Antwerpen: Eine alte Hafenstadt voller Geschichte(n)

Kürzlich befand ich mich auf einer Rundreise von Norddeutschland über das Sauerland, rüber nach Belgien und Frankreich. Einige Reiseblogger-Berichte dazu habe ich euch hier auch schon in den letzten Wochen geliefert – doch mein Bericht über Antwerpen steht noch aus. Diesen möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten…

Lichter, Wärme, nächtliche Stadtluft von Antwerpen

Wir kamen mitten in der Nacht in Antwerpen an, es war noch warm und die Luft roch nach einer echten Hafenstadt. Eine laue Sommernacht also und ich war gleich etwas verliebt in diese Stadt. Wir quartierten uns kurzerhand in ein Ibis Budget ein. Für 62.- EUR die Nacht ein wirklich günstiges Schnäppchen, zum schlafen reichts. 🙂 Das Frühstück im Hotel haben wir dann auch einfach mal ausfallen lassen, bzw. nicht mitgebucht. Wir haben uns lieber frisches Baguette, Schinken, Käse, Tomaten und Gurken gekauft uns eine kleine Bank am Wasser (im Hafen) gesucht und dann dort den Start in den Tag genossen. Gleich gegenüber vom Hafen ging es zu Fuß in die Altstadt. Hier gibt es wirklich jede Menge zu sehen, Antwerpen hat einen wunderschönen Altstadtkern. Antwerpen ist übrigens eine Hafenstadt in Belgien, die über  den drittgrößten Seehafen in Europa verfügt und darüber hinaus zu den wenigen Städten zählt, die noch eine wirklich gut erhaltende Aldstadt haben. Der Reiseführer sagt, diese Stadt darf bei Städte-Tourismus-Fans auf alle Fälle nicht fehlen… Na dann… 😉

Blick auf die Liebfrauen-Kathedrale

Blick auf die Liebfrauen-Kathedrale

Im Gegenzug zu den sonnigen letzten Tagen ließ das Wetter heute wirklich etwas zu wünschen übrig. Es war etwas kühler (eigentlich genau das richtige Wetter für eine Stadterkundung), doch leider kam an diesem Tag auch ein ordentlicher Schauer runter, doch den haben wir natürlich gut genutzt. Aber dazu später… 🙂 Unser Weg durch Antwerpen führte uns vorbei an der Liebfrauenkathedrale, in einen urigen Pub (der eher an eine Kirche erinnerte), vorbei an vielen kleinen Geschäften und gemütlichen Läden und natürlich auch immer wieder in Richtung Wasser.

Gildehäuser am Großen Markt

Gildehäuser am Großen Markt

Historische Zeitreise inbegriffen

Wer durch Antwerpen spaziert, fühlt sich ein wenig, wie in eine andere Zeit versetzt. Meine Bummler-Patin/Reisebloggerin war schon zum zweiten Mal in Antwerpen und da es ihr so gut gefallen hat, mußte sie es mir unbedingt noch einmal zeigen. Auch ich muß gestehen, ich bin etwas verzaubert von der Stadt. Die Menschen sind sehr freundlich, alles und alle wirken gemütlich, so hat uns z.B. auf der Straße eine ältere Dame einfach angesprochen, als sie mitbekam das wir aus Deutschland kommen. Wir trafen sie an der Liebfrauen-Kathedrale und sie erzählte uns, dass auch sie gern auf Städtetouren geht und wo sie schon überall war. „Sie freue sich immer über interessierte Menschen und Touristen in ihrer Stadt.“

In der Kathedrale

In der Kathedrale

Nach diesem Gespräch führte uns der Weg dann auch in die Kathedrale. Kirchen sind immer etwas besonderes. Die Ruhe, die Stille, die andächtigen Menschen. Ich finde, in einer Kirche hat man immer das Gefühl, die Zeit würde etwas stehen bleiben, vielleicht fühlt man sich sogar etwas in der Zeit zurückversetzt. Was draussen ist, bleibt auch draussen… ich bin nur in kleiner Teil des Großen-Ganzen. Bei der Besichtigung einer Kirche vergesse ich das Zeitgefühl, oft kann ich nicht sagen ob ich nur ein paar Minuten in dem Gebäude verweilt habe oder ob es sogar mehr als eine Stunde war. So ging es mir natürlich auch dieses Mal. Der Turm der Kathedrale gehört übrigens zum UNESCO Welterbe.

Zufluchtsort vor dem Regen: Ein uriger Pub in Antwerpen

Zufluchtsort vor dem Regen: Ein uriger Pub in Antwerpen

Nachdem wir die Kathedrale wieder verlassen hatten, zogen wir weiter über den großen Markt mit dem Brabobrunnen, vorbei am Rathaus der Stadt – welches hier übrigens Stadhuis heißt – bis runter zur Stadtburg Het Steen, welche am Ufer der Schelde steht. Dieses Gebäude gilt sogar als das älteste, erhaltene Gebäude der Stadt.

Entdeckungen & Feststellungen bei der Stadterkundung

Als es anfing zu nieseln flüchteten wir uns in besagten, urigen Pub bei der Liebfrauen-Kathedrale (auf belgisch „Onze-Lieve-Vrouwekathedraal“ und wen wundert es, dass auch diese Kathedrale auf französich Notre Dame heißt ;-)). Dieser Pub glich selber eher einer Kirche anstatt einer Kneipe. 😉 Wir tranken einen heißen Tee und haben uns dazu eine Waffel bestellt, die ehrlich gesagt fürchterlich schmeckte. Wo wir uns doch so auf die echte belgische Waffel, mit Erdbeeren, Puderzucker und Sahne, gefreut haben. Auch das Personal hier, war durchwachsen… der eine eher grummelig und unzuverlässig (vom Aussehen erinnerte er uns an Hannibal Lecter – was wiederum zu diesem sehr ausgefallenen Ambietente passte… und wer weiß, was sich da so in unserer Waffel befand) der andere wiederum sehr nett und aufmerksam. Aber der Pub ist auf alle Fälle ein Unikat und wirklich sehenswert. Überall Kirchenfiguren, Putten, Fresken, Figuren von Heiligen u.v.m.

Blick auf Antwerpen

Blick auf Antwerpen

Wer in Antwerpen eine Stadtrundfahrt durch die Altstadt erleben möchte, kann das via Pferd und Wagen machen. Wir haben dann doch unsere Füße bevorzugt, denn nach dem der Regen endlich aufgefhört hat (aus dem Nieselregen wurde noch ein ordentlicher Schauer), führte uns der Weg in Richtung Wasser. Wir ließen uns natürlich doch noch etwas zum shoppen verführen. Denn Belgien ist der deutschen Mode doch immer etwas voraus… 🙂 Ab in den Levis-Store, ein paar T-Shirts kaufen, rüber zum Esprit Shop ein cooles Hemd erstehen und zum Abschluß ein paar echt abgefahrene Schuhe (ich sag nur Highheels Mädels) mußten dann doch noch sein. Zum Glück hat meine Patin aber auf den Kauf einer Tasche verzichtet, sonst hätte ich mir doch etwas Sorgen gemacht. 🙂

Am Hafen in Antwerpen

Am Hafen in Antwerpen

Leider blieb uns für den Aufenthalt in Antwerpen nur 1 Tag Zeit. Daher konnten wir Vieles dann auch nicht mehr unter die Lupe nehmen, wie z.B. einige der wirklich empfohlenen Museen, noch weitere historische Kirchen oder aber auch der Hauptbahnhof (dieser wird auch gern als Eisenbahnkathedrale bezeichnet – gleich hinter dem Hauptbahnhof ist übrigens der Zoo von Antwerpen, natürlich soll auch dieser wirklich sehenswert sein, da er bereits 1843 gegründet wurde und somit auch der älteste Tierpark Belgiens ist). Auch für eine Hafenrundfahrt fehlte uns an diesem Tag einfach die Zeit. Doch bestimmt findet sich demnächst mal ein Pate, der ein paar Tage länger in dieser wirklich interessanten Stadt verweilen möchte.

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Wellness-Bummler auf Tour nach Antwerpen. Vorher hat er Folgendes erlebt:

Hier schreibt Tanja Klindworth


Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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Kommentare
  1. renate sagt:

    Antwerpen ist toll aber Brugge ist kleiner aber schoner..
    Hatte wirklich spass in Brugge

    1. Wellness sagt:

      In zwei Wochen wird der Wellness-Bummler in Brügge zu Gast sein. Der Reisebericht folgt 🙂