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Wellness-Bummler betrachtet: Adventskalender und seine Geschichte

Ihr Lieben! Ich bin ja mitten in einer Adventskalender-Aktion unterwegs und werde von Tag zu Tag aufgeregter, denn Weihnachten naht mit jedem Türchen.

Heute gehe ich es deshalb mal beschaulich an und erforsche Historisches rund um den Adventskalender als solchen. Habt ihr euch schon einmal gefragt, woher der Adventskalender stammt?

Der erste Adventskalender stammt aus dem Jahr 1851

Als Internet-Star nutze ich dazu natürlich das World Wide Web. Und siehe da, ich bin schon mittendrin in den historischen Daten und Fakten: Wusstet Ihr zum Beispiel, dass der Adventskalender eine noch gar nicht mal so alte Tradition ist – gemessen am hochheiligen Weihnachtsfest? Seine Ursprünge liegen im 19. Jahrhundert, manche Quellen sprechen von dem Jahr 1851. Vor allem in protestantischen Haushalten hat man damals schon die 24 Tage bis zum Heiligen Abend gezählt. Zum Beispiel hängte man Tag für Tag ein Bild an die Wand. Oder man malte 24 Kreidestriche, die dann nach und nach von den Kindern wegewischt werden durften. Die Adventssonntage hat man dabei, so die Überlieferungen, farblich oder grafisch hervorgehoben. Es soll auch Familien gegeben haben, die in ihre Weihnachtskrippe jeden Tag einen Strohhalm packten, bis der 24. Dezember erreicht war.

Man kennt heute auch die sogenannte Weihnachts- oder Adventsuhr und Adventskerzen, die jeden Tag um eine bestimmte Markierung abgebrannt werden durften. Die Markierung ritzte man selbst ein oder man malte sie auf. Ein einfacher aber schöner Brauch, wie ich finde.

Hamburg ist der Geburtsort des ersten gedruckten Adventskalenders

Wellness-Bummler betrachtet seinen Adventskalender
Mit der passenden Mütze geht es an den Adventskalender

Der erste gedruckte Weihnachtskalender, so ist zu lesen, wurde 1902, also am Anfang des 20. Jahrhunderts, in einer Buchhandlung verkauft: Die Evangelische Buchhandlung in Hamburg brachte demnach eine „Weihnachtsuhr“ für Kinder  heraus. 1903 verlegte der Münchner Gerhard Lang einen gedruckten Kalender namens „Im Lande des Christkinds“. Das war ein Bogen mit 24 Bildern, die man ausschneiden konnte und auf einen zweiten Bogen klebte. Andere Quellen berichten, dass 1908 der erste Adventskalender mit bunten Bildchen gedruckt von Gerhard Lang, der ein Teilhaber der lithographischen Anstalt Reichhold & Lang war, veröffentlicht worden sein soll.

Seit 1920 gibt es Kalender mit Türchen, hinter denen sich Bildchen oder Sprüche verstecken. Und Ende der 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts schon soll es mit Schokolade gefüllte Weihnachtskalender gegeben haben. Die machen ja gerade viele Schlagzeilen, weil angeblich die Schoki mit Mineralölrückständen verseucht sein soll. Bis heute jedenfalls versteckt sich hinter jedem Schokoteilchen oft ein weihnachtliches Bildchen, das an der Tradition festgemacht wird beziehungsweise ist die Schokolade in weihnachtlicher Form gegossen. Längst hat man ganze Häuser zu Adventskalender geschmückt, deren Fenster die Türchen sind.

Adventskalender von heute: Von A wie Auto über D wie Diamanten und G wie Gewürze, K wie Kondome und P wie Parfüm – all das und noch viel mehr lässt sich in einen Kalender packen

Heute sind Adventskalender in allen erdenklichen Varianten für Kinder, für Erwachsene (mit erotischen Inhalten) und sogar für die Haustiere auf dem Markt. Der wohl bisher teuerste Adventskalender, ein Unikat, war mit Diamanten im Wert von über 2,5 Millionen Euro (81 Karat) bestückt. Seit einigen Jahren wächst die Fangemeinde selbst zu befüllender Adventskalender stark. Das gefällt mir, denn das basteln und Vorbereiten ist eine prima Maßnahme, sich die langen Abende des grauen Novembers zu verkürzen. Und mal ehrlich, wer öffnet nicht gerne jeden Morgen ein Überraschungspaket? Und das unendlich weite Internet ist natürlich eine riesige Fundstelle für Adventskalender: Viele Unternehmen haben einen auf ihren Homepages beziehungsweise Fanseiten bei Facebook & Co.

Nun, dieser Ausflug in die Geschichte des Adventskalenders hat sich gelohnt – zumindest für mich. Ich habe gelernt, woher der Adventskalender kommt: aus meiner Heimat – Deutschland!

Spannendes Türchen-Öffnen noch wünscht Euch Euer Wellness-Bummler im Advent 2012!

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Erschienen in: Wellness-Bummler Wellness-Empfehlungen

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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+++Weihnachten für den Wellness-Bummler und besinnliche Gedanken+++ am 27. Dezember 2012 um 09:23 Uhr

[…] Woher stammt der Adventskalender? […]

+++Wellness-Bummler in der Weihnachtsbäckerei+++ am 27. Dezember 2012 um 23:42 Uhr

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