5 Sterne über Prag

Goldene Stadt Prag im Weihnachtszauber

Weihnachtliche Reiseblogger Momente in Prag

Die goldene Stadt und das in der Weihnachtszeit. Denn der Name stammt eigentlich von der im Sommer goldenen Sonnenreflexion auf den vielen Dächern der Stadt. Doch auch in der Weihnachtszeit fehlt es hier an nichts. Einfach herrlich. Lichterglanz und Sternenzauber an allen Ecken. Und mitten drin ich, ein Reiseblogger, eine grüne Tasche auf Wellness Weltreise.

Goldene Stadt Prag im Weihnachtszauber

Goldene Stadt Prag im Weihnachtszauber

Für meine Taschenpatin Katja ist es das erste Mal Prag. Tschechien kennt sie nur von einem Besuch in ihrer Jugend mit dem Sportverein und von unserem gemeinsamen Erlebnis in Klatovy Fallschirmspringen zu dürfen.  Auf meiner persönlich, grünen Weltreise habe ich bereits im Sommer vergangenen Jahres eine kurze Stippvisite in Prag einbauen können. Doch das war ja im Sommer, heute sieht hier alles ganz anders aus.

Prag erstrahlt im Lichterglanz

Und genau das versetzt mich in entzücken. Denn in der ganzen Stadt haben Weihnachtsmärkte ihre Pforten geöffnet. Ein Duft von kulinarischen Köstlichkeiten weht mir in die Nase. Auch ohne der tschechischen Sprache mächtig zu sein, kann ich genießen. Direkt neben dem Glühwein ( in der Landessprache übrigens svařák ) finde ich eine Spezialität, die mir eigentlich von meiner Reise auf die Azoren bekannt war. Maiskolben 🙂 hier in Prag allerdings werden sie nicht in heißen, schwefligen Quellen eines Vulkans gegart, sondern vielmehr in den Töpfen der Händler.

Direkt neben den Esskastanien reizt eine besondere Köstlichkeit meine weihnachtlich gestimmten Geschmacksnerven. Mit Puderzucker überstreutes Walnussgebäck (Trdelník). Jede dritte Bude bietet dieses interessante Gebäck. Auf langen Metallstangen wird der, vorher in „Würstchen-Form“ gedrehte Teig, gewickelt. Kräftig gezuckert und über offener Glut gebacken. Süß und unglaublich lecker.

Weihnachtsmarkt Prag Spezialität

Süße Sünde

Wie gut, dass ich nicht auf meine Figur achten muss, denn hier im weihnachtlichen Prag ist Verführung angesagt.

Nächtliches Prag in der „stillen“ Weihnachtszeit

Treppenhaus im Prager Rathaus

Wunderbar geeignet um die süßen Kalorien wieder abzulaufen

Still und menschenleer ist es – zumindest für Prager Verhältnisse, denn die wirkliche Hauptreisezeit ist doch eher der Sommer. Somit habe ich Zeit, Ruhe und Gelegenheit mir die berühmten Prager Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Was eigenet sich da besser, als erstmal den großen Überblick aus luftiger Höhe zu bekommen.

Hoch geht es auf den  70m hohen, gotischen Turm  des Rathauses. Auch wenn er einer der wenigen Türme Prags mit einem eingebauten Fahrstuhl ist, die Treppe ist mein Weg nach oben. Allerdings muss ich gestehen, ich habe völlig vergessen die Stufen zu zählen. Sollte jemand von Euch den Weg nach Prag finden, über diese Information bin ich sehr dankbar.

Faszination pur

Von oben hat man eine traumhafte Aussicht über den schönsten Platz von Prag, den Altstädter Ring, auf dem aktuell einer der vielen Weihnachtsmärkte pulsiert. Einerseits die Teynkirche, die beiden Türme werden im Volksmund „Adam und Eva“ genannt, mich erinnern sie eher an eine Drachenburg aus einem Fantasie Film.

In Wirklichkeit aber befindet sich hier das Grabmal des dänischen Astronoms Tycho de Brahe, der gemeinsam mit dem Deutschen Johannes Kepler in Prag wirkte. So entstanden um 1600 herum die ersten drei Keplerschen Gesetze über die elliptische Laufbahn der Planeten.

Andererseits das Palais Kinsky, ein Spätbarock Bau, in dem die erste Friedens-Nobel-Preisträgerin Bertha von Suttner-Kinsky 1843 geboren wurde. Und die nächste Drehung eröffnet den Blick auf die wunderschön beleuchtete St. Nikolaus Kirche.

 

Drachen und die Astronomie

Prag Altstadtring Rathaus Astronomische Uhr

Wenn der Knochenmann die Sanduhr dreht

Doch das eigentliche Highlight ist hier die Astronomische Uhr, die in der Landessprache „Orloj“ genannt wird. Runter geht´s also vom Rathaus-Turm. Beim Abstieg kann man das Uhrwerk, der bereits 1410 vom Uhrmacher Mikulas erstellte Rarität bewundern.  Von außen betrachtet, wendet der Knochenmann zu jeder vollen Stunde die Sanduhr, was den Apostelumzug einläutet. Wer schon immer mal wissen wollte, wie die aktuelle Entfernung von der Erde zur Sonne, inkl. der dazugehörigen Mondposition ist, wird hier ebenso fündig, wie bei der Frage nach altböhmischer, mitteleuropäischer und babylonischer Zeit. Sogar Kleinigkeiten wie Wochentag und Datum lassen sich an diesem interessanten Zeitmessgerät definieren. Zumindest für den, der es beherscht.

Ein paar Stunden Ruhe gönne ich mir in meinem ebenfalls luftigen Hotelbett. Denn immerhin darf ich diese Nacht im 20. Stockwerk des Corinthia Prag Hotels verbringen. Wie schon geschrieben 5 Sterne über Prag. Denn ein Streifzug bei Tageslicht durch die Tschechische Hauptstadt wird sicher genauso interessant wie des nachts.

Winterlich ist meine Reise auf jeden Fall, ebenso wie viele spannende Beiträge der Dezember Blogparade.

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Hier schreibt Katja Wegener


Katja Wegener ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des Wellness- und Beauty-Magazins WellSpa-Portal. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstreatments, Beauty, Genuss und Reise.

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Kommentare
  1. Reiseblog sagt:

    Wow – was diese kleine Tasche so alles erlebt… der Wahnsinn! 😉