem der zahlreichen Wellness-Hotels des Bayerischen Waldes zu relaxen. Für heute muss der Tagesausflug in die Waldwildnis ausreichen. Vielleicht darf ich auch einmal mit auf den Waldwipfelweg bei St. Englmar, um die Baumwipfel noch aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten. Wellness in freier Natur – noch dazu bei passendem Wetter – kann so schön sein.

 

Über die Webcam des Arber  kann man vorab die Wetterlage abklären, im Winter ist der Arber ein gut besuchtes Skigebiet.

Bayern ist schön… das finden nicht nur Reiseblogger

 

 

Erschienen in: Bayern, Deutschland, Europa

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Taschenpate

Beitrag eines Taschenpaten

Reisefreudiger Taschenpate berichtet von seinen gemeinsamen Urlaubserlebnissen mit dem Wellness-Bummler.

Wir bedanken uns für die Patenschaft und Reisebegleitung bei Sabine Erl.

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Kommentare

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