Wellness Bummler

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Ausblick über die niedersächsische Geestlandschaft…

…bei gutem Wetter mit Blick bis nach Hamburg. So könnte man die Überschrift für diesen Artikel ergänzen. Wir haben uns auf die Suche nach einem Aussichtsturm im Landkreis Stade, in Niedersachsen gemacht, von dem aus man genau das erleben können soll. Ob wir diesen Turm tatsächlich gefunden haben? Ob wir tatsächlich Hamburg erkennen konnten? Und wo dieser Turm zu finden ist, das verrät unser neuster Reiseartikel.

Auf gehts... zum Turm auf dem Litberg

Auf gehts… zum Turm auf dem Litberg

Ein kleiner Berg – entstanden als eiszeitliche Moräne

Der Aussichtsturm auf dem Litberg befindet sich im Landkreis Stade; mit der gleichnamigen Stadt Stade. Stade ist einer der Landkreise rund um die Hansestadt Hamburg. Der Litberg ist die höchste Erhebung in diesem Landkreis – mit 65 Metern über Null. Rund um den Litberg befinden sich kleine Dörfer wie z.B. Sauensiek, Goldbeck, Beckdorf und Regesbostel.

Auf dem Weg zum Turm...

Auf dem Weg zum Turm…

Wir haben den Wagen in einem dieser Dörfer abgestellt und sind einfach mal losgewandert. Irgendwann kamen dann auch die Hinweisschilder zum Aussichtsturm und auch der Turm ist schon von Weitem zu sehen. Also verlaufen ist nicht möglich. 😉

Der Turm ist schon von Weitem über den Baumkronen zu sehen...

Der Turm ist schon von Weitem über den Baumkronen zu sehen…

Die Sonne strahlte, an diesem letzten Märzwochenende, vom Himmel und sorgte für frühlingshafte Temperaturen von rund 20° Grad. Bis zum Turm legten wir ungefähr 2,5 Kilometer zurück (wer mag, kann aber auch auf dem Parkplatz am Turm parken, dann sind es nur rund 200 Meter bis zum Turm). Dann ging es den 25 Meter hohen Aussichtsturm hinauf. Der Turm wurde 2008 errichtet und auf den Namen Gaußturm getauft.

Gauß-Turm benannt nach dem Physiker Gauß

Gauß-Turm benannt nach dem Physiker Gauß, der den Auftrag hatte, das Königreich Hannover zu vermessen

Der Namens-Pate für diesen Namen war Carl Friedrich Gauß. Dieser sollte 1821 das damalige Königreich Hannover vermessen. Und der Litberg lag damals mittendrin. 1824 landete Gauß dann wohl in Sauensiek. Carl Friedrich Gauß stellte also zu der damaligen Zeit einen Vermessungsturm auf den Litberg. Von hier aus konnte er die Vermessungsziele Hamburg-Altona, Elmenhorst, Hohenhorn und Zeven anpeilen. Übrigens, diese Vermessung wurde früher sogar auf unserem 10.- DM-Schein dokumentiert.

Blick vom Turm in Richtung Hamburg

Blick vom Turm in Richtung Hamburg

Auf der Aussichtsplattform angekommen genossen wir das gebotene, sonnige Panorama. Es war an diesem Tage ein ganz wenig trübe am Horizont und trotzdem konnte man ein wenig von Hamburg erkennen. Ob das aber nun Köhlbrandbrücke, Michel und Fernsehturm waren, können wir nicht zu 100 Prozent beschwören.

Ausblick vom Turm in Richtung Wilseder Berg

Ausblick vom Turm in Richtung Wilseder Berg

Trotzdem war es sehr enspannt auf dem Turm. Für eine kleine Pause, denn wir waren mit Kindern unterwegs, gab es oben auf dem Turm Kakao und Schokoladenkekse.

Am Fuße des Turms

Am Fuße des Turms

Sonnige Wanderungen rund um den Litberg

Nach dem Abstieg vom Aussichtsturm auf dem Litberg wanderten wir weiter auf den Waldwegen rund um den Turm und die kleine Erhöhung, um die erwachende Natur zu entdecken. Gerade mit Kindern ist so ein Frühlingsausflug in den Wald immer sehr interessant. Feuersteine sammeln und überlegen, was das wohl mal war – Tiere wie z.B. Schmetterlinge, Vögel, Käfer und Ameisen beobachten, Blumen und Bäume bestimmen, Findlinge erklettern u.v.m.

Fleissige Ameisen

Fleissige Ameisen

In der Nähe des Litbergs befindet sich auch ein Hügelgrab-Ensemble. 70 Grabhügel sind hier zu finden. Der Rest einer wohl wesentlich größeren Nekropole. Ursprünglich erstreckte sich das Ganze wohl von Goldbeck bis Rahmstorf. Die Grabhügel sind vermutlich rund 3.300 Jahre alt. In den Gräbern fanden Forscher Keramik, Skelette in „Hockerstellung“, Feuersteinklingen, Dolchklingen und Urnen.

Erwachender Frühling

Erwachender Frühling

Insgesamt ein schöner Ausflugstipp für die ganze Familie. Gemütliche Wanderdauer ca. 3 Stunden (mit Pausen für Ausblicke vom Turm, Picknick, Entdeckungen etc.). Der Turm und das Hügelgrab sind auch gut mit dem Fahrrad zu erreichen.

Auf Entdeckertour

Auf Entdeckertour

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Weitere Ausflugstipps vom Wellness-Bummler in Niedersachsen:

Erschienen in: Deutschland, Europa, Niedersachsen, Wellness-Bummler Ausflugs-Tipps

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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Kommentare

Unterwegs in der Lüneburger Heide am 18. September 2014 um 10:47 Uhr

[…] Ausblick über die niedersächsische Geestlandschaft […]

Wanderung: Nordpfade in Niedersachsen am 9. Februar 2015 um 13:33 Uhr

[…] Wanderung durch die Geestlandschaft […]